Wie der Herr, so das G'scherr

Das Geräte 1 x 1
Für alle im Garten anfallenden Arbeiten ist eine Grundausstattung an Werkzeug notwendig. Treffen Sie die Auswahl der Geräte so, dass Sie nur solche kaufen, die auch später immer wieder Verwendung finden. Halten Sie sich an den Grundsatz: Lieber wenige, dafür gute! Schließlich sollen die Gartenwerkzeuge etliche Jahre halten und helfen.

Geräte für die Boden-Maniküre

Spaten:
Über ein Drittel aller Arbeiten entfällt auf die Grabearbeiten. Ob zum Pflanzen von Bäumen und Gehölzen, zum Herausnehmen von Stauden, zum Abstechen von Rasenkanten oder zum Umgraben - der Spaten ist unersetzlich. Besonders bewährt haben sich die nicht rostenden Edelstahlspaten - etwas teuer, aber pflegeleichter!

Grabgabel:
Sie ist schon bei der Gartenneuanlage unentbehrlich, um die "Dauerunkräuter" aus der Erde zu holen. Boden lockern, Komposthaufen umsetzen, Ernte von Wurzel- und Zwiebelgemüse und Umsetzen von Stauden sind - nur um einige Aufgaben zu nennen – die Einsatz- möglichkeiten der Grabgabel.

Kultivator, Grubber und Krail:
Diese Geräte eignen sich hervorragend zur Bodenbearbeitung. Es ist nicht notwendig, alle drei Geräte zu besitzen – eines jedoch sollten Sie sich unbedingt zulegen! Alle lockern mit ihren gebogenen Zinken – 3 bis 5 an der Zahl – mühelos verkrustete Erde auf.

Hacke:
Lockern und Lüften des Bodens, Rillen ziehen sowie Unkrautbekämpfung, das ist das Arbeitsgebiet der Hacke. Die Hacken sind so konstruiert, dass man während der Arbeit problemlos rückwärts gehen kann. So bleibt der Boden locker liegen und wird nicht mehr festgetreten.

Rechen:
Mit dem Rechen werden die Beete eingeebnet, saatfertig gemacht oder für die Pflanzung vorbereitet. Auch Steine lassen sich damit leicht abrechen. Je nach Größe auch zum Einsammeln von Grasschnitt und Laub geeignet.

Fächerbesen:
Nach dem Rasenmähen lässt sich mit den Feder- stahlzinken des Fächerbesens das Gras problemlos aus dem Rasen kämmen. Laub und Steine sind damit gut aus den Beeten zu holen.

Geräte mit System
Empfehlenswert ist der Kauf von sogenannten "Kombi- system-Geräten" (ein Stiel und mehrere Vorsatzgeräte). Sie lassen sich vielfältig kombinieren und einsetzen. Das spart Anschaffungskosten. Achten Sie beim Kauf auf die Stiellänge und -art. Ein langer Stiel, zug- und drehsicher mit dem Vorsatzgerät verbunden, ist für "ziehende Arbeiten" (z.B. Lockern und Lüften des Bodens) ge- eignet. Kürzer sollte der Stiel bei hackender Arbeitsweise sein (z.B. beim Aufreißen von schweren Böden, Entfernen von Unkrauthorsten), um eine größere Kraftübertragung zu gewährleisten.

Geräte für schnittige Angelegenheiten
Wer Schnittmaßnahmen an Obstbäumen und -Sträuchern durchführt, braucht eine Baumsäge für größere Äste, eine Baumschere für Äste und Zweige und ein Messer (Hippel) zum Glattschneiden der Schnittwunden. Universell einsetzbar ist die Gartenschere oder Rosenschere. Sie beschneidet Obstgehölze, Rosen und Ziersträucher. Kaufen Sie nur Scheren mit einem sogenannten "ziehendem Schnitt" - sie liefern glättere Schnitte als herkömmliche. Zum Rückschneiden der Hecken ist die Hand-Heckenschere zu empfehlen. Achten Sie auf den Wellenschliff der Messer und auf leicht regulierbare Messervorspannung. Eine ausreichende Messerlänge (etwa 21 bis 26 cm) ist für einen sauberen Schnitt unerlässlich.

Bitte schön scharf!
Werden Heckenblätter durch stumpfe und mangelhafte Messer statt sauber geschnitten nur abgequetscht, bilden sich in kürzester Zeit hässliche, bräunliche Ränder!

Kampf dem Rost!
Gartenarbeit macht mit gepflegtem Handwerkszeug doppelt Spaß! Deshalb sollten Gartengeräte nach jedem Einsatz gründlich gereinigt werden. Wenn Wasser zum Reinigen eingesetzt werden musste, ist auch sorgsames Abtrocknen erforderlich, damit sich kein Rost ansetzt. Ist dies dennoch einmal passiert, hilft ein Topfreiniger oder die Drahtbürste beim Entfernen. Das Abreiben mit dem ölgetränkten Lappen macht die behandelten Flächen wieder glatt.

Der richtige Rasenmäher
Auf kleinen Flächen bis 100 m2 können Sie ohne weiteres auch mit einem Handrasenmäher arbeiten. Dieser Spindelmäher schneidet das Gras ähnlich wie eine Schere. Der Nachteil dieses Mähertypes ist, dass sich lange Gräser in der Spindel verwickeln. Aber dafür arbeitet er geräuscharm und ohne Abgase. Dies gilt auch für die wartungsarmen Elektromäher. Diese verfügen wie die Benzinmotormäher (werden zum Teil bereits umweltfreundlich bleifrei betrieben) über einen Messerbalken. Das scharfe Flügelmesser dreht sich wie ein Propeller und schneidet das Gras - egal in welcher Höhe - wie eine Sense.

Der Schliff für grasige Kanten
Da Gras sich nicht an die vorgegebenen Grenzen hält und somit über die Kanten wächst, wird eine Rasenschere benötigt, um die Rasenränder sauber nachzuschneiden. Bequemer geht es mit dem elektrisch betriebenen Trimmer.

Schwere Geschütze: Spritzen
Um den Kauf einer Spritze kommt man kaum herum, wenn sich Schädlinge explosionsartig im Garten vermehren. Denn auch die chemiefreien Kampfmittel wie Brühen und Jauchen müssen ausgespritzt werden.

Freie Bahn für helfende Brühen!
Verstopfte Düsen an Spritz- oder Sprühgeräten sind ein Ärgernis, wenn man sich mit Schwung an die Arbeit machen will. Machen Sie es sich zur Regel, die Düsen nach der Arbeit in heißem Wasser (mit einem Schuss Spülmittel) einzuweichen. Mit feinen Nadeln (eventuell auch Büroklammer) werden die Öffnungen durchgestochen und die Dichtungen kontrolliert. Erst wenn alle Teile völlig angetrocknet sind, werden sie wieder zusammengebaut!

Wasser marsch!
Der Wasserschlauch gehört genauso zur Grundaus- stattung wie die Gießkanne. Die Länge des Schlauches sollte bis in den entferntesten Winkel ihres Grundstückes reichen. Qualität macht sich auch hier schnell bezahlt: Schläuche ohne Gewebe bekommen bald Knicke und werden schnell spröde. Die Gießkanne sollte mindestens 10 Liter fassen.

Tatort Geräteschuppen
Zugegeben: Es macht keinen Spaß, aber hin und wieder muss der Geräteraum bzw. -schuppen aufgeräumt und gesäubert werden. Die beste Zeit: Zwischen Weih- nachten und Neujahr! Denn die Bewegung tut gerade nach den Feiertagen gut und man startet ins neue Jahr mit einem guten Gärtner-Gewissen! Alle Geräte, Düngemittel und sonstiges Gartenzubehör werden ins Freie gestellt. Kontrollieren Sie dabei die Holzstiele von Spaten und Rechen auf ihren Halt. Die Schneiden von Hacken und Messern werden auf ihre Schärfe hin überprüft. Sollte es notwendig sein, müssen die Gartengeräte gleich zur Reparatur gebracht werden, denn nur im Winter sind sie entbehrlich. Pflanzen- schutzmittel mit unleserlich gewordener Beschriftung oder Gebrauchsanweisung gehören nicht ins Regal, sondern sollten bei der Problemmüll-Sammelstelle abgegeben werden!

Der Winter Check
Vergessen Sie nicht, zu Winterbeginn beim Rasenmäher den Tank zu leeren und den Vergaser leerlaufen zu lassen – damit es im nächsten Frühjahr keine Start- schwierigkeiten gibt. Stellen Sie Ihren Schubkarren so auf, dass die Gummiräder entlastet sind und zu guter Letzt muss noch die Gießkanne so aufgehängt werden, dass kein Wasser mehr darin stehen bleibt.


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