Damit Sie nichts verpassen: Frühling ’Prêt-à-porter’

Stell dir vor, es ist Frühling – und nichts blüht. Ganz schön schwer, sich das vorzustellen, denn die Farbenpracht der Tulpen und das leuchtende Gelb der Narzissen gehören zum Frühling einfach dazu. Für viele Menschen ist der Beginn einer neuen Gartensaison ohne sie nicht denkbar, und doch passiert es immer wieder: Pflanzzeitpunkt im Herbst verpasst, irgendwie kam der Winter zu schnell, es war zu kalt und – ruckzuck – war es zu spät, um noch Zwiebeln und Knollen zu pflanzen. Sie müssen noch vor dem Beginn des Frostes in die Erde, denn sie brauchen Kälte für ihre optimale Entwicklung.

Ein Trick rettet die Frühlingsgefühle

Doch keine Sorge, auch wer im Herbst nicht dazu gekommen ist, für den Frühling vorzusorgen, kann Gartenbeete, Balkonkästen oder Schalen und Kübel in fast allen Farben des Regenbogens oder dezent Ton-in-Ton erblühen lassen. Der Frühling in Töpfen ist die Lösung für den, der die Pflanzzeit im vergangenen Herbst verpasst hat. Wie schrieben doch die Trendexperten einer großen englischen Zeitung über die Dinge, die zur Zeit „in“ sind: „Blumenzwiebeln ’Prêt-à-porter’: Kauf’ einfach Hyazinthen und Narzissen, die bald blühen, und ab ins Beet damit – es fällt gar nicht auf, dass sie dort nicht schon im letzten Herbst gepflanzt wurden.“

 

So wird der Frühling gemacht

In Gärtnereien, in Gartencentern und bei Floristen sind jetzt kurz vor der Blüte stehende Zwiebeln in Töpfen in großer Auswahl erhältlich. Sie wurden von den Gärtnern mit einer speziellen Temperaturbehandlung vorzeitig zum Wachstum angeregt: Tiefe Temperaturen gaukelten ihnen den Winter vor, und durch die anschließenden höheren Temperaturen wurden die Zwiebeln dann auf den Frühling eingestimmt. So entwickeln sie die Anlagen zur Blütenbildung unabhängig von den Temperaturen, die draußen herrschen, und die ersten Zwiebelblumen blühen schon im Winter. Bis in den April hinein sind Tulpen, Narzissen und Co in Töpfen erhältlich.

Dieser Frühling kann überall stattfinden

Diese vorgetriebenen Zwiebeln bringen nicht nur frische Farben ins Haus, die meisten dieser Frühstarter können auch gut im Garten wachsen. Sie sind ideal, um Beete zu verschönern, in denen sonst noch nichts blüht. Wichtig ist, dass diese Frühlingsblumen keinen zu extremen Klimabedingungen ausgesetzt sind, wie z.B. austrocknendem starken Wind oder zu großen Temperaturschwankungen. Weil sie klein und kompakt sind, eignen sie sich bestens zur Bepflanzung von Kästen und Kübeln: Einfach nur die Plastiktöpfe, in denen sie gekauft wurden, vorsichtig entfernen und die Zwiebelblumen einpflanzen. Pflanzgefäße müssen Wasserabzugslöcher haben, damit überschüssiges Regenwasser abfließen kann, denn die Zwiebeln leiden unter zuviel Nässe. Jetzt können sich Balkon, Terrasse und auch der Hauseingang in frühlingshaften Farben zeigen, ohne dass schon Monate vorher Gefäße mit Zwiebeln bepflanzt werden müssen – eben ein Frühling ’Prêt-à-porter’!

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