Balinesische Gärten

Bali ist eine von fast 14.000 Indonesischen Inseln. Grob gesehen liegt Bali zwischen China und Australien. Mit seinen knapp 5.600 Quadratkilometern Fläche und drei Millionen Einwohnern ist Bali sehr dicht besiedelt.

Doch die geschickte Anlage von Terrassen und der tropische Reichtum lassen die Insel mit der hohen Bevölkerungsdichte fertig werden.

Balinesische Gärten

Die Wohnstätte der Balinesen ist stets eine Einheit, die  traditionell mit einer  Backsteinmauer umgeben ist. Dieses kleine Reich ist  gleichzeitig Wohnraum, Garten, Arbeitstätte und Tempel. Meist stehen drei Schreine in dem durch Ziegelmauern vom Hof abgetrennten Familientempel . Auch der Surya Schrein darf nicht fehlen. Er ist dem Sonnengott Suyar zugeordnet ebenso wie der Natur. In der Natur hat auch alles eine Seele. Natur respektieren heißt auch, die Götter zu respektieren 

Balinesische Gärten

Für die Balinesen hat – von der Schöpfungsgeschichte ausgehend – alles in der Welt seinen Platz. Die richtige Platzierung in Relation zum Rest der Welt schafft die Harmonie.

In der balinesichen Vorstellung  muß der Garten der Einheit des Kosmos entsprechen und die Harmonie zwischen den Menschen und der Natur zum Ausdruck bringen. Die aufwendig aus Lehmziegeln erbauten Mauern umranden den Garten. Durch ein schmales Tor verlässt man den Wohnhof, um durch ein Urwaldpartie zu gehen mit einem Blick auf Götter und Dämonen.

Bestimmendes Element sind Baumfarne, die sich durch ihr außergewöhnliches Blätterdach auszeichnen. Imposant sind die Wedel, die sich wie eine Schnecke entfaltenden. Sobald ein neuer Wedel treibt, stirbt ein alter ab. Wüchsig sind Baumfarne jedoch nicht. Der jährliche Zuwachs  beträgt nur etwa vier Zentimeter.

Im Schatten der Baumfarne gedeihen unterschiedliche Farne wie Sichel-, Nest-, Schwert- und Saumfarne.  Blattpflanzen wie z.B. die Kletterfeige bilden das grüne Dickicht, in dem die Blütenpflanzen das Auge auf sich ziehen.

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Orchideen

Dazu zählen eine große Anzahl unterschiedlicher Orchideen-Arten, Marlaienblume, Hibiskus, Ixore und Vanda.

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Zu den Besonderheiten im Balinesischen Garten zählt die Teufelsblume, die aus ihren Knollen einmal im Jahr ihre ungewöhnlichen braunviolettfarbenen Blüten hervorbringt.

Orchideen

Außergewöhnlich sind ihre lang herabhängenden Bartfäden, die ihnen neben der Blütenfarbe ein geheimnisvolles Aussehen verleihen.

Die wichtigste Pflanze des Balinesischen Gartens ist jedoch der Fragipani-Baum – auch Tempelbaum genannt. Der Name Frangipani geht auf seinen herrlichen Duft zurück, denn Frangipani war schließlich ein berühmter Parfümeur.

Orchideen

Der Tempelbaum wird auf vielen indonesischen Inseln verehrt und die Blüten werden in Bali bevorzugt als Opferblüte, als Haarschmuck oder zur Dekoration benutzt.

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