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Ein Teich bringt Abwechslung in den Garten, weil er den unterschiedlichsten Tieren eine Lebensgrundlage bietet. Schön bepflanzt ist er auch eine Oase der Ruhe, die an lauen Sommerabenden und an sonnigen Wochenenden zum Entspannen einlädt. Ein Gartenteich muss kein Traum bleiben. Mit vorgefertigten Bauelementen oder mit stabilen Folien lässt sich der Wunsch, den Garten um das faszinierende Element Wasser zu bereichern, leicht verwirklichen. Richtig angelegt, kann sich ein Teich zu einem Biotop entwickeln, das alle typischen Lebensbereiche, die zu einem Gewässer gehören, umfasst. Nach den Wasserverhältnissen werden drei Zonen unterschieden: die Wasserzone, die Sumpfzone und die Uferzone. Daran schließt sich der vom Teichwasser nicht mehr beeinflusste Bereich des Gartens an. Jede dieser Zonen weist eine eigene, typische Pflanzengesellschaft auf, die an die jeweils zur Verfügung stehende Wassertiefe angepasst ist.
Uferrand:
Die Pflanzen haben noch keinen direkten Kontakt zum Wasser. Es eignen sich: Stauden wie Günsel (ajuga reptans), Geißblatt (aruncus sylvester), Wasserdost (eupatorium), Alant (inula magnifios), Dreimasterblume (tradescantia x andersonians). Gräser und Farne wie Pfahlrohr (arundo donax), Pampasgras (oortaderia), Rutenhirse (panicum virgatum), Federborsten~Gras (pennisetum), Bambus (sinarundinaris).

Uferzone:
Der wechselfeuchte Wasserstand schränkt die Bepflanzung deutlich ein. Es eignen sich Stauden wie Sumpfgarbe (achilie ptarimico), Sumpfdotterblume (caltha pal. »Alba«), Sibirische Wiesen-Iris (iris sibirica), Gauklerblume (mimultus luteus), Blutauge (potentilla palustre). Gräser und Farne wie Seggen (carex buchananii), Wollgras (eriophorum), Moor-Farn (dryopteris oristata), Königs-Farn (osmunda regalis).
Sumpfzone:
Die Pflanzen stehen rund 20 cm im Wasser. Es eignen sich: Stauden wie Sumpf-Calla (ca!la palustris), Sumpf-Schwertlilie (iris pseudacorus), Bach-Minze (mentha aquatica), Fieberklee (menyanthes), Zungen-Hahnenfuß (ranunculus lingua) und Gräser wie Seggen (carex pseudocyperus), Zyperngras (cyperus longus), Binsen (juncus ensifolius), Zwerg-Rohrkolben (typha minima), Winter-Schachtelhalm (equisetum hyemale).
Flachwasserzone:
Triebe, Blätter und Blüten erheben sich noch über den Wasserspiegel, trotz 50 cm Wassertiefe. Es eignen sich: Stauden wie Froschlöffel (alisma plantago aquatica), Blumenbinse (butomus umbellatus), Tannenwedel (hippuris vulgaris), Goldkeule (orontium aquaticum), Hechtkraut (pontederia cordata), Pfeilkraut (sagittaria sagittifolia) und Gräser wie Teichsimse (scirpus lacustris) und Rohrkolben (typha angustifolia).
Seerosenzone:
Je nach Wassertiefe gibt es die passende »Königin« die Seerose.
Als Schwimmblattpflanzen
empfehlen sich: Wurzelnde Pflanzen wie Wasserähre (aponogeton distachyos), Seekanne (nymphoides peltata), Wasserknöterich (polygonum amphibium), Laichkraut (potamogeton natans) und freischwimmende Pflanzen wie Froschbiss (hydrocharis morsusranae), Wasserhyazinthe (eichhornia crassipes), Wasserlinse (lemna), Wassernuss (trapa natans).
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Die Königin des Wassergartens
Zu den schönsten und auffälligsten Pflanzen für einen sonnigen Teich gehören die Seerosen (Nymphaea). Mit ihren prachtvollen, je nach Art und Sorte im Zeitraum von Mai bis Oktober erscheinenden Blüten und den großen, auf der Wasseroberfläche schwimmenden Blättern sind sie ein besonderes Schmuckstück für den Wassergarten. Seerosen sind kapriziöse Schönheiten, von einer Aura des Geheimnisvollen umgeben. Ihre Blüten sind nachts geschlossen, sie öffnen sich morgens bei gutem Wetter und schließen sich wieder bei Sonnenuntergang. Das Sortiment umfasst Seerosen für kleine, flache Wasserbecken, die sogar auf einem Balkon Platz finden können, und andere, die sich für größere Teiche eignen. Die Palette der Blütenfarben reicht von Schneeweiß über Gelb und Rosa bis hin zu Purpurrot.

Pflegetipps zu Seerosen
Warm und sonnig
Bei der Auswahl der Seerosen muss die Wuchskraft der Pflanze auf die Größe und die Tiefe des Teiches abgestimmt werden. Pro Seerose rechnet man mit 1 m2 Wasserfläche. Für große Teiche und Tiefen verwendet man wuchsstarke Sorten, schwachwachsende Seerosen eignen sich dagegen gut für flacheres Wasser und kleinere Teiche. Sie können auch in größere Teiche gesetzt werden, wenn man sie in einen Korb pflanzt und diesen höher stellt, z.B. auf ein Podest aus Steinen. Seerosen benötigen einen warmen, sonnigen Standort, um gut zu blühen. Sie sollten deshalb an eine Stelle gepflanzt werden, wo sie für mindestens 6 bis 8 Stunden am Tag Sonne bekommen.
Seerosen haben winterharte Rhizome, aus denen sie im Frühjahr neu austreiben. Wenn sie in Gefäßen wachsen, z.B. auf dem Balkon, sollten sie jedoch vor dem Winter ins Haus geholt werden, um ein Durchfrieren der Rhizome zu vermeiden. Aus dem Gartenteich müssen nur Zwergseerosen oder besonders empfindliche Sorten zum Schutz vor Frost herausgenommen werden. Es empfiehlt sich, diese Seerosen in Körbe zu pflanzen. So lassen sie sich zum Überwintern leicht und bequem aus dem Wasser nehmen. Sie können dann in einen kühlen, frostfreien Raum gestellt werden, am besten in ein mit Wasser gefülltes Gefäß, so dass die Rhizome nicht austrocknen.
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