Im Namen der Rose

Allein von der Rose (Rosa) gibt es mehr als 30.000 Sorten und jedes Jahr kommen allein in Deutschland rund 60 neue hinzu! Mit Blüten in leuchtendem Rot, Gelb, Weiß oder Pastelltönen – keine Farbe, die es nicht gäbe. Außer Blau, daran arbeiten Rosenzüchter in der ganzen Welt.

Verzaubern lassen mit Duftrosen

Für viele Menschen spielt der Duft der Rose eine große Rolle. Eine schmückende Duftrose ist zum Beispiel 'Poker®'. Sie blüht weiß mit zartrosafarbener Blütenmitte und duftet nach Pfirsich. Rosig duftende, korallenrote Blütenblätter zeigt die Edelrose 'Duftwolke®'. Einen intensiven Duft verströmt auch die Edelrose 'Alexandra®'. Ihre gefüllten Blüten sind gelb mit einer kupfrig-orangefarbenen Tönung. Die Beetrose 'Schneeflocke®' verzaubert mit Duft und reinweißen, halbgefüllten Blüten. Durch ihren buschigen Wuchs eignet sie sich gut für Rabatten. Zu den kletternden Ramblerrosen gehört 'Bobby James®'. Sie wächst bis zu neun Meter in die Höhe und rankt dekorativ um Torbögen und in lichte Bäume. Ihre weißen Blüten sind gefüllt und duften intensiv.

Kletterrosen – im Team noch schöner

Gemeinsam hoch hinaus

 

Blütenfülle auf kleinstem Raum

Blühende Kletterpflanzen können auf verhältnismäßig kleinem Raum für erstaunlich viel Farbe sorgen, weil sie sich die dritte Dimension erobert haben. Märchenhafte Gartenbilder entstehen durch Rosen, die im Sommer blütengeschmückt Lauben oder Torbögen umranken. An eine Hauswand gepflanzt, bieten sie Fenstern und Türen einen blütenreichen Rahmen. Einige Kletterrosen-Sorten, für die oft der englische Begriff „Rambler“ verwendet wird, besitzen besonders lange, weiche und dünne Triebe. Sie können sogar wie Lianen in lichte, alte Bäume klettern und überziehen sie mit einem romantischen Blütenschleier. Um sich an einer Kletterrose zu erfreuen, ist ein Garten gar nicht unbedingt notwendig – eine kleine, weniger als einen Quadratmeter umfassende freie Ecke am Haus reicht schon. Wichtig ist, dass die Rose ihre langen Wurzeln ungestört in die Tiefe wachsen lassen kann, um sich mit Wasser zu versorgen. Außerdem benötigt sie eine Kletterhilfe, denn sie kann nicht wie Efeu oder Wilder Wein selbstständig an Wänden in die Höhe wachsen.

Für Pavillons oder blühende Wände

Bei den Kletterrosen unterscheidet man zwischen einmalblühenden und öfterblühenden Rosen. Die Einmalblühenden, zu denen auch die meisten Rambler gehören, zeigen sich schon im Juni und Juli in ihrem dichten Blütenkleid. Sie sind außerordentlich wuchsfreudig und können durchaus Höhen von 5 bis 6 Metern erreichen. Mit ihren weichen, biegsamen Trieben sind sie ideal, um an Pergolen oder Pavillons empor zu wachsen. Die öfterblühenden Kletterrosen erreichen zumeist nur Höhen von 2 bis 3 Metern. Ihre Triebe sind steifer und weniger flexibel als die der einmalblühenden Rosen. Sie können deshalb besser an eine Hauswand gepflanzt werden, die sie vom Juli bis in den November hinein mit ihren Blüten schmücken.

Spannende Farbkontraste mit Clematis

Abwechslung entsteht selbst auf kleinstem Raum, wenn man diese Rosen mit anderen Kletterpflanzen kombiniert. Ein interessanter Partner, der mit seinen leuchtend gelben Blüten schon im Februar und März Farbe in den Garten bringt, ist der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum). Eine Vielzahl gestalterischer Möglichkeiten bieten sich bei einer Kombination mit Clematis, von denen es zahlreiche Sorten mit blauen Blüten gibt – eine Farbe, die bei Rosen nicht auftritt und die sich deshalb gut für kontrastreiche Farbkombinationen eignet. Clematis sind Kinder des Waldrandes. Dieser Ursprung erklärt auch die besonderen Standortansprüche dieses aparten Kletterers: Die Blüten streben zum Licht, während der Wurzelbereich im Schatten liegen muss. Er lässt sich kühl halten, indem man ihn mit Steinen oder Mulch abdeckt.

Clematis lieben einen kühlen Fuß

Schöner und natürlicher ist eine Fußbepflanzung mit Stauden, die niedrig bleiben und viel Sonne vertragen, wie zum Beispiel der purpurlila blühende Dost (Origanum laevigatum). Diese im Sommer blühenden, je nach Sorte bis 50 Zentimeter hohen Pflanzen sind nicht nur als Schattenspender wertvoll, sie locken auch Schmetterlinge an. Der 30 Zentimeter hohe Garten-Gamander (Teucrium) und niedrige Glockenblumen (Campanula) eignen sich mit ihrem dichten Wuchs ebenfalls gut, um den Boden um die Clematis herum zu beschatten.

Pflegetipps zu Kletterrosen

Kletterhilfe notwendig

Die Bezeichnung „Kletterrosen“ ist etwas irreführend, denn die typischen Kletterrosen können nicht selbstständig klettern, sondern sind auf Unterstützung angewiesen. Damit sie Halt finden, sofern sie sich nicht in alten, gutverzweigten Bäumen selber ihren Weg suchen, müssen sie an die Pergola oder an ein Spalier angebunden werden. Wichtig ist, dass das Bindematerial nicht in die Rinde einschneidet.

Möglichst waagerecht leiten

Die Blüten der Kletterrosen bilden sich an den Seitentrieben. Werden die Haupttriebe beim Binden möglichst waagerecht oder bogenförmig geleitet, bilden sich mehr Seitentriebe als bei straff aufrecht wachsenden Trieben. Sollen die Rosen eine Hauswand schmücken, empfiehlt es sich deshalb, sie nicht zwischen die Fenster zu pflanzen, sondern darunter. Durch die nun waagerecht geleiteten Triebe wird die Blütenfülle schon in Bodennähe gefördert.

Einmalblühende Kletterrosen nicht im Frühjahr schneiden

Kletterrosen werden in erster Linie nur ausgelichtet. Außerdem müssen abgestorbene Triebe entfernt werden. Beim Zeitpunkt für einen Rückschnitt ist zwischen einmal- und öfterblühenden Rosen zu unterscheiden: Die einmalblühenden Rosen bilden ihre Blüten an den im vergangenen Jahr entwickelten Trieben. Sie werden deshalb am besten direkt nach der Blüte im Sommer geschnitten, damit sich noch vor dem Winter neue Triebe für die Blüte im nächsten Jahr bilden können. Öfterblühende Sorten schneidet man dagegen im Frühjahr.
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