Wasser ist Die Grundlage für alles Leben auch für die Pflanzen. Die meisten Pflanzen können selbst kurze Zeit ganz ohne Wasser nicht überleben. Deshalb wird regelmäßig gegossen. Die meisten wässern Zimmerpflanzen mit ganz normalem Leitungswasser, das jedoch vor dem Gießen abstehen sollte - aus zwei Gründen: um Zimmertemperatur anzunehmen und damit der Kalk ausfällen kann. Denn eiskaltes und kalkreiches Wasser mag nämlich keine Pflanze!

Wichtig ist, daß der sogenannte ph-Wert des Gießwassers stimmt. Die meisten Zimmerpflanzen lieben ein schwach saures Milieu zwischen pH-Wert 5,5 und 6,5.
| Der pH-Wert zeigt, ob ein Stoff sauer oder alkalisch ist. Ein Wert von 7 entspricht einem neutralen Verhalten, was beispielsweise bei destilliertem Wasser der Fall ist. Werte kleiner als 7 entsprechen einem sauren Verhalten, wobei kleinere Werte einer stärkeren Säure entsprechen. Werte größer als 7 kennzeichnen ein alkalisches Verhalten, wobei hier größere Werte einer stärkeren Lauge entsprechen. |
Beim Kauf einer Pflanze entspricht die Erde ( das Substrat) den Bedürfnissen der jeweiligen Pflanze und reagiert fast immer leicht sauer reagiert. Leitungswasser ist aus verschiedenen Gründen aber meist kalkreich und somit alkalisch und erhöht damit langsam aber sicher den pH-Wert des Substrats. Sofern man über weiches Wasser verfügt, kann man dieses wegen der geringen Salzmenge bedenkenlos verwenden; es verändert den pH-Wert des Substrats nur sehr unwesentlich. Hartes Wasser enthält hingegen vergleichsweise viele Salze und führt recht schnell zu einem zu hohen pH-Wert des Substrats. Man sollte es deshalb nach Möglichkeit aufbereiten.
Wenn Ihre Pflanze trotz bester Pflege nach längerer Zeit plötzlich gelbe Blätter bekommt oder sonstwie kümmert, könnte es daran liegen, dass der pH-Wert des Substrats zu hoch geworden ist. Denn dann können viele Nährstoffe nicht mehr in ausreichender Menge aufgenommen werden. Auch Eisen, das für die Grünfärbung der Blätter verantwortlich ist, fällt hierunter. Statt Eisendünger zuzugeben, sollten Sie besser versuchen, den pH-Wert in den günstigen Bereich zurückzubringen. Denn wirklicher Eisenmangel ist selten. Umtopfen ist hier die einfachste und gefahrloseste Möglichkeit.
Mein Tipp:
Bei hohem Kalkgehalt des Leitungswassers geben Sie einen Schuss Essig ins Gießwasser!
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Pflanzen nehmen Wasser sowohl über die Wurzeln als auch die Blätter auf. Deshalb mögen es fast alle Pflanzen gern, wenn sie nicht nur gegossen, sondern zusätzlich ab und zu einmal abgeduscht oder mit Wasser eingenebelt werden. Hierzu ist aber nur kalkarmes Wasser geeignet. Ansonsten bilden sich auf den Blättern unschöne Kalkringe, die nicht nur die Optik stören, sondern u.U. auch die feinen Blattspalte in ihrer Funktion behindern.
Das Wässern ist eine Angelegenheit, die leider oft völlig falsch durchgeführt wird. Jede Pflanze hat eigene Ansprüche an das Wässern, die man kennen muss. Allgemein lässt sich sagen, dass fast alle Pflanzen empfindlich darauf reagieren, wenn der Wurzelballen ständig im Wasser steht. Diese Gefahr ist insbesondere bei Übertöpfen ohne Abzugsloch gegeben, in denen sich überschüssiges Gießwasser sammelt, ohne dass man dies von außen erkennen kann. Deshalb sollte man einige Minuten nach dem Gießen durch Herausheben des Pflanztopfs kontrollieren, ob sich im Übertopf kein Wasser in nennenswerter Menge gesammelt hat und dieses ggf. ausgießen.
Wichtig ist, dass man das Substrat an der Oberfläche ruhig einmal gut abtrocknen läßt, bevor man erneut, dann aber durchdringend Wasser zuführt. Ideal ist, wenn man nicht gießt, sondern den kompletten Wurzelballen in ein größeres Gefäß mit Wasser untertaucht, so daß er sich so richtig vollsaugen kann, bis keine Luftbläschen mehr aufsteigen (Tauchmethode). Durch die periodische Änderung zwischen feucht und fast trocken erhält die Pflanze einerseits genügend Wasser, andererseits besteht nicht die Gefahr, daß die Wurzeln zu faulen beginnen. Denn wenn der Wurzelballen vor dem Gießen ziemlich trocken war, wird nach dem Gießen sehr schnell das Zuviel an Wasser verbraucht, so daß sich schon kurze Zeit danach eine günstige Feuchtigkeit des Substrates von selbst einstellt.