Der Garten bewegt mich
„Wilde Früchtchen“

Immergrüne Blätter, leckere Früchte, leuchtende Beeren, außergewöhnliche Nadeln oder eine interessante Wuchsform – auch wenn die winterliche Ruhe beginnt, hat der Garten einiges zu bieten. Der Sanddorn (Hippophae rhamnoides) ist ein robuster Wildobstbaum oder -strauch mit schönen, silbriggrauen Blättern. Sogar nach dem herbstlichen Blattfall ist er noch interessant, denn er hat leuchtend orangefarbene Beerenfrüchte, die bis in den Winter hinein an den Zweigen bleiben. Sie sind essbar und enthalten viele Vitamine, vor allem der Vitamin-C-Gehalt ist sehr groß. Die Früchte eignen sich gut für Marmelade, Sirup oder gesunde Säfte.

Sanddorn

Immergrüne Blätter,
leckere Früchte, .....

Der Sanddorn ist zweihäusig, das heißt, dass eine Pflanze entweder nur weibliche oder nur männliche Blüten trägt. Für eine reiche Beerenernte muss deshalb zusätzlich zu den weiblichen eine männliche Pflanze als Pollenspender gepflanzt werden. Mittlerweile gibt es auch Züchtungen, die größere Früchte als die Wildart haben. Die Echte Mispel (Mespilus germanica) ist ebenfalls ein interessantes Wildobst und schon sehr lange in Kultur. Dieser kleine Baum kommt ursprünglich aus Südeuropa, dem Kaukasus und dem Iran. Er wird etwa 3 bis 5 Meter hoch und ist sehr hitzeverträglich. Die Blätter sind bis 12 Zentimeter lang und an der Unterseite fein behaart. Im Herbst färben sie sich rotbraun bis orangegelb.

Mispel

Die Mispel......

.....wurde besonders im Mittelalter geschätzt und war früher in Bauerngärten oft zu finden. Im Mai und Juni erscheinen hübsche weiße Blüten, aus denen sich im Herbst birnenförmige, braune Früchte mit etwas filziger Schale entwickeln. Sie schmecken süß-säuerlich und werden erst nach Frosteinwirkung genießbar. Sie können dann roh gegessen werden, eignen sich aber auch gut zum Beispiel für Marmelade oder Obstwein. 

Elfenblume

Elfenblumen (Epimedium) .....

......sind zarte Schönheiten mit besonderer Ausstrahlung. Die anmutigen Blüten entwickeln sich im April/Mai und scheinen wie kleine Elfen über dem Laub zu schweben. Diese nur 20 bis 30 Zentimeter hohen Stauden sind anspruchslos. Sie gedeihen gut an halbschattigen bis schattigen Standorten auf humosen Böden, beispielsweise unter Bäumen und Sträuchern. Sie können regelrechte Teppiche bilden, die je nach Art und Sorte auch im Winter den Boden mit ihren herzförmigen, manchmal rötlich bis bronzefarben getönten Blättern dicht bedecken. Wintergrün sind zum Beispiel die gelb blühende Schwefel-Elfenblume (Epimedium x versicolor ’Sulphureum) und die ebenfalls gelb blühende Epimedium-Sorte ’Frohnleiten’.

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