Wer im Herbst Blumenzwiebeln pflanzt, kann sich einige Monate später über blühende Krokusse, Narzissen und Tulpen freuen. Doch wer den richtigen Pflanzzeitpunkt verpasst hat, muss nicht leer ausgehen, denn in Gärtnereien und Gartencentern gibt es den Frühling zum Mitnehmen: Blumenzwiebeln in kleinen Töpfen, die durch eine spezielle Temperaturbehandlung schon eher blühen als ihre in Gartenerde gepflanzten Geschwister.
Diese Zwiebeln zeigen bereits die Blütenknospen und entwickeln sich an ihrem neuen Standort schnell zu ihrer vollen Schönheit. So kann auch der, der zu den spontaneren Menschen gehört und dem frühzeitige Planung nicht liegen will, die Blüten des Frühlings genießen. Im Winter stehen viele Pflanzgefäße ungenutzt im Schuppen, im Keller oder in einer Ecke auf dem Balkon. Sie können schon vor Beginn der Gartensaison mit frischer Gartenerde und vorgetriebenen Blumen- zwiebeln zu neuem Leben erwachen und Balkon, Terrasse oder den Hauseingang verschönern. Dazu werden die Zwiebeln vorsichtig aus ihren kleinen Töpfen genommen und dann in Blumenkästen oder andere Gefäße gepflanzt. Wichtig ist, dass Abzugslöcher für überschüssiges Gieß- oder Regenwasser vorhanden ist, damit keine Staunässe entsteht. Es kann auch sinnvoll sein, das Gefäß auf kleine Tonfüßchen zu stellen, damit sich das Wasser nicht unter dem Boden staut. Am besten stehen die bepflanzten Töpfe oder Kästen an einer Stelle, an der man sie auch von drinnen gut sieht.
Schwebende Gärten
Mit Blumenampeln gewinnt der Garten noch mehr an Leben. Sie bringen Farbe in dunkle Ecken und in kleinen Gärten wird der Platz besser genutzt. Auch Zwiebel- blumen können auf diese Weise die dritte Dimension erobern. Im Handel gibt es Hängekörbe, die bepflanzt werden können und die sich an der Decke, an einem Dachvorsprung oder an einem Haken an der Wand befestigen lassen. Improvisieren Sie! Ein ausrangierter Korb oder sogar ein Küchensieb lassen sich nutzen, wenn man sie mit einem Tuch oder anderem Gewebe auslegt, um das Herausrieseln der Erde zu verhindern. Damit sich die Körbe beim Bepflanzen nicht hin und her bewegen, stellt man sie am besten in einen Eimer oder ein anderes passendes Gefäß, das Halt bietet. In der kalten Jahreszeit muss sowohl bei Hängekörben wie auch bei Blumenkästen darauf geachtet werden, dass die Pflanzen nicht austrocknen.
Bunt wie der Regenbogen
Das Angebot vorgetriebener Blumenzwiebeln wird von Jahr zu Jahr größer. Während es früher vor allem vorgetriebene Hyazinthen, Tulpen und Narzissen in Töpfen gab, kommen inzwischen immer mehr Zwiebel- blumen dazu, wie Vorfrühlingsanemonen (Anemone blanda) und Porzellanblümchen (Puschkinia), die mit ihren markanten Blütenformen zusätzliche Abwechslung bieten. Die Palette der Farben wird ebenfalls immer reichhaltiger; es gibt sowohl kräftig leuchtende Farben als auch wunderschöne Pastelltöne im Sortiment. Wer sich gegen Ende des Winters spontan für blühende Frühlingsimpressionen entscheidet, kann aus dem Vollen schöpfen