Der Garten bewegt mich – Pflanzen im Februar

Mitten in der kalten Jahreszeit erscheinen die eigenwilligen Blüten der Zaubernuss (Hamamelis). Die Blütenblätter sind nur ein bis zwei Zentimeter lang und sehen aus wie kleine Bändchen, die manchmal gekräuselt oder gewellt sind. Sie überstehen auch Minustemperaturen ohne Schaden: Bei großer Kälte rollen sich die bandförmigen Blütenblätter zusammen und öffnen sich erst wieder, wenn das Wetter freundlicher wird. Die meisten Zaubernuss-Sorten blühen gelb. Die leuchtenden Blütenbändchen bilden dann einen reizvollen Kontrast zu den dunklen, oft rötlichen Kelchblättern an der Blütenbasis. Es gibt auch Zaubernüsse mit orangefarbenen oder roten Blütenblättern. Damit der elegante Wuchs dieser edlen Sträucher gut zur Geltung kommt, pflanzt man sie am besten in Einzelstellung. Ideal ist ein Standort in der Nähe des Hauses, so dass sie auch von drinnen gut gesehen werden können.


Tipp: Die Zaubernuss verträgt zwar Schnittmaß- nahmen, doch um die schöne, ausladende Wuchsform zu erhalten, sollte man sie nicht zurückschneiden.


Ein botanisches Unikum ist die Schmucktanne,  eine sehr bizarre Pflanze die aus Südamerika stammend.  Araucaria – so heißt sie botanisch -  die auch als Andentanne oder Chilenische Araukarie bezeichnet wird. In Chile wächst sie in den Anden in Höhenlagen von 600 bis fast 2.000 Metern. Die Schmucktanne gehört zu den Nadelbäumen, obwohl ihre Blätter eher an große Schuppen als an Nadeln erinnern. Wegen ihrer Herkunft aus den Bergregionen verträgt sie kühlere Temperaturen und kann in Mitteleuropa auch im Freien wachsen. Für diesen ungewöhnlichen und dekorativen, immergrünen Baum ist ein vor austrocknender Wintersonne geschützter Standort wichtig. Die Schmucktanne hat einen auffallend aufrechten Mitteltrieb und in deutlichen Quirlen stehende Äste. Sie sind wenig verzweigt und haben eine fast schlangenähnliche Anmutung. Mit den ledrigen, an spitz zulaufende Schuppen erinnernden Nadeln wirkt die Schmucktanne wie ein Relikt aus einer anderen Zeit – und tatsächlich gehört sie zu einer der ältesten Pflanzenfamilien der Welt, die schon vor 180 Millionen Jahren existierte.

Sie ist eng mit der „Wollemi-Pine“ verwandt, einer uralten Nadelbaumart, die erst 1994 in einem schwer zugänglichen Tal in einem australischen Nationalpark entdeckt wurde und von der man glaubte, dass sie schon vor zwei Millionen Jahren ausgestorben sei.


Tipp: Nach heftigen Schneefällen kann es sinnvoll sein, Äste von Immergrünen durch vorsichtiges Schütteln von der Schneelast zu befreien. Auf diese Weise lassen sich Astbrüche vermeiden.


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