FICUS … mehr als nur eine Pflanze!

Ficus Benjamini

Ficus ist jedem ein Begriff: Ob als stattlicher Baum in mediterranen Ländern, als herrliche Frucht oder auch Ficus, die beliebten immergrünen Zimmerpflanzen.

Ficus heißt nicht nur Feige, Ficus ist auch der Familienname aller Gummibäume. Ihre verwandt- schaftliche Ähnlichkeit sieht man an den Blättern: Sie sind fest, beinahe ledrig, und haben eine glattglänzende Oberfläche. Erstaunlich, wer alles zu dieser Familie gehört:

Der Schnellstarter:

Das ist der Ficus benjamina, auf deutsch Birkenfeige. In Indien wächst er in wenigen Jahren bis zu 30 Meter hoch, bei uns genauso schnell bis an die Zimmerdecke. Seine Blätter zeigen sich entweder intensiv grün  oder panaschiert, d.h. weiß/ grün gemustert.

Der Prominente:

Ohne Zweifel ist das der normale Gummibaum (Ficus elastica). Es gibt ihn mit grünen, mal mit weiß-grün marmorierten oder gelbbunten Blättern. Um schönen Glanz auf die Blätter zu bringen nehmen Sie ein weiches Tuch mit etwas Bier. Wird Ihnen der Gummibaum zu hoch können Sie ihn im Frühjahr getrost zurückschneiden.

Der Riese:

Keine Zimmerpflanze hat größere Blätter als die Geigenfeige (Ficus Iyrata). In ihrer Heimat im tropischen Afrika wachsen sie bis zu 60 Zentimeter in die Breite. Sie können den Riesen gut auf Hydro halten. Bitte daran denken: Ficus lyrata hasst Zugluft

Der Kletterer:

Emsig wie ein Efeu hangelt sich die Kletterfeige (Ficus pumila) empor – fadendünne Zweige mit Haftwurzeln machen es möglich. Wenn der Platz fehlt, gedeiht er aber auch genausogut als Hängepflanze.

Der Langsame:

Die Mistelfeige (Ficus deltoidea) wächst im Zeitlupentempo. Sie ist die einzige aus der Ficus-Familie, die auch unter Zimmer-Bedingungen zwischen ihren pfenniggroßen Blättern Feigen hervorbringt. Sie sehen wie orangegelb gefärbte Erbsen aus.

Der Verzweigte

Ficus syathistipulia – der Name lässt schon etwas besonderes vermuten. Es ist der verzweigte Gummibaum, der ein sehr buschiges Auftreten hat. Ursprünglich stammt diese Planze aus dem tropischen Afrika

Ficus

Auf die Pflege kommt es an

Der Ficus mag es gerne hell, aber keine direkte Sonneneinstrahlung. Alle zwei Wochen sollte er mit einem Zimmerpflanzendünger gedüngt werden. Was die Wasserversorgung anbelangt, so ist der Ficus das Sinnbild für Regelmäßigkeit. Komplettes Austrocknen des Ballens ist ebenso schädlich wie zu häufiges Gießen, was der Pflanze aber noch mehr zusetzt. Blattverlust ist dann häufig die Folge.

Ebenso ungern mag der Ficus Berührungen mit Wänden.

Die meisten Arten, wie Benjaminii oder Decora, sind schnittverträglich.

Die Schnittflächen sollten jedoch mit Holzkohlestaub oder Baumwachs verschmiert werden. Zum Umtopfen eignet sich am besten normale Blumenerde mit einem hohen Faseranteil(viel Weißtorf oder Holzfaser). Im Winter mag der Ficus das Besprühen der Blätter sehr gern.


Weitere Informationen und
Bildmaterial finden Sie auch unter www.gartenmagazin-tv.de


<<< zurück