Blumenzwiebeln ausgetrickst –
Frühlingsgefühle im Winter

Wenn es draußen nass, grau und ziemlich kahl ist, lässt sich der Winter drinnen umso lustvoller zelebrieren: Mit Hyazinthen, Tulpen und Narzissen,die im Topf blühen .

Der Gärtner bezeichnet die jetzt in Töpfen erhältlichen Frühlingsboten oft als „vorgetriebene Blumenzwiebeln“, weil die Zwiebeln durch eine besondere Behandlung früher blühen als jene draußen in den Gärten. Die Zwiebeln wurden durch eine Temperaturbehandlung in der Gärtnerei ausgetrickst: Kühle Temperaturen gaukelten ihnen den Winter vor, und danach ansteigende Temperaturen „programmierten“ die Zwiebeln vorzeitig auf Frühling.

Aus dem Vollen schöpfen

Blumenzwiebeln im Topf gibt es in einer Fülle von Blütenfarben: Narzissen vor allem in leuchtenden Gelbtönen, Tulpen unter anderem in warmem Rot- und Orangenuancen, Traubenhyazinthen bringen das Blau des Himmels in die Wohnung und duftende Hyazinthen gibt es in Weiß, Creme, Gelb, Rosa, Rot, Blau und Violett. Dazu kommen Zwiebelblumen, die bisher bei uns noch relativ unbekannt sind, wie der ursprünglich aus Südafrika stammende Milchstern Ornithogalum dubium. Er hat sternförmige, orangefarbene Blüten. Die ebenfalls aus Südafrika stammenden Kaphyazinthen (Lachenalia) haben sogar mehrfarbige Blüten, zum Beispiel in leuchtendem Gelb und Rot oder Rot und Grün.

Leuchtende Winterblüher mit üppigem Flor schaffen kleine Inseln der Ruhe. Reinweiße Chrysanthemen sorgen für winterlichen Zauber, egal ob es gerade schneit oder doch nur regnet. Weiße Tulpen sind ein stilvoller Tischschmuck – und das ganz ohne Engelshaar oder Plastik-Rentier. Auch schön zum „guten Porzellan“ macht sich ein Arrangement aus zartgelben Narzissen mit filigranen kleinen Blüten. Der Dolden-Milchstern oder Stern von Bethlehem (Ornithogalum umbellatum) ist ein ebenso perfekter Begleiter für die Vorweihnachtszeit. Seine zierlichen schneeweißen Blüten muten fein und festlich an. Nicht minder stimmungsvoll sind Zwiebelblumen in warmen Farben, wie dunkelviolette Fritillarien oder samtrote Amaryllis, die in kürzester Zeit schöne Blüten entwickeln. Toll ist auch die Hyazinthe: Sie sieht nicht nur eindrucksvoll aus mit ihren romantisch-verspielten blauen, rosa oder weißen Blütentürmen, sondern sie erweitert dazu das typisch winterliche Gemisch aus Plätzchen- Orangen- und Zimtduft um eine völlig neue Note. Schon eine oder zwei Hyazinthen reichen aus, um einen Raum mit Blütenduft zu füllen. Die Hyazinthe gibt es über die klassischen Farben hinaus auch mit roten, violetten oder gelben Blüten. In einem weißen Gefäß leuchtet sie gutgelaunt aus dunklen Zimmerecken und hilft so mit Leichtigkeit gegen jegliches Winterstimmungstief.

Hyazinthen

NarzissenBeachten Sie auch unseren Film-Beitrag unter:
http://www.gartenmagazin-tv.de/

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