Frischkost von der eigenen Scholle

Haben Sie schon einmal versucht, den Begriff "Gemüse" zu umschreiben? Während "Obst" sich definieren lässt, haben wir beim Gemüse ein richtiges Tohuwabohu! Ein wildes Sammelsurium von Wurzeln, Zwiebeln, Knollen, Stängeln und nicht zu vergessen - Blattstielen, Blättern, Blütenständen, Samen und schließlich und endlich Früchten! Wie dem auch sei: Ob auf dem Wochenmarkt oder im Supermarkt - frisches Gemüse können wir überall und zu jeder Jahreszeit kaufen. Doch eines muss uns bewusst sein: Wir kaufen stets eine gute Portion Ungewissheit mit! Nur wer sein Gemüse selbst anbaut, kann bestimmen, wie viel und womit gedüngt wird und wie Schädlinge und Krankheiten – ohne chemische Keulen - in Schach gehalten werden. Kurz: Wir wissen was drin ist! Diese Gewissheit und der Genuss ohne Reue kostet zwar etwas Schweiß und etliche Mühen, doch es lohnt sich! Um eines aber vorab klar zu machen: Wir können unseren Gesamtbedarf an Gemüse nicht alleine aus dem Garten decken. Dafür sind unsere Grundstücke zu klein und unsere Freizeit meist zu knapp bemessen.

Das richtige Plätzchen Gemüse
liebt einen sonnigen Standort, der eben oder schwach geneigt gegen Südost bis Südwest ausgerichtet ist. Da in Mulden und Senken Väterchen Frost bevorzugt sein Unwesen treibt, sollten solche Standorte möglichst ausgeschlossen werden. Schattenwerfende Bäume haben in der Nähe des Gemüseanbaues nichts zu suchen!

Die richtige Größe
Mit viel Geschick schafft man es auf einem 150 m2 großen Beet ausreichend Gemüse für eine 2- bis 3-köpfige Familie zu "produzieren". Doch wer hat schon soviel Platz im Garten? Deshalb: Richten Sie die Größe Ihres Gemüsebeetes nach der Zeit, die Sie zur Gartenarbeit zur Verfügung haben. Egal, welche Länge Sie wählen - die günstigste Breite für Beete liegt bei 120 cm. Beete von größerer Breite sind ohne Betreten der Fläche nicht möglich.

Hochbeet - Gärtnern, ohne sich zu bücken!
Gehören Sie zu jenen, die sich nicht gerne bücken und die doch nicht auf ein Gemüse- oder Kräuterbeet verzichten wollen? Dann ist das Hochbeet genau das Richtige für Sie! Jedes Hochbeet sollte etwa 1,20 m breit sein. Suchen Sie am besten einen Streifen in Ihrem Garten aus, der bis zum Nachmittag besonnt ist. Das Beet sollte in Ost-West-Richtung angelegt werden. Der Länge sind keine Grenzen gesetzt. Besorgen Sie sich zunächst die erforderlichen Materialien für die Einfassung wie z.B. Rundhölzer, Schwartenbretter oder Hohlblocksteine. Als erstes heben Sie eine 50 cm tiefe Grube aus und stellen die Wandungen auf. Der gesamte Beetaufbau sollte ab Erdoberfläche rund 70 cm hoch sein. Damit später die Erde nicht ausgespült wird, sollten die Innenwände mit einer stabilen Folie ausgekleidet werden. Nun geht´s bereits ans Einfüllen: Zweige und Äste kommen auf die gut gelockerte Sohle der Grube. Die Zwischenräume werden mit Erde gefüllt. Ganz wichtig: Ständig einschlämmen und stampfen, damit sich das Beet später nicht zu stark setzt. Auf die unterste Holz/Erde-Füllung (ca. 30 cm hoch) sollte ein Gemisch aus Lehm und Mist (50:50) mit ca. 15 cm Höhe kommen. Dann folgt wieder eine 30 cm hohe Schicht aus Zweigen, Strauchwerk und Erde. Dieser Erde darf bereits organischer Dünger beigefügt werden. Der Abschluss dieser Schicht liegt nun schon 25 cm über der Erde. Nun folgt eine 10 bis 15 cm hohe Laub/Erde Schicht, auf die ein engmaschiger Draht gegen Mäusefraß über die gesamte Länge und Breite eingelegt wird. Er sollte seitlich - nach Möglichkeit - bis zur Oberkante reichen. Auf diesen Draht kommt nun eine 10 cm dicke Frischkompost-Schicht, bevor eine rund 20 cm hohe Schicht aus einer reifen, feingesiebten Komposterde den Abschluss bildet.

Der Boden macht´s
Eines steht fest: Auf den Mutterbodentyp hat keiner Einfluss. Aber bei richtiger Typansprache weiß man, wie man ihn behandeln muss, um aus ihm alles herausholen zu können. Viel Humus und sehr locker - auf diese kurze Formel ist die Ideal-Erde zu bringen. Doch eines sei an dieser Stelle gesagt: Nur die wenigsten Hobbygärtner besitzen den Garten Eden - jeder muss Hand anlegen!

Große oder kleine Erntemengen?
Mit wieviel Kilogramm Gemüse kann ich pro m2 Gemüsebeet rechnen? Diese Frage ist sehr schwer zu beantworten, da dies von vielen Faktoren (Wetter, Arbeitsintensität, Schädlingsbefall usw.) abhängt. Aber es lassen sich gewisse Grunddaten weitergeben: Auf 1 m' können Sie 3 bis 4 Blumenkohlköpfe oder 1,5 bis 2 kg Buschbohnen oder 0,5 bis 1 kg Erbsen oder 2 bis 4 kg Gurken oder 2 bis 3 kg Kohlrabi oder 3 bis 5 kg Möhren oder 3 bis 4 kg Lauch oder 4 bis 5 kg Tomaten oder 3 bis 4 kg Zwiebeln ernten.

Die Sache mit den lieben Nachbarn
Es kann das beste Gemüse nicht gedeihen, wenn es dem bösen Beetnachbarn nicht gefällt. Nützen Sie deshalb die Vielfalt von positiven Wechselwirkungen der Pflanzen untereinander aus. Die Zauberformel heißt Mischkultur. Die Duft- und Wirkstoffe der einzelnen Pflanzen sind wirksame Waffen in der Schädlingsbekämpfung, dienen aber auch als Stimulans für das Wachstum - siehe "guter / schlechter Nachbar" beim Gemüse-Portrait.

Die Verwandtschaft lässt grüßen
Die "buckelige" Sippe macht nicht nur unsereinem zu schaffen, auch Gemüsepflanzen leiden unter dem Verwandtschaftsstress. Der wiederholte Anbau art- verwandter Pflanzen (z.B. Blumenkohl, Rettich, Radieschen, Grünkohl) führt in der Folge zu schlechten Ernteergebnissen, da der Boden durch die "einseitig- familiäre Belastung" ausgelaugt und müde geworden ist. Zum Ernteverlust ist ein deutlich verstärkter Befall von Pilzen, Viren und Schädlingen zu beklagen. Abhilfe schafft nur der sogenannte Fruchtwechsel innerhalb einer Gartensaison – siehe "Fruchtfolgetyp" beim Gemüseportrait.

Papierbeete oder das Gemüsemanagement
Ein Gemüsejahr will vorbereitet sein. Damit die vorhandene Fläche möglichst intensiv genutzt werden kann, wird ein Anbauplan erstellt. Dazu zeichnen Sie die einzelnen Gemüsebeete auf ein Blatt Papier. In jedes dieser "Papierbeete" tragen Sie die vorgesehene Vor-, Haupt- und Nachkultur bzw. die Zwischenkulturen ein. Außerdem sollten Sie auf jedem Beet den Bedarf an Pflanzen bzw. Samen, die Pflanz- und Saatweite und die voraussichtliche Kulturdauer vermerken. Dieser Spickzettel erleichtert Ihnen später die Arbeit.

Wenn Gemüse ohne Waffenschein schießt!
Zu Beginn des Frühsommers kommt es in vielen Beeten plötzlich zu "wilden Schießereien" - Pflanzen beginnen viel zu früh mit der Blütenbildung. Eine der Ursachen ist auf die zu niedrigen Temperaturen während der Pflanzenanzucht zurückzuführen. Deshalb: Halten Sie sich an die Aussaattermine - insbesondere bei der Freilandaussaat! Pflänzchen, die mit einem Vlies ab- gedeckt in die Gartensaison gehen, sind selten in "Schießereien" verwickelt.

Spätgemüse braucht einen Wintermantel
Wenn die Gemüsesaison ausklingt, stehen nur noch wenige Vitaminspender bereit, wie z. B. Lauch, Rosenkohl, Grün- und Chinakohl und Feldsalat. Damit plötzlich auftretende Frühfröste diese Rechnung nicht durchkreuzen, empfiehlt es sich, dem Spätgemüse im Herbst einen Wintermantel aus federleichtem Acrylvlies überzustreifen. Es schirmt Fröste bis minus 7°C ab. Außerdem bietet dieser Mantel den richtigen Schneeschutz: Die weiße Pracht lässt sich leicht vom Vlies abschütteln. Sie müssen den Schnee nicht von Hand beiseite schieben.

Nitratarme Ernte
Egal ob es sich um Spinat, Rettich, Kohl oder Möhren handelt, alle Gemüsesorten können nitratarm geerntet werden. Der erste Schritt: Stellen Sie 14 Tage vor der Ernte jede Art der Düngung ein. Als weiterer Schritt muss das Gemüse reichlich beregnet werden. Durch die Wässerung wird die Aufnahme des Bodenstickstoffes beschleunigt, so dass bei der Ernte nur noch wenig Nitrat in die Pflanze gelangt. Schließlich sollten Sie die Ernte in zwei Durchgängen durchführen: Greifen Sie morgens zum Spaten und stechen Sie mit ihm schräg unter die Wurzel, um die Saugwurzel des Gemüses abzutrennen. Bis zur endgültigen Ernte am Nachmittag oder Abend ist der größte Teil des Nitratvorrates in den Wurzeln zu organischen Stoffen umgewandelt.

GEMÜSEPORTRAIT –
die beliebtesten Vitaminspender

Buschbohnen
Anzucht im Töpfchen: Anfang Mai Pflanzung: Ende Mai bis Mitte Juli
Freilandaussaat: Mitte Mai bis Anfang Juli Saatabstand: 50 x 50 cm, 3-5 Korn pro Saatstelle Aussaattiefe: 2 bis 3 cm Ernte: nach 75 bis 85 Tagen Boden: pH- Wert 5,8 bis 7,5 Dünger: chloridarme Dünger verwenden, keinen frischen Stallmist geben! Gute Nachbarn: Gurken, Kohlarten, Rettich, Radieschen, Salate, Sellerie und Tomaten. Schlechte Nachbarn: Erbsen, Lauch, Zwiebeln, Knoblauch. Verwandte Arten: Stangen-, Puff- und Prunkbohnen alle Erbsensorten - daher nicht nach- einander anbauen! Fruchtfolge-Tipp (in der zeitlichen Abfolge einer Gartensaison auf gleichem Beet): Kopfsalat, Buschbohnen, Feldsalat.
Während der Bohnenblüte darf der Boden nicht zu trocken sein, sonst werfen die Bohnen ihre Blüten ab Ernteverlust droht!
Verwenden Sie nur gekauftes Saatgut. Bohnen aus eigener Ernte verlieren an Geschmack und Qualität.
Rechtzeitiges Pflücken sichert größere Erntemengen. In der Haupterntezeit müssen Buschbohnen regelmäßig (alle drei Tage) geerntet werden - die Hülsen werden sonst ungenießbar.
Regelmäßiges Lockern der Erde bringt bessere Ernte- erträge.
Buschbohnen kann man auch in einem Kübel oder Plastik- eimer anbauen!

Erbsen
Anzucht: im Töpfchen: Mitte März. Freilandaussaat: Ende April. Saatabstand: 35 x 5 cm in Doppelreihen. Aussaat- tiefe: 5 cm. Ernte: nach 55 bis 70 Tagen. Boden: pH-Wert 6,0 bis 7,0. Dünger: keine frischen Kalkungen, kein frischer Stallmist. Gute Nachbarn: Fenchel, Gurken, Karotten, Kartoffeln, Kohlgewächse, Kohlrabi, Kopfsalat, Radieschen, Rettich, Zucchini. Schlechte Nachbarn: Buschbohnen, Knoblauch, Lauch, Stangenbohnen, Tomaten, Zwiebeln. Verwandte Arten: alle Bohnensorten und Lupinen nicht nacheinander anbauen. Fruchtfolge-Tipp (in der zeitlichen Abfolge für eine Gartensaison auf gleichem Beet): Erbsen, Wirsing oder Kohlsorten.
Vögel schätzen das Erbsen-Saatgut als Delikatesse! Schützen Sie die Aussaat mit Maschendraht. Wenn die Pflänzchen rund 15 cm hoch sind, kann dieser Schutz wieder entfernt werden.
Aussaaten nach Ende April sind stark von Mehltau gefährdet!
Gegen Schädlinge wie Erbsenkäfer und -wickler hilft die Einhaltung der Mischkultur bzw. Fruchtfolgeregelung!
Erbsenanbau ist für kleine Gärten nicht zu empfehlen, da die Hülsenfrucht mit ihren Ranken und Trieben viel Platz braucht!

Gurken
Anzucht: im Töpfchen: Mitte April. Pflanzung: Ende Mai bis Mitte Juni. Freilandaussaat: Nur unter Schutzfolie bis Mitte Mai möglich. Saatabstand: 150 x 40 cm, bei Direktaussaat 3 Korn pro Saatstelle. Aussaattiefe: 2 cm. Ernte: nach ungefähr 70 Tagen. Boden: pH-Wert 5,6 bis 7,5 Dünger: chloridfreie Dünger verwenden, Stallmist besonders gut. Gute Nachbarn: Bohnen, Erbsen, Fenchel, Knoblauch, Kohlgewächse, Kopfsalat, Lauch, Sellerie, Rote Bete, Zwiebeln. Schlechte Nachbarn: Kartoffeln, Radieschen, Rettich, Tomaten. Verwandte Arten wie Zucchini, Kürbis und Melonen nicht nacheinander anbauen. Fruchtfolge-Tipp: (in der zeitlichen Abfolge für eine Gartensaison auf gleichem Beet): Rettich, Gurken, Spinat.
Gurken müssen regelmäßig feucht gehalten werden, da sich sonst der Bitterstoffgehalt erhöht!
Zahlreiche Gurken-Neuzüchtungen sind widerstands- fähig gegen den Echten Mehltau (Schadpilz) Bitte beim Saatgut-Kauf daran denken.
Brechen Sie bei älteren Gurken-Pflanzen die Triebspitzen weg. Damit wird der Fruchtansatz der Seitentriebe gefördert.
Erleichtern Sie sich die Ernte, in dem Sie die Gurke auf einem schräggespannten Maschendraht wachsen lassen
Vorsicht bei der Gurkenernte! Die Ranken reagieren höchst empfindlich gegen Verdrehungen und Be- wegungen.

Karotten, Möhren
Anzucht: im Töpfchen: Mitte März. Freilandaussaat: Mitte März bis Ende Juli. Reihenabstand: 20 bis 30 cm. Aussaattiefe: 2 bis 3 cm. Ernte: nach 100 bis 110 Tagen. Boden: pH-Wert 5,6 bis 7,5 Dünger: keine frischen Kalkungen, kein frischer Stallmist. Gute Nachbarn: Dill, Erbsen, Knoblauch, Lauch, Mangold, Radieschen, Rettich, Tomaten, Zwiebeln. Schlechte Nachbarn: Sellerie, Rote Bete, Petersilie. Verwandte Arten wie Fenchel, Sellerie, Petersilie, Liebstückel nicht nacheinander anbauen. Fruchtfolge-Tipp: (in zeitlicher Abfolge für eine Gartensaison auf gleichem Beet): Möhren, Kopfsalat, Winterkresse.
Madenfreie Möhren ernten Sie, wenn Sie Ihre Möhren von der Aussaat bis zur Ernte mit einem Vlies abdecken. Die gefürchtete Möhrenfliege hat so keine Chance, ihre Eier - aus denen sich die Maden entwickeln - abzulegen.
Karottensamen keimen extrem langsam (bis zu vier Wochen!). Deshalb sollten Sie vor der Aussaat Radieschen- oder Pflücksalatsamen beimischen, die schon nach Tagen zu sehen sind. So können Sie den Boden problemlos bearbeiten, ohne die Saatreihen zu stören.
Sind die Radieschen geerntet, haben die Karotten genügend Platz um sich zu entwickeln - ohne dass Sie sie vereinzeln müssen!
Karotten sind erst dann erntereif, wenn sich die Blätter rotbraun bzw. gelb verfärben oder die Wurzelenden gerundet sind.

Kartoffel
Pflanzzeit: Mai. Pflanzabstand: 60 cm. Reihenabstand: 70 cm. Pflanztiefe: 10 cm. Ernte: nach 110 bis 120 Tagen. Boden: pH-Wert 5,8 bis 7,1. Dünger: Komposterde, Stallmist bestens geeignet! Gute Nachbarn: Buschbohnen, Kohlrabi, Mais, Meerrettich, Spinat, Tagetes. Schlechte Nachbarn: Erbsen, Gurken, Kohlgewächse, Kürbis, Rote Bete, Sellerie, Tomaten, Zucchini. Fruchtfolge-Tipp: (in zeitlicher Abfolge für eine Gartensaison auf gleichem Beet): Frühkartoffel, Spinat, Rotkohl.
Nach dem Erscheinen der Pflanze den Boden durch Aufhäckeln lockern, die Jungpflanzen ab 15 cm Höhe anhäufeln und bei trockenem Wetter gießen.
Kartoffeln hassen Unkraut! Bis zur Ernte durch hacken unkrautfrei halten!
Am häufigsten werden die mittelfrühen Sorten "Grata", "Federlohn"und"Lori"angebaut.
Karoffeln ärgern sich - im wahrsten Sinne des Wortes grün, wenn sie hell gelagert werden. Die grünen Stellen an der Oberfläche enthalten das hochgiftige Alkaloid Solanin - bitte großzügig heraussehneiden!

Kohlgemüse

Blumenkohl
Anzucht: im Töpfchen: Anfang Februar. Freilandaussaat: Mitte April bis Mitte Juni. Aussaattiefe: 1 cm. Pflanzabstand: 50 x 50 cm. Ernte: nach 80 bis 90 Tagen. Boden: pH-Wert 6,0 bis 7,3 Dünger: Chloridarme Dünger verwenden - Stallmist gut geeignet. Gute Nachbarn: Bohnen, Erbsen, Gurken, Lauch, Salat, Sellerie, Spinat, Rote Rüben, Tomaten. Schlechte Nachbarn: Zwiebeln, Rettich, Radieschen. Verwandte Arten wie Rot-, Weiß- und Grünkohl, Wirsing, Rosen- und Chinakohl, Rettich, Radieschen, Kresse und Senf nicht nacheinander anbauen. Fruchtfolge-Tipp: (in zeitlicher Abfolge für eine Gartensaison auf gleichem Beet): Erbsen, Blumenkohl.
Knicken Sie, sobald sich die Blume des Kohls zeigt, ein großes, äußeres Blatt zur Mitte um, so dass der Kopf vor Sonnenstrahlen geschützt ist. Die Blume bleibt somit schön weiß.
Besonders prächtige Köpfe entwickeln sich dann, wenn während des Wachstums 1 bis 2 mal mit Hornmehl/ Kompost gedüngt wird. Weitere Pflegemaßnahmen sind regelmäßiges Hacken und Lockern des Bodens sowie Gießen bei Trockenheit.
Blumenkohl lässt sich nach der Ernte bis zu drei Wochen aufbewahren, wenn Sie ihn mit anhaftender Erde aus dem Beet nehmen, den Ballen in eine Plastiktüte stecken und den Kohlkopf im kühlen Keller an die Leine hängen.

Weißkohl
Anzucht: im Töpfchen: Anfang Februar. Pflanzung: Mitte April bis Mitte Juni. Freilandaussaat: Mitte April bis Mitte Juni. Aussaattiefe: 1 cm. Pflanzabstand: 40 x 40 cm. Ernte: nach 50 bis 120 Tagen (je nach Sorte!) Boden: pH-Wert 6,0 bis 7,3. Dünger: Chloridarme Dünger verwenden - Stallmist gut geeignet. Gute Nachbarn: Bohnen, Erbsen, Gurken, Lauch, Salat, Sellerie, Spinat, Rote Rüben, Tomaten. Schlechte Nachbarn: Zwiebeln, Rettich, Radieschen. Verwandte Arten wie Rot-, Blumen- und Grünkohl, Wirsing, Rosen- und Chinakohl, Rettich, Radieschen, Kresse und Senf nicht nacheinander anbauen. Fruchtfolge-Tipp (in zeitlicher Abfolge für eine Gartensaison auf gleichem Beet): Weißkohl, Knollen- fenchel.
Kohlstrücke niemals auf den Kompost werfen oder untergraben! Es droht Kohlhernie Befall (Pilzkrankheit, die für faustgroße Verdickungen an der Wurzel sorgt!) Die Sporen können sich jahrelang in der Erde halten.
Weißkohl hält sich im Keller besser, wenn die Wurzeln dranbleiben und er in ein mäßig feuchtes Torf- Sand Gemisch eingeschlagen wird.

Rotkohl
Anzucht: im Töpfchen: Anfang Februar. Pflanzung: Mitte April bis Ende Juni. Freilandaussaat: Mitte April bis Mitte Mai. Aussaattiefe: 1 cm. Pflanzabstand: 50 x 50 cm. Ernte: nach 90 bis 100 Tagen (je nach Sorte!). Boden: pH-Wert 6,0 bis 7,3. Dünger: Chloridarme Dünger verwenden - Stallmist gut geeignet. Gute Nachbarn: Bohnen, Erbsen, Gurken, Lauch, Salat, Sellerie, Spinat, Rote Rüben, Tomaten. Schlechte Nachbarn: Zwiebeln, Rettich, Radieschen. Verwandte Arten wie Weiß-, Blumen- und Grünkohl, Wirsing, Rosen- und Chinakohl, Rettich, Radieschen, Kresse und Senf nicht nacheinander anbauen. Fruchtfolge-Tipp: (in zeitlicher Abfolge für eine Gartensaison auf gleichem Beet): Lauchzwiebeln, Rotkohl.
Mischkultur von Bohnen, Tomaten und anderen stark duftenden Pflanzen hält Kohlweißlinge davon ab, an den Blattunterseiten ihre Eigelege anzuheften.
Egal ob Kohlfliege, Kohlgallenrüßler, Kohltriebrüßler oder Gemüseeule - die gefräßigen Schädlinge bleiben chan- cenlos, wenn Sie ein Gemüsenetz über dem Beet ausbringen.
Verteilen Sie rund um die Kohlpflanzen Farnblätter, das schreckt die gefürchteten Nacktschnecken ab.

Rosenkohl
Anzucht: im Töpfchen: Anfang März. Pflanzung: Ende April bis Ende Mai. Freilandaussaat: Mitte April bis Mitte Mai. Aussaattiefe: 1 cm. Pflanzabstand: 60 x 50 cm. Ernte: nach 120 bis 160 Tagen (je nach Sorte!). Boden: pH-Wert 5,6 bis 7,2. Dünger: Chloridarme Dünger verwenden - Stallmist gut geeignet. Gute Nachbarn: Bohnen, Erbsen, Gurken, Lauch, Salat, Sellerie, Spinat, Rote Rüben, Tomaten. Schlechte Nachbarn: Zwiebeln, Rettich, Radieschen. Verwandte Arten: wie Weiß-, Blumen- und Grünkohl, Wirsing, Rosen- und Chinakohl, Rettich, Radieschen, Kresse und Senf nicht nach- einander anbauen. Fruchtfolge-Tipp: (in zeitlicher Abfolge für eine Gartensaison auf gleichem Beet): Dill, Rosenkohl.
Schneiden Sie den Endtrieb des Rosenkohls ab, sobald die untersten Röschen einen Durchmesser von einem Zentimeter erreicht haben. Letzter Termin: Vier bis sechs Wochen vor der Ernte!
Sie erhöhen die Rosenkohlernte durch ständiges Pflücken, dann werden die stehengebliebenen Röschen gleichmäßiger und fester.

Kohlrabi
Anzucht: im Töpfchen: Mitte Februar. Pflanzung: Mitte April bis Ende Mai. Freilandaussaat: Mitte April bis Mitte Juli. Aussaattiefe: 1 cm. Pflanzabstand: 30 x 25 cm. Ernte: 50 bis 60 Tage (je nach Sorte!). Boden: pH-Wert 5,6 bis 7,2. Dünger: Chloridarme Dünger verwenden - Stallmist gut geeignet! Gute Nachbarn: Bohnen, Erbsen, Gurken, Lauch, Salat, Sellerie, Spinat, Rote Rüben, Tomaten. Schlechte Nachbarn: Zwiebeln, Rettich, Radies- chen. Verwandte Arten wie Weiß-, Blumen-, und Grünkohl, Wirsing, Rosen- und Chinakohl, Rettich, Radieschen, Kresse und Senf nicht nacheinander an- bauen. Fruchtfolge-Tipp: (in zeitlicher Abfolge für eine Gartensaison auf gleichem Beet): Kohlrabi, Rote Rüben.
Lassen Sie bei der Kohlrabiernte einen flachen Rest der Knolle auf dem Stengel stehen. Bald bilden sich mehrere kleine, sehr zarte Knöllchen.
Kohlrabi, die öfters Durst leiden, werden holzig!

Lauch, Porree
Anzucht: im Töpfchen: Mitte Februar. Pflanzung: Mitte April bis Ende Juni. Freilandaussaat: Mitte April bis Mitte Mai. Aussaattiefe: 1,5 cm. Pflanzabstand: 40 x 10 cm. Ernte: 110 bis 180 Tage (je nach Sorte!). Boden: pH-Wert 5,7 bis 7,5. Dünger: Chloridarme Dünger verwenden - Stallmist nicht geeignet. Gute Nachbarn: Kohlarten. Möhren Salat, Sellerie, Tomaten. Schlechte Nachbarn: Bohnen, Erbsen. Verwandte Arten wie Spargel, Zwiebel, Knoblauch, Schnittknoblauch, Schnittlauch nicht nach- einander anbauen. Fruchtfolge-Tipp: (in zeitlicher Abfolge für eine Gartensaison auf gleichem Beet): Fenchel, Lauch.
Wenn Sie bei der Lauchernte ein Stück über den Wurzeln stehen lassen, wachsen immer neue Lauchstangen nach, die bis in den Winter geerntet werden können.
Die Stangen wachsen am besten, wenn Sie die Wurzeln nicht tiefer als rund 15 cm in die Erde setzen. Damit sie dennoch lange weiße Schäfte bekommen, werden sie später immer wieder angehäufelt.
Achten Sie darauf, dass kein Körnchen Dünger und kein Krümel Erde zwischen die Blattscheiden geraten.
Ist ein Gemüsebeet durch Kohlhernie verseucht, dann sollte anschließend Lauch angebaut werden.

Radieschen
Anzucht: im Töpfchen: Anfang März. Freilandaussaat: Mitte März bis Anfang August. Aussaattiefe: 1 cm. Aussaatmenge: 12 Korn pro laufenden Meter. Reihen- abstand: 10 cm. Ernte: nach 40 bis 65 Tagen (je nach Sorte). Boden: pH-Wert 5,6 bis 7,0. Dünger: Chloridarme Dünger verwenden - Stallmist nicht geeignet! Gute Nachbarn: Bohnen, Erbsen, Möhren, Salat, Spinat, Tomaten. Schlechte Nachbarn: Kohlarten. Verwandte Arten wie alle Kohlarten, Rettich, Kresse, Senf nicht nacheinander anbauen. Fruchtfolge-Tipp: (in zeitlicher Abfolge für eine Gartensaison auf gleichem Beet): Spinat, Radieschen, Salat.
Am Beetrand oder im Schatten anderer Gemüse bringen Radieschen viel Laub und wenig Knollen.
Radieschen sind nur schön knackig, wenn nicht zuviel Stickstoff im Boden ist.

Rettich
Anzucht: im Töpfchen: Anfang März. Freilandaussaat: Mitte März bis Mitte August. Aussaattiefe: 1 cm. Aussaat- menge: 2 Körner pro Saatstelle, später auf eine Pflanze vereinzeln. Saatabstand: 25 bis 15 cm. Ernte: nach 45 bis 70 Tagen (je nach Sorte!). Boden: pH-Wert 5,6 bis 7,0. Dünger: keine frischen Kalkungen und keinen Stallmist verwenden! Gute Nachbarn: Bohnen, Erbsen, Möhren, Salat, Spinat, Tomaten. Schlechte Nachbarn: Kohlarten. Verwandte Arten wie alle Kohlarten, Rettich, Kresse, Senf nicht nacheinander anbauen. Fruchtfolge-Tipp: (in zeitlicher Abfolge für eine Gartensaison auf gleichem Beet): Rettich, Buschbohnen, Kopfsalat.
Rettich muss regelmäßig gegossen werden. Wird nur bei Trockenheit gegossen, dann platzt der Rettich auf.
Der Erdfloh, der häufigste Schädling am Rettich (durchlöcherte Blätter), kann durch regelmäßige Boden- bearbeitung (hacken) in die Schranken verwiesen werden.
Rettich nicht länger als unbedingt notwendig im Boden lassen. Denn je früher die Ernte, desto zarter der Radi!

Sellerie
Anzucht: im Töpfchen: Anfang März bis Mitte Mai. Pflanzung: Ende Mai bis Ende Juni. Pflanzabstand: 40 x 30 cm. Ernte: 80 bis 90 Tage. Boden: pH-Wert 6,2 bis 7,3. Gute Nachbarn: Bohnen, Erbsen, Gurken, Kohlarten, Lauch, Tomaten. Schlechte Nachbarn: Kartoffeln, Kopf- salat. Verwandte Arten wie Möhren, Dill, Kerbel, Kümmel, Liebstöckel. Fruchtfolge-Tipp (in zeitlicher Abfolge für eine Gartensaison auf gleichem Beet): Weißkohl, Sellerie.
Sellerie braucht für die Anzucht stets eine warme Stube!
Für eine kräftige Entwicklung sorgt - statt teuerer Volldüngergaben allein Kalium. Mischkultur mit Lauch mindert die Gefahr der Blattfleckenkrankheit.

Stangenbohnen
Anzucht: im Töpfchen: Mitte April. Pflanzung: Ende Mai bis Ende Juni. Freilandaussaat: Mitte Mai bis Mitte Juni. Saatabstand: 100 x 50 cm, 6 bis 8 Korn pro Saatstelle. Aussaattiefe: 3 cm. Ernte: nach 80 bis 90 Tagen. Boden: pH-Wert 6,0 bis 7,5. Dünger: chloridarme Dünger verwenden, keine frischen Kalkungen, kein Stallmist. Gute Nachbarn: Gurken, Kohlarten, Rettich, Radieschen, Salate, Sellerie und Tomaten. Schlechte Nachbarn: Erbsen, Lauch, Zwiebeln, Knoblauch. Verwandte Arten wie andere Bohnen z. B. Puff- und Prunkbohnen und alle Erbsensorten nicht nacheinander anbauen! Fruchtfolge-Tipp: (in der zeitlichen Abfolge einer Gartensaison auf gleichem Beet): Kopfsalat, Stangenbohnen.
Gesät wird erst, wenn die Stützstangen (max. Länge 2,50 m) aufgestellt sind.
Gekreuzte Stützstangen-Konstruktionen sind nur in windigen Lagen erforderlich. Sie werfen während des Bewuchses zu viel Schatten und machen eine Mischkultur unmöglich.
Um Krankheiten vorzubeugen (Pilzbefall), sollten Bohnen bei Regen nicht angefasst werden.
Erntegrundsatz: Wer viel pflückt, erntet mehr! Je Stange kann man rund zwei Kilogramm grüne Hülsen erwarten.

Tomaten
Anzucht: im Töpfchen: Mitte März bis Mitte April. Pflanzung: Ende Mai bis Anfang Juni. Pflanzabstand: 40 bis 80 cm. Ernte: nach 70 bis 80 Tagen. Boden: pH-Wert 5,2 bis 7,0. Dünger: keine frischen Kalkungen und chloridarme Dünger verwenden. Gute Nachbarn: Bohnen, Kohlarten, Lauch, Möhren, Radieschen, Rettich, Sellerie, Zwiebeln, Petersilie. Schlechte Nachbarn: Erbsen, Gurken, Fenchel, Kartoffeln. Verwandte Arten wie Paprika, Peperoni, Auberginen, Kartoffeln nicht nach- einander anbauen. Fruchtfolge-Tipp: (in zeitlicher Abfolge für eine Gartensaison auf gleichem Beet): Lauch, Tomaten, Feldsalat.
Die "Paradiesäpfel" wachsen in großen Kübeln oder Putzeimern besser als im Gartenbeet, wenn Sie sie immer an die sonnigste Stelle am Haus und bei schlechtem Wetter unters Dach stellen.
Tomaten sind Selbstbestäuber. Sie können dem Ernteertrag etwas nachhelfen, wenn Sie die Tomaten- pflanze während der Blüte - hin und wieder - etwas schütteln.
Verärgern Sie Ihre Tomate beim Wässern nicht! Nichts hasst die südamerikanische Vitaminbombe mehr als nasse Früchte (platzt auf!) und feuchtes Laub! Vorsicht - Pilzgefahr!
Um die Entwicklung des Haupttriebes und der Fruchtstände zu gewährleisten, müssen die Nebentriebe entfernt, d.h. "ausgegeizt" werden. Die Nebentriebe bilden sich in den Blattachseln und müssen entfernt werden, sobald sie mit den Fingern zu fassen sind. Keine Messer zum Ausgeizen benützen, sonst droht Krankheitsübertragung!
Grüne Tomaten, die vor dem ersten Frost geerntet werden, reifen im Haus nach. Wichtig: Der Lagerplatz muss dunkel sein!
Freilandtomaten bleiben gesünder, wenn man zwischen den Reihen oder rund um Einzelpflanzen mit 30 cm Mindestabstand Zwiebeln pflanzt.

Zwiebel
Anzucht: im Töpfchen: Mitte März bis Mitte April. Freilandaussaat: Mitte März bis Mitte April. Pflanztiefe: 2 cm. Reihenabstand: 25 cm. Anbau von Steckzwiebeln: März. Ernte: nach 100 bis 150 Tagen (je nach Sorte!). Boden: pH-Wert 6,8 bis 7,5. Dünger: keinen frischen Stallmist verwenden. Gute Nachbarn: Gurken, Möhren, Salate, Tomaten. Schlechte Nachbarn: Bohnen, Kohlarten. Verwandte Arten wie Lauch, Spargel, Knoblauch nicht nacheinander anbauen. Fruchtfolge-Tipp: (in zeitlicher Abfolge für eine Gartensaison auf gleichem Beet): Zwiebel, Rettich.
Zwiebeln brauchen stets einen warmen Standort. Wo keine günstigen Voraussetzungen für Zwiebelsaat herrschen, kann man Steckzwiebeln setzen.
Zwiebeln sind reif, wenn sich die Außenhäute hellbraun verfärben. Das Laub darf nicht niedergetreten werden! Es stirbt dadurch nicht eher ab, aber die Lagerfähigkeit wird beeinträchtigt. Mit der Grabgabel werden die Zwiebeln aus der Erde ausgegraben und gehoben. Sie werden noch an Ort und Stelle ausgelegt, um zu trocknen und nachzureifen. Wichtig: Zwiebeln dürfen nach der Ernte nicht mehr nass werden - also vor Regen schützen.
Lagern Sie die Zwiebeln in einem luftigen, trockenen und frostfreien Raum. Zum Aufhängen kann man Zwiebeln bündeln oder zu Zöpfen flechten. In diesem Fall schneidet man das Laub nicht ab.
Zwiebeln mit dicken Hälsen sind nicht zum Lagern geeignet - nach Möglichkeit bald verbrauchen.

Willkommen an der Salat-Bar!

Kopfsalat:
Mit seinen zarten Blättern ist er die ungeschlagene Nr. 1 im Beet! Die modernen Sorten erreichen nicht nur größere Köpfe, sondern sind resistent gegen verschiedene Krankheiten. Die Freilandsaat geht von April bis September. Dieser Zeitraum gilt auch für vorgezogene Pflanzen. Der Pflanzabstand sollte mindestens 30 cm sein. Achten Sie darauf, dass das "Herz" (Mitte der Blattrosette) nicht zu tief in die Erde kommt.

Eissalat:
Die kompakten Köpfe des knackigen Eissalates gewinnen immer mehr Liebhaber. Denn er ist nicht nur - im wahrsten Sinne des Wortes - "knackig-frisch", sondern auch würziger als der Kopfsalat. Neben den grünen Sorten gibt es auch rötliche mit etwas lockeren Köpfen wie "Rouge grenobloise". Eissalat ist eine Form des Kopfsalats, wird wie dieser angebaut.

Pflücksalat:
Dieser Salat ist nur uns Hobbygärtnern vorbehalten! Da er nur ganz frisch zu genießen ist, kann ihn kein Gemüsehändler anbieten. Er wird in Reihe gesät. Wenn die Pflänzchen 5 bis 10 cm hoch sind, beginnt man, sie zu verziehen. Alle 20 bis 25 cm bleibt eine Pflanze. Wer das Vereinzeln über längere Zeit hinzieht, hat 5 bis 6 Wochen lang regelmäßig frischen Salat.

Schnittsalat:
Von Mitte Mai bis Mitte Oktober füllt er unsere Salatschüsseln. Er wird 2 bis 3 cm hoch abgeschnitten, damit er wieder nachtreiben kann. Auch hier bieten sich sehr unterschiedliche Wuchsformen, Blattformen und Farben an.

Chicorèe:
Der zartbittere Geschmack zeichnet diesen Salat aus. Er wird Mitte Mai in der Reihe mit 30 cm Abstand ausgesät und später auf 15 cm vereinzelt. Im Oktober wird der Chicorèe mit der Grabgabel aufgenommen, die Blätter abgeschnitten und die Wurzeln aufrecht und dicht nebeneinander in Plastikeimer gestellt. Das Ganze wird mit Erde aufgefüllt. Nach sechs Wochen können die ersten gelbweißen Zapfenköpfe geschnitten werden.

Kopfsalat: Bitte Abstand halten!
Es ist wissenschaftlich belegt: Unser beliebter Kopfsalat braucht viel Platz zum Wachsen! So beeinflussen unterschiedliche Standweiten den Ertrag und die Gesamtentwicklung des grünen Vitaminspenders. Salatköpfe, die mit großem Abstand gepflanzt werden - also 35 auf 35 cm - bekommen ein durchschnittliches Gewicht von 490 g. Welche Auswirkung 5 cm haben können, zeigt der Gewichtsunterschied: Die Salat- pflanzen - wohlgemerkt dieselbe Sorte, derselbe Boden und dasselbe Klima - die etwas dichter gepflanzt wurden, hatten 40% weniger Gewicht! Außerdem sind "weiträumig" gepflanzte Salate früher erntereif.

Im April fällt der Startschuss
Damit die Vitaminbar gut gefüllt ist, können wir im April mit der Anzucht von Salat beginnen. Eine Ausnahme gibt es: Der Radichio darf erst Mitte Juni ausgesät werden. Damit die teilweise noch strengen Nachttemperaturen dem Salat nicht schaden, sollten Sie den Samen entweder in ein Frühbeet oder in ein mit Folie geschütztes Freibeet säen. Damit der Salat rasch heranwächst und sich schön zart entwickelt, muss die Saat von Anfang an regelmäßig gewässert werden. Sobald die Wetterfrösche im Radio schönes Wetter mit angenehmen Temperaturen ankündigen, dürfen Sie dem Salatnachwuchs frische Luft zukommen lassen. Offnen Sie am Morgen die Klappe des Frühbeetes oder schieben Sie die Folie hoch! Doch bitte nicht vergessen: Abends wollen es die Salatköpfchen immer schön warm haben - also Klappe und Folie zu!


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