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Japanische Gärten zeichnen sich durch ihre Schlichtheit und Symbolkraft aus. Die Dimensionen selbst spielen kaum eine Rolle, dagegen sind einige zentrale Elemente unverzichtbar. Das Prinzip lautet schlichte Gestaltung kombiniert mit wenig Material. Einen japanischen Garten anlegen heißt "ishi wo tatsu" = Steine aufstellen. Steine bedeuten festes Land, und geharkte Kiesflächen oder Kies symbolisieren Wasser, das zentrale Thema der Gestaltung. Dank dieser Symbolik sind sowohl die Teiche als auch die Flussbetten trocken, eine Alternative zur Gestaltung mit Wasser. Denn alle natürlichen Wasserelemente sind nicht nur extrem pflegeaufwendig sondern auch kostspielig.
Im Frühjahr jedoch werden sie von üppigen Blüten geschmückt. Dann blühen dort Kirschbäume in weiß und rosa.
Das Torhaus

Japanische Gärten sind ein in sich geschlossener Mikrokosmos (Kekkai) und so hat das Tor und das Torhaus eine besondere Funktion: Den Garten von der Außenwelt abzugrenzen.
Gleichsam verlassen wir beim Überschreiten der Schwelle die profane Welt und betreten eine Landschaft von Symbolen, welche letztlich die eigene Seelenlandschaft darstellt oder besser: darstellen sollte!

Steine, Pflanzen und Wasser sind die wichtigsten Bestandteile der Gestaltung eines japanischen Gartens. Sie sind nie zufällig arrangiert, sondern haben jeweils eine besondere Bedeutung: Der Betrachter wird aufgefordert, den Garten aufmerksam zu begehen. Verstärkt wird es zudem durch plötzliche Änderung des Bodenbelages des Weges, der übrigens nie gerade ausgerichtet ist, sondern sich stets geschlungen durch Grundstück zieht.
Wie zusammenfließendes Wasser soll der Besucher in die Verschmelzung der Elemente Harmonie finden. Japanische Gärten versuchen die Fülle und Schönheit der Natur in einem Garten zu vereinen und zu visualisieren. Die Gärten sind Orte des Schweigens und des Schauens und des Friedens.

Wasserfall:
Wasserfälle sind ein zentrales Gestaltungselement japanischer Gärten sie verkörpern die kosmischen Energie. Mit dem Wasserfall eng verbunden steht das Symbol des Karpfen, der den Wasserfall überspringt. Das Wasser ist das Leitmotiv der Gärten. Ein Wasserfall bildet als Quelle den Ursprung. Das Wasser fließt durch einen Rasen. Dieser Wasserlauf symbolisiert den Lauf der Geschichte, bevor der Bach in einen kleinen Teich fließt, der die Gegenwart widerspiegelt.
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Steine
Der Steingarten ist der Hauptgarten des japanischen Gartens und wird im Stil eines Trockengartens errichtet. Kare-san-sui ( jap. = Berg ohne Wasser) ist ein japanischer Steingarten. Dieser Trockengarten besteht aus Kies, Steinen und Felsbrocken. Mit Ausnahme von Moosen und Farnen werden keine Pflanzen verwendet. Auch wird auf Wasser verichtet, dieses wird durch in den Kies gerechte Muster angedeutet. Das Rechen dieser Felsengärten durch Zen-Mönche wird als Meditation verstanden. Im klassischen Meditationsgarten soll der Besucher zur Ruhe kommen und ganz bei sich und der Natur sein. Starke optische Reize würden nur stören und ablenlen.

Wasserlinien:
Die Wasserlinien, die mit der harke gezogen werden, können natürliche Strukturen wie Bäche oder andere Gewässer symbolisieren, genau wie in richtigen Gärten. Wichtig hierbei ist, dass möglichst kein Anfang oder Ende der Linien zu sehen ist. Die Muster sollten immer so angelegt werden, dass die Linien ineinander übergehen oder die Steine hervorheben.

Steine
Die Anordnung der Steine sollte keine geometrische Form ergeben, ganz in Anlehnung an die zufällige Struktur der Natur. Auch sollte keine gerade Anzahl von Steinen verwendet werden. Meist sind es fünf oder sieben Steine, die Gruppen zusammengefasst oder auch einzeln platziert werden. Dabei sollten die zu Gruppen zusammengefasst oder auch einzeln platziert werden. Dabei sollten die Wasserlinien um die vorher platzierten Steine herumfließen.
Die Variante, zuerst die Linien in den Sand zu zeichnen und danach die Steine zu platzieren, entspricht nicht dem Abbild aus der Natur.
Ebenfalls aus Stein ist das bekannteste Zierwerk der japanischen Gärten die Laterne.
Die Steinlaternen stammen aus den buddhistischen Tempelgärten Japans, wo sie oft in langen Reihen als Votivgabe angeordnet sind. Sie dienen nicht wirklich zur Beleuchtung, da sie selten angezündet werden. Die Laternen sind Schmuck und Symbol für etwas Heiliges, für ein Gefühl der Pietät.
Reduktion auf das Wesentliche das ist die Philosophie des Japanischen Gartens. Es geht mehr um Formen als um Farben. Da bunte Blumen durch ihre Farben ablenken sind sie in diesen Gärten selten zu finden, wichtiger sind wie gesagt - die Formen, die harmonisch und rund sein sollten. So setzen Samthortensien einzelne farbige Akzente in einer aus Grünpflanzen, Steinen und Wasser gestalteten Landschaft. Nur im Frühjahr verwandelt die Kirschblüte den garten in ein Meer aus weißen und rosa Blüten.
Japanische Gärten haben die Besonderheit, dass sie Ausnahme sind die Trockengärten
sich im Wechsel der Jahreszeiten verändern und durch die typischen Blütengehölze über das Jahr ihr Stimmungsbild oft grundlegend wechseln. Dem Japaner gelingt dies oft mit den spärlichsten Mitteln der Andeutungskunst. Gerade dies ist für uns schwer nachzumachen!
Typisch für japanischen Garten:
Kiefern Bonsai Steinlaternen - Steinhortensien
Im Zusammenklang und der Kombination mit der entsprechenden Bepflanzung entsteht so ein Landschaftsbild, das sich wie ein Landschaftsgemälde nicht mehr verändern soll.
Beachten Sie auch unseren Film-Beitrag unter:
http://www.gartenmagazin-tv.de/
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