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So beliebt die schmackhaften Kräuter schon immer waren, so sehr steckt - nach menschlichem Aberglauben - magische Kraft in ihnen. So ist es auch zu erklären, warum der Weg vom Kräuterweibchen bis zur Hexe oft kurz war. Welche Überraschungen wird es wohl in Norddeutschland gegeben haben, wo "Petersilie und Soppenkruut" als empfängnisverhütend angesehen wurden. Bei Majoran und Bohnenkraut wahrsagten die kräuterkundigen Damen: "reyzten zur Unkeuschheit". Sollte der erotische Erfolg ausbleiben, so konnte nur ein kleines Thymiansträußchen schuld sein. Denn Thymian soll die Mädchen vor Verführung schützen - die Erfolgsquote ist leider nicht bekannt. Mit Kräutern konnte man sich nicht nur vor den Dingen des Lebens schützen, sondern auch vor Hexen. So pfuschten mehrere Kräuter der Damen den magischen Kräften ins Handwerk. "Baldrian, Dost und Dill, kann die Hex' nicht, wie sie will". Interessanterweise gab es aber diese Kräuter auch bei den "Hexen" zu kaufen. Da mag der Teufel sich noch auskennen ...
Wichtig: Gute Planung
Kräutergärtchen sind zu schön und wichtig, als dass sie es verdienen, in den hintersten Winkel verbannt zu werden. Zudem werden Kräuter oft rasch in der Küche gebraucht. Deshalb sollten sie in der Nähe des Hauses und über kurze, befestigte Wege erreichbar sein.
Ohne Sonne geht nichts!
Die meisten unserer Kräuter sind "Kinder der Sonne" und häufig aus den südlichen Ländern zu uns gekommen. Suchen Sie deshalb ein sonniges Plätzchen. Vor allem unsere beliebten Südländer wie Thymian, Rosmarin und Oregano - um nur ein paar zu nennen erreichen nur mit Sonne volles Aroma, höchste Würzkraft und beste Heilkräuter-Eigenschaften.
Verwöhnen Sie Augen und Nase
Nicht nur wegen ihrer Würzkraft, sondern auch wegen ihrer Schönheit sind Kräuter beliebt. Man denke nur an die faszinierenden, weißrosa Blütendolden des Baldrian, den violetten Traum des Lavendels oder die filigrane Schönheit der Dill-Blüten. Lassen Sie die südlichen Kräuter in der Nähe der Terrasse wachsen, dann weht an lauschigen Sommerabenden ein Hauch von Provence vorüber.
Die richtige Beetvorbereitung u. Pflanzung
Meist genügen schon 1 bis 2 m2, um einen reichhaltigen Kräutergarten anzulegen. Graben Sie 2 bis 3 Wochen vor dem Pflanzen der Kräuter das Beet um und entfernen Sie sorgfältig alle "unerwünschten Kräuter" (Unkräuter). Achten Sie beim Einpflanzen darauf, dass die Kräuter nicht zu dicht stehen. Meist werden nur enggedrängte Beete von Schädlingen und Krankheiten heimgesucht.
Kräuter lieben Dünger nicht
Arbeiten Sie Dünger oder Komposterde nur auf extremsten Standorten ein. Denn je nährstoffreicher der Boden ist, desto stärker schießen die Aromaträger ins Kraut. Ihre volle Würzkraft bekommen die Kräuter auf kargen Böden. Übrigens: Kräuter lieben es, wenn der Boden hin und wieder etwas gelockert (siehe "Geräte- 1 x 1) und Unkraut gezupft wird.
Vorne die Kleinen, hinten die Großen
Um die Ernte zu erleichtern, ist es zweckmäßig, dass Sie die niedrigwüchsigen Kräuter, wie z.B. Schnittlauch und Thymian, nach vorne und die hochwüchsigen, wie z.B. Salbei und Dill, nach hinten setzen.
Ein Solo für Langlebige
Trennen Sie die "Langlebigen" von den "Kurzlebigen"! Kräuter, wie z.B. Liebstöckel und Schnittlauch, gehören zu der Gruppe der Mehrjährigen (siehe "Kräuterportrait". Ihre Wurzelstöcke treiben, falls die oberirdischen Teile absterben, im Frühjahr wieder neu aus. Damit nun diese Gruppe nicht durch die jährlichen Neupflanzungen der Einjährigen, wie z.B. Bohnenkraut oder Dill, gestört wird, sollten Sie die Gruppen untereinander nicht mischen.
Kräuter auf dem Laufsteg
Genauso gut im Würzen, aber viel schöner - auf diesen kurzen Nenner sind die farbenprächtigen "Brüder" unserer Kräuter zu bringen, die meist in Stauden- gärtnereien angeboten werden. Da gibt es z.B. rot- blättriges Basilikum, goldgelben Origano, silberfarbenen Wermut. Die Standort- und Pflegeansprüche der bunten Kräuter sind dieselben wie die der "Grünen".
Vorsicht vor den Unterdrückern
Einige Kräuter - unter ihnen Estragon und Minze haben einen so gewaltigen Ausbreitungsdrang, dass alle anderen einfach unterdrückt werden. Bieten Sie diesen Gewürzen Paroli, in dem Sie sie in einem Plastikeimer ohne Boden setzen. Als wahrer Nährstofffresser ist Liebstöckel (Maggikraut) bekannt, da er allen Pflanzen seiner Umgebung die Nährstoffe wegnimmt. Deshalb gebührt ihm stets ein Eckplatz.
Chemie-Einsätze sind tabu!
Entweder sind es die ätherischen Öle oder aber der Duft der Kräuter, die Schädlinge Abstand nehmen lassen. Falls sich doch einmal Läuse ins Kräuterbeet verirrt haben sollten, dürfen Sie keine Chemie anwenden. Die Schädlinge lassen sich meist mit einem Wasserstrahl abspülen. Stark befallene Triebe werden einfach mit der Schere abgeschnitten. Bei einer Invasion von Schädlinge können Tees, Brühen und Jauchen eingesetzt werden. Wichtig: Warten Sie mindestens 4 bis 6 Wochen bis zur nächsten Ernte ab und waschen Sie die Kräuter gründlich vor dem Verarbeiten.
Ziehen Sie Ihre Kräuter an
Unseren würzigen Südländern ist die Frühlingssonne in den meisten Fällen nicht warm genug. Deshalb sollten Sie die Kräuter auf der Fensterbank vorziehen. Ebenso wie bei der Aussaat von Blumen- und Gemüsesamen (siehe "Anzucht") sind Temperatur und Feuchtigkeit der Erde ein wesentlicher Bestandteil des Erfolges. Achten Sie jedoch gerade bei den Kräutern darauf, ob es sich um einen Licht- oder Dunkelkeimer (siehe "Kräuterportrait" handelt. Lichtkeimer werden nicht in die Tiefe gedrückt, sondern bleiben auf der Bodenoberfläche liegen!
Vermehrung nur an trüben Tagen
Gleich vier Möglichkeiten bietet die Welt der Kräuter an, sie zu vermehren: Teilen des Wurzelballens Abtrennen der Wurzelausläufer - Schneiden von Stecklingen - Bilden von Absenkern. Wichtig für jede Vermehrungsmethode ist, dass sie nur bei trüb regnerischem Wetter oder am Spätnachmittag mit anschließend starkem Wässern vorgenommen wird. So gibt´s keine Anpassungs- schwierigkeiten.
Vier Methoden der Kräutervermehrung
1. Teilen Sie die Wurzelstöcke (z.B. von Minze, Estragon, Zitronenmelisse, Origano, Schnittlauch) ausschließlich im Herbst. Graben Sie die ganze Pflanze aus, schütteln Sie die Erde vorsichtig ab, verteilen Sie den Wurzelballen mit Messer oder Spaten und pflanzen Sie die Teile wieder ein.
2. Die Wurzelausläufer von Liebstöckel, Estragon und anderen werden im Herbst und Frühjahr mit dem Spaten durchtrennt und neu eingepflanzt. Damit der "Neuling" sich gut verzweigt, wird sein grüner Teil um die Hälfte eingekürzt.
3. Stecklinge sollten während der Sommermonate geschnitten werden. Sie müssen zum Bewurzeln in Töpfe mit einer Erde- und Sand-Mischung (50:50) gesteckt und regelmäßig gewässert werden.
4. Absenker wie beim Thymian bilden sich dadurch, dass der Stängel längere Zeit mit der Erde in Berührung kommt. Sie können diesen Bemühungen auch mit einer Klammer nachhelfen. Sobald sich die kleine Pflanze entwickelt hat, wird die Verbindung zur Mutterpflanze gekappt. Das kleine Kräutchen bekommt einen neuen Platz. Nicht vergessen: Der selbstgezogene Nachwuchs sollte den ersten Winter im Haus (kühler, heller Standort) verbringen, wird erst im Frühling ins Freie gepflanzt.
Pflege muss sein
Sperrig gewachsenen Kräutern wird mit der Schere ein neuer Facon-Schnitt verpasst - schon wegen des gepflegten Aussehens! Das kann im Herbst gemacht werden. Den Rückschnitt abgestorbener Pflanzenteile nehmen Sie im Frühjahr vor.
Mit frischen Kräutern durch den Winter
Auch in der kalten Jahreszeit brauchen Sie auf frische Kräuter nicht zu verzichten! Petersilie und Schnittlauch gedeihen auf der Fensterbank - vorausgesetzt die Kräuter können vor dem Umzug ins Haus gut durchfrieren. Stechen Sie im Spätherbst mit dem Spaten die Kräuterballen in Topfgröße aus. Lassen Sie die Ballen in den ersten kalten Nächten gut durchfrieren. Erst nach der Schockbehandlung wird der Schnittlauch oder/und Petersilie ins Haus geholt.
Vitamine aus dem Suppenteller
Zu den winterlichen Vitaminspendern zählt auch die Kresse (siehe "Kräuterportrait". Sie gedeiht selbst in einem Suppenteller auf mehrlagigem Küchenpapier als Feuchtespender. Kressesamen keimen auf einer warmen, hellen Fensterbank nach 3 bis 4 Tagen.
Der richtige Erntezeitpunkt
Ernten Sie Ihre Kräuter kurz bevor sie zu blühen beginnen. Denn zu diesem Zeitpunkt besitzen sie das meiste Aroma. Die beste Zeit sind die frühen Vormittags Stunden.
Vor dem Einlagern: Kräftig schütteln
Verwöhnte Gaumen verzichten auch während der kalten Jahreszeit nicht auf ihre Kräuter. Zum Konservieren stehen Ihnen drei Methoden zur Verfügung: Trocknen, einfrieren oder einlegen. Doch nur schöne, gesunde Blätter und Triebspitzen sind für eine längere Vorratshaltung geeignet. Schütteln Sie zunächst die Kräuter kräftig aus, damit Insekten herausfallen. Wichtig: Kräuter, die getrocknet oder eingefroren werden, darf man nicht waschen!
So bleiben Wintervorräte frisch
Trocknen:
Hängen Sie ihre Kräuter bündelweise mit den Stielen nach oben an einen trockenen und luftigen Platz. An schattigen Plätzen bleibt das Aroma besser erhalten. Sobald die Pflanze trocken ist, streifen Sie die Blätter (Stängel zwischen Daumen und Zeigefinger) vorsichtig ab und füllen Sie sie in Schraubgläser. Getrocknete Kräuter wollen stets einen dunklen Platz! Besonders gut zum Trocknen eignen sich: Bohnenkraut, Lavendel, Majoran, Pfefferminze, Rosmarin, Salbei, Thymian.
Einfrieren:
Kräuter, die im Gefrierbeutel oder in Alufolie eingefroren werden, können im ganzen oder zerkleinert eingefroren werden. Machen Sie kleine Portionen - denn einmal aufgetaut, müssen sie verwendet werden! Gehackte Kräuter lassen sich hervorragend mit Wasser im Eiswürfelbehälter einfrieren. Vorteil: Sie haben kleine Portionen, die beim Kochen einfach dazugegeben werden! Übrigens: Tiefgefrorene Kräuter verlieren nach 7 Monaten ihr Aroma! Besonders gut zum Einfrieren eignen sich: Basilikum, Dill, Estragon, Petersilie, Schnittlauch, Thymian.
Einlegen:
Vor dem Einlegen in Essig oder Öl müssen unsere Aromaträger gewaschen und vorsichtig (mit Küchenrolle oder Tuch) getrocknet werden. Sobald die Kräuter in der Flasche sind, gibt man Essig oder Öl dazu. Achten Sie darauf, dass die ganze Pflanze bedeckt ist. Die Flaschen werden verschlossen und kühl gestellt. Besonders gut zum Einlegen eignen sich: Dill, Estragon, Majoran, Rosmarin, Salbei, Thymian.
Die Spirale, das etwas andere Beet
Zur Anlage einer Kräuterspirale brauchen Sie eine Fläche von 2 x 2 m. Bauen Sie aus Bruch und Ziegelsteinen eine spiralförmige Trockenmauer nach dem Prinzip eines Schneckenhauses. Achten Sie darauf, dass die Höhe langsam ansteigt und der höchste Punkt nicht höher als 80 cm ist. Füllen Sie das Innere zunächst mit Schotter. Auf diese Unterlage kommt nun eine "Mischung" aus Erde, Kompost und Sand. Damit sich die Sonnenkinder des Südens in Ihrer Kräuterspirale wohlfühlen, sollten Sie darauf achten, dass die Erde im oberen Teil der Spirale besonders mager ist. Dort, wo die Spirale ausläuft, reichern Sie die Erde mit mehr Kompost an.
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KRÄUTERPORTRAIT
die beliebtesten Aromaspender
Anis
Einjährige Pflanze mit einer Höhe von 30 bis 80 cm. Saat und Pflanzung: Direktsaat ab Juni, Dunkelkeimer Blütezeit: Juli bis August Erntezeit: Juni bis September Ernte: junges Kraut, Samen Verwendung zu: Gemüse (Rotkohl), Salaten, Backwaren, Tee, Likör Wintervorräte: Samen- körner in gut verschließbare Gläser füllen Heilwirkung: als Tee bei Erkältungen, Magen und Darmbeschwerden. Anis-Samen werden Ende August/Anfang September geerntet, wenn die Stängel gelb werden und die Dolde sich bräunlich verfärbt. Sobald die reifen Fruchtdolden bündelweise getrocknet sind, können Sie die Samenkörner abstreifen und in Gläser füllen.
Basilikum
Einjährige Pflanze mit einer Höhe von 30 bis 50 cm Saat und Pflanzung: Aussaat ab April im Zimmer; Lichtkeimer Auspflanzen: im Mai Blütezeit: Juli bis September Ernte- zeit: Juni bis Juli Ernte: Blätter, Triebspitzen. Verwendung zu: Fleisch, Nudeln, Tomaten, Kräutersoßen (nicht mitkochen!) Wintervorräte: Einfrieren, trocknen, einlegen. Heilwirkung: bei Schlaflosigkeit, Nervosität.
Basilikum ist extrem frostgefährdet und braucht daher stets einen geschützten Platz. Der kurz vor der Blüte geschnittene Basilikum Zweig wird zuerst getrocknet und dann zerrieben.
Bohnenkraut
Einjährige Pflanze mit einer Höhe von 30 bis 40 cm. Saat und Pflanzung: Aussaat ab April; Lichtkeimer. Blütezeit: Juli bis Oktober Erntezeit: Juni bis September Ernte: Blätter, Triebspitzen. Verwendung zu: Bohnengerichten, Fleischgerichten, Kartoffeln, Eintöpfen, Salzgurken (stets mitkochen!). Wintervorräte: Einfrieren, trocknen. Heil- wirkung: als Tee gegen Blähungen, Nervosität und Magenbeschwerden. Winterbohnenkraut kann durch Stecklinge im Sommer oder Teilung im Herbst vermehrt werden.
Borretsch
Einjährige Pflanze mit einer Höhe von 40 bis 70 cm. Saat und Pflanzung: Aussaat von April bis Juni; Dunkelkeimer. Blütezeit: Juni Erntezeit: Mai bis Oktober Ernte: Blätter und Blüten Verwendung zu: Eiern, Fischgerichten, Gurken, Salaten, Kartoffeln und Soßen (nicht mitkochen!), Blüten sind essbar und sehr dekorativ Wintervorräte: nicht empfehlenswert Heilwirkung: als Tee harntreibend, schweißtreibend.
- Nehmen Sie 2 oder 3 Folgesaaten vor, dann haben Sie fast immer frische Borretsch-Blätter zur Verfügung.
Dill
Einjährige Pflanze mit einer Höhe von 60 bis 70 cm: Saat und Pflanzung: Aussaat von April bis Juni; Dunkelkeimer: Blütezeit: Juni Erntezeit: Mai bis November. Ernte: Blätter und Stängel bis zum Herbst (frisch), reife Früchte ab August. Verwendung zu: Essig, Fischgerichten, Schalen- und Krustentieren, Eiern, Mayonnaisen, Tomaten, Dillsuppe, Gewürzgurken (nicht mitkochen!) Winter- vorräte: Einfrieren, Samen trocknen, Samenstände und Blätter in Essig einlegen Heilwirkung: als Tee gegen Blähung, bei Schlafstörungen, harntreibend.
Estragon
Mehrjährige Pflanze mit einer Höhe von 60 bis 120 cm. Saat, Pflanzung und Vermehrung: Aussaat des Russischen Estragon ab März im Zimmer; Lichtkeimer, Deutscher Estragon ist nur durch Teilung vermehrbar. Blütezeit: Juli bis August Erntezeit: Juni bis August. Ernte: Blätter und junge Triebspitzen Verwendung zu: Kräuter- essig, Salaten, Quark, Kräuterbutter, Suppen, Geflügel, Soßen (nicht mitkochen!) Wintervorräte: Einfrieren, trocknen, in Essig einlegen. Heilwirkung: ist die Förderung der Verdauung und des Gallenflusses, harntreibend. Deutscher Estragon ist aromatisch, aber extrem frostempfindlich! Estragon liebt keine windigen Plätze.
Fenchel
Zwei- bis mehrjährige Pflanze mit einer Höhe von 80 bis 180 cm Saat, Pflanzung und Vermehrung: Aussaat von April bis Mai; sät sich selbst aus, Teilung im Herbst Blütezeit: Juli bis Oktober Erntezeit: August bis September Ernte: Junge Blätter im 1. Jahr, Samen ab dem 2. Jahr Verwendung zu: Junge Blätter zu Fisch, Gemüse, Salaten, Suppen (nicht mitkochen!), Samen für Tee, Backwaren, Pudding, Marinaden. Wintervorräte: Ein- frieren, einlegen, Samen trocknen und in Gläser füllen Heilwirkung: als Tee bei Magen-, Darmbeschwerden, Erkältungskrankheiten, Asthma, zum Gurgeln gegen Mundgeruch und Halsschmerzen. Fenchel nicht neben Dill und Koriander pflanzen. Schneiden Sie die Fencheldolden kurz vor dem Verfär- ben, aber noch so lange sie grün sind!
Kerbel
Einjährige Pflanze mit einer Höhe von 30 bis 50 cm Saat und Pflanzung: Aussaat von März bis August; Lichtkeimer; sät sich selbst aus Blütezeit: Mai bis August Erntezeit: Mai bis November Ernte: Bereits 6 Wochen nach der Aussaat können Blätter und Zweige geerntet werden. Verwendung zu: Suppen, Kräuterbutter, Kräutersoßen, Lamm, Tomaten, Käse, Rohkostsalate (nicht mitkochen!) Wintervorräte: Einfrieren Heilwirkung: als Tee bei Frühjahrskur, blutreinigend und harntreibend.
Koriander
Einjährige Pflanze mit einer Höhe von 40 bis 70 cm Saat und Pflanzung: Aussaat im April; Dunkelkeimer. Blütezeit: Juni bis August Erntezeit: August Ernte: Junge Blätter, Samen Verwendung zu: Salaten, Suppen-, zum Brot backen, Lebkuchen, Wurst, Pasteten, Lamm, Aal, Bestandteil von Curry. Wintervorräte: Trocknen, in Essig einlegen Heilwirkung: bei leichten Magen- und Darmleiden, bei Völlegefühl und Blähungen.
- Wer Koriander nach April aussät, bekommt keine Samen mehr! Pflücken Sie die Blätter mit Stiel. Bei der Samenernte schneiden Sie am besten die ganzen Stängel morgens, solange die Dolde noch taufeucht ist. Stellen Sie sie zum Trocknen in eine Vase, unter der Tücher ausgelegt sind. Die trockenen Körner fallen zum Teil von selbst ab!
Kresse
Einjährige, kurzlebige Pflanze mit einer Höhe von 7 bis 10 cm Saat und Pflanzung: Aussaat im Haus das ganze Jahr; Aussaat im Garten von April bis September; Lichtkeimer Erntezeit: bei Hausaussaat nach wenigen Tagen; im Garten nach 2 bis 4 Wochen. Ernte: Junge Blätter, ganz junge Pflanzen (ausgewachsene Kresse ist zu scharf!) Verwendung zu: Salaten, Eiergerichten, Quark, Suppen (nicht mitkochen!) Wintervorräte: Kresse kann nur frisch verwendet werden. Da ständige Anzucht im Haus möglich ist, entfällt die Vorratshaltung. Sobald der Sämling 5 cm hoch ist, schneiden Sie ihn einfach mit der Schere ab. Da Kresse nur frisch verwendet werden kann, sät man sie immer wieder neu an.
Kümmel
Zweijährige Pflanze mit einer Höhe von 80 bis 120 cm. Saat und Pflanzung: Aussaat von März bis April; Lichtkeimer. Blütezeit: ab Mai Erntezeit: Juni bis September Ernte: Junge Blätter im 1., Samen im 2. Jahr. Verwendung zu: Gemüse, Fleisch, Kartoffeln, Käse, Quark, Brot, Suppen, Soßen (kann mitkochen!) Winter- vorräte: Samen trocknen und in Gläser abfüllen Heilwirkung: gegen Blähungen, magenstärkend, stoff- wechselanregend. Ernten Sie im ersten Jahr nicht zu viele Blätter, damit der Kümmel nicht zu kümmern beginnt. Samen werden geerntet, sobald die Braunfärbung eingesetzt hat. Kümmel und Fenchel mögen sich nicht! Bitte nicht nebeneinander anpflanzen, da beide unter dieser Nachbarschaft leiden würden!
Lavendel
Mehrjährige Pflanze mit einer Höhe von 40 bis 60 cm Saat, Pflanzung und Vermehrung: Aussaat ab März im Zimmer, Dunkelkeimer; Stecklinge im Sommer bei noch nicht verholzten Trieben, Teilung im Herbst Blütezeit: ab Juli Erntezeit: Juli bis August Ernte: Junge Blattspitzen, Blüten Verwendung: Blätter zu Suppen, Soßen, Eintöpfen, Hammelfleisch, Kräuterbutter (kann mitkochen), Blüten für Sträuße, Duftzwecke, Tee, Kräutergeist, Badezusatz Wintervorräte: Trocknen, einfrieren oder in Öl einlegen Heilwirkung: als Tee bei nervösen Magen- und Darmstörungen, gallentreibend, gegen Blähungen und Hustenreiz. Lavendel ist ein wichtiger Begleiter unserer Rosen (siehe "Garten-Queen")! Da Lavendel stets den Drang hat, sich in der Breite "auszuleben", sollten Sie ihm einen Platz außerhalb des Kräuterbeetes zuweisen. Lavendel mit seinen blauvioletten Blüten, silbern behaarten Blättern und dem faszinierenden Duft sollte stets in der Nähe der Terrasse stehen.
Liebstöckel
(Maggi-Kraut) Mehrjährige Pflanze mit einer Höhe von 60 bis 180 cm Saat, Pflanzung und Vermehrung: Aussaat ab April; Dunkelkeimer; Teilung im Herbst Blütezeit: Juni bis August Erntezeit: Mai bis Oktober Ernte: Blätter ab dem 1. Jahr, Samen nach der Reife und Wurzel ab dem 3. Jahr Verwendung: Blätter zu Suppen, Soßen, Gemüse, Fleisch (kann mitkochen), Wurzel zu Gemüse, Omelett, Samen für Brot, Gemüse und Likör Wintervorräte: Trocknen einfrieren Heilwirkung: als Tee bei Magen und Darmbeschwerden, Sodbrennen, Blasenleiden WICHTIG: Vorsicht nierenreizend! Nicht bei Schwangerschaft trinken! Eine Liebstöckel-Pflanze reicht für eine Großfamilie! Die Wurzeln können Sie ab dem 3. Jahr problemlos halbieren. Die Pflanze verkraftet diesen Eingriff ohne zu kümmern!
Majoran Einjährige Pflanze mit einer Höhe von 20 bis 40 cm Höhe. Saat und Pflanzung: Aussaat ab Mai; Lichtkeimer, Blütezeit: Juni bis September Erntezeit: Juli bis September Ernte: Junge Blätter, Triebspitzen Verwendung zu: Tomatensoße, Schweinefleisch, Eiergerichten, Geflügel, Wurst, Pizza (nur kurz mitkochen) Wintervorräte: Trocknen, einfrieren, in Öl oder Essig einlegen Heil- wirkung: als Tee bei Magenkrämpfen, Husten.
Origano
Mehrjährige Pflanze mit einer Höhe von 20 bis 50 cm. Saat, Pflanzung und Vermehrung: Aussaat im April. Stecklinge im Sommer, Teilung im Herbst. Blütezeit: Juli bis September. Erntezeit: Juli bis September. Ernte: Junge Blätter, Triebspitzen. Verwendung zu: Fleisch, Fisch, Gemüse, Salaten, Suppen, Soßen, Kartoffeln, usw. Wintervorräte: Trocknen, Einfrieren. Heilwirkung: als Tee bei Husten, Erkältung und nervösem Kopfschmerz.
- Schneiden Sie Origano im Herbst oder Frühjahr dicht über dem Boden ab.
Petersilie
Zweijährige Pflanze mit einer Höhe von 20 bis 40 cm Saat und Pflanzung: Aussaat von März bis Mai Blütezeit: Im 2. Jahr ab Mai Erntezeit: Mai bis Dezember Ernte: Stängel, Blatt, Wurzel Verwendung zu: Fleisch, Fisch, Gemüse, Salaten, Suppen, Soßen, Kartoffeln usw. Wintervorräte: Trocknen, einfrieren. Heilwirkung: Tee aus den Wurzeln wirkt entwässernd und harntreibend.
- Petersilie keimt sehr langsam. Deshalb im Zimmer vorziehen oder bei Freilandaussaat Radieschensamen als Markiersamen (siehe "Gemüseportrait" ) beimischen.
- Kräftige Pflanzen von Petersilie eignen sich zum Eintopfen für das Küchenfenster.
Pfefferminze
Mehrjährige Pflanze mit einer Höhe von 40 bis 80 cm Saat, Pflanzung und Vermehrung: Aussaat ab März im Zimmer, Lichtkeimer; ab Ende Mai ins Beet; Wurzelausläufer, Stecklinge im Sommer, Teilung: im Frühjahr und Herbst. Blütezeit: ab Juli. Erntezeit: Mai bis November Ernte: Blätter und Triebspitzen. Verwendung zu: Früchten, Soßen, Lammfleisch, Rohkost, Quark, Gelee, Drinks, Kräuteressig, Tee, Bademittel. Winter- vorräte: Trocknen (nur bei Zimmertemperatur), Einfrieren, in Essig oder Öl einlegen. Heilwirkung: als Tee bei Magen- und Darmstörungen, Erkrankung der Atemwege. Wirkt Schmerzstillend. - Achten Sie darauf, dass die Pfefferminze keine Blüten ansetzt, damit die Pflanzen- blätter kein Aroma einbüßen!
Rosmarin
Mehrjährige, immergrüne Pflanze mit einer Höhe von 40 bis 70 cm Saat, Pflanzung und Vermehrung: Aussaat ab März im Zimmer, Dunkelkeimer; ab Ende Mai ins Beet; Stecklinge im Sommer, Teilung im Frühjahr und Herbst Blütezeit: Mai bis Juni Erntezeit: April bis September Ernte: Junge Blätter und junge Triebspitzen Verwendung zu: Fleisch, Grillgerichten, Geflügel, Fisch, Kartoffel- und Gemüsegerichten, Marinaden, Tomatensuppe (kann mitkochen) Wintervorräte: Trocknen, in Essig oder Öl einlegen. Heilwirkung: bei Magen-, Darm- und Gallen- beschwerden, niedrigem Blutdruck, als Tee nerven- stärkend: WICHTIG: Nicht bei Schwangerschaft trinken!
- Rosmarin liebt keinen Wind!
- Die südländische Schönheit liebt keinen Frost! Im Herbst kann Rosmarin in einen Topf gesetzt und im Haus hell und kühl überwintert werden.
Salbei
Mehrjährige, immergrüne Pflanze mit einer Höhe von 40 bis 70 cm. Saat, Pflanzung und Vermehrung: Aussaat ab März im Zimmer, Dunkelkeimer; ab Ende Mai ins Beet; Stecklinge und Absenker im Sommer Blütezeit: Juni bis August Erntezeit: Mai bis Oktober Ernte: Junge Blätter, junge Triebspitzen, Blüten. Verwendung zu: Fleisch, Geflügel, Eintöpfen, Tomaten, Kräuterbutter - (kann mitkochen) Wintervorräte: Trocknen, einfrieren, in Essig oder Öl einlegen. Heilwirkung: als Tee bei Husten, Mund- und Halsentzündungen, Darmbeschwerden. - Schneiden Sie den Salbei vor der Blüte in ganzen Zweigen ab und hängen Sie ihn zum trocknen auf. - Das beste Aroma hat Salbei erst im 2. Jahr.
Schnittlauch
Mehrjährige Pflanze mit einer Höhe von 20 bis 30 cm Saat, Pflanzung und Vermehrung: Aussaat ab März im Zimmer, Dunkelkeimer; Freilandaussaat ab April; Teilung im Herbst Blütezeit: ab Juli Erntezeit: April bis November Ernte: Blattröhren, Blüten Verwendung zu: Suppen, Soßen, Salaten, Quark, Fleisch, Kartoffelgerichten, Butterbrotbelag. Wintervorräte: Einfrieren Heilwirkung: durch Förderung der Verdauung.
- Schneiden Sie der Schnittlauchpflanze nicht mehr als 2/3 der Röhrchen auf einmal ab!
- Als Wintervorrat wird er im Herbst in einen Topf umgepflanzt.
Thymian
Mehrjährige Pflanze mit einer Höhe von 20 bis 30 cm. Saat, Pflanzung und Vermehrung: Aussaat ab Februar im Zimmer, Lichtkeimer; Freilandaussaat ab April; Stecklinge und Absenker im Sommer, Teilung im Herbst. Blütezeit: ab Mai Erntezeit: Mai bis September. Ernte: Junge Blätter, junge Triebspitzen. Verwendung zu: Fleisch, Wild, Eintöpfen, Pasteten, Salaten, Pizza, Pilzen, Tomaten (kann mitkochen). Wintervorräte: Trocknen, einfrieren, in Essig oder Öl einlegen. Heilwirkung: als Tee bei Magen-, Darm- und Gallenbeschwerden, Bronchitis.
- Schützen Sie Thymian vor Schnee, indem Sie ihn im Herbst zurückschneiden und mit Fichtenreisig abdecken.
Zitronenmelisse
Mehrjährige Pflanze mit einer Höhe von 60 bis 100 cm Saat, Pflanzung und Vermehrung: Aussaat ab April im Zimmer, Lichtkeimer; Freilandaussaat ab Mai; Stecklinge im Sommer, Teilung im Herbst Blütezeit: ab Juli. Erntezeit: Juli bis Oktober. Ernte: Junge Blätter, junge Triebspitzen. Verwendung zu: Salaten, Pilzen, Fisch, Geflügel, Kräutersoßen, Drinks Wintervorräte: Trocknen, in Essig oder Öl einlegen. Heilwirkung: Tee gegen Kopf- und Zahnschmerzen, Blähungen, nervöse Magen- und Darm- störungen.
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