Kürbissamen selbst gewinnen wie geht das an Besten?

Zur Gewinnung von Kürbissamen werden die Kürbiskerne mit einem Löffel vorsichtig aus der Beere geschält.. An den Kernen hängen Fäden und Fruchtfleisch, welches entfernt werden muss. Tipp: Lassen Sie die Kerne mit Fruchtfleisch in lauwarmem Wasser bei Zimmertemperatur in einem großen Glas stehen. Nach einigen Tagen fängt die Masse an zu gären an, wodurch sich das Fruchtfleisch auflöst. Dann spülen Sie die Kerne gut mit Wasser ab. Dieser Prozess garantiert eine gute Keimung. Nach einigen Tagen sollten sie soweit getrocknet sein, dass sie in Leinensäckchen oder Papiertüten den Winter gut überstehen. Die Kürbissamen erhalten ihre Keimfähigkeit fünf bis sechs Jahre lang.
Wie baut man Kürbisse selber an?
Kürbisse sind kräftig im Wuchs, deswegen gedeihen sie am besten bei voller Sonne in einem Gartenbeet mit tiefgründigem Boden.
Selbst dort, wo nur ein großer Pflanzkübel auf Balkon oder Terrasse zur Verfügung steht, ergeben Kürbisse bei richtiger Pflege kräftige Pflanzen und ansehnliche Ernten.
Beginnen Sie mit dem Vorziehen der Kürbisse Mitte April
Quellen Sie die Samen über Nacht in zimmerwarmem Wasser vor und drücken Sie anderntags je zwei Samen zwei Zentimeter tief in die Mitte eines Blumentopfes. Der Topf sollte einen Durchmesser von etwa 10 bis 12 cm haben und bis einen Finger breit unter dem Rand mit Aussaaterde befüllt sein.
Halten Sie die Aussaat an einem hellen Ort im Haus feucht, nicht nass, und bei 20 bis 25 Grad Celsius warm. Innerhalb weniger Tage keimen die Kürbissamen.
Sobald nach Mitte Mai im Freien die Frostgefahr gebannt ist und die Pflanzen neben den Keimblättern drei weitere Blätter entwickelt haben, härten Sie die Sämlinge an einem halbschattigen Ort im Freien ein paar Tage ab.
* Anschließend setzen Sie diese, je nach Wuchsstärke der Sorte, mit einem Abstand von 0,5 bis 2,5 Meter ins unkrautfreie, tiefgründig gelockerte und gut gedüngte Gartenbeet (ca. 5 l Kompost pro Quadratmeter). Geben Sie dem Kürbis einen sonnigen Standort. Er bevorzugt einen sandigen Lehmboden beziehungsweise einen lehmigen Sandboden mit mittlerem bis hohem Humusgehalt.
In einem großen Speiskübel mit kräftiger Blumenerde, Langzeitdünger, vielen Hornspänen und ausreichender Bewässerung kann der Kürbis ebenfalls auf Terrasse oder Balkon gedeihen. Gut geeignet sind außerdem großvolumige Pflanzkübel mit Wasserreservoir.
Gesundheit aus dem Garten

Mit etwa 25 Kilokalorien pro 100 Gramm Fruchtfleisch zählen Kürbisse zu den kalorienarmen Gemüsen. Ähnlich wie Melonen und Gurken bestehen sie zu rund 90 Prozent aus Wasser. Wie die der Möhre ähnelnden Farbe vieler Kürbisse schon verrät, enthalten sie nennenswerte Mengen an Carotinoiden.
Das Beta-Carotin wirkt einerseits als Vorstufe des Vitamin A (wichtig für die Augenfunktion). Andererseits sind die Carotinoide bedeutende Schutzstoffefür unsere Zellen Carotinoide gelten zudem als Schutzfaktor gegen Krebs, Herz- und Gefäßkrankheiten.

Kürbissuppe ist gesund, kalorienarm und schmeckt!
Unter den Mineralien sticht Kalium (ca. 300 mg pro 100 g Fruchtfleisch) hervor, das den Flüssigkeitshaushalt des Körpers regelt. Kürbisse liefern auch wertvolle Ballaststoffe, die unsere Verdauung regeln und gegen manche Krankheiten schützen können. In geringeren Mengen enthält Kürbisfleisch auch Calzium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Zink, Selen, Vitamin E und C sowie B-Vitamine.
Außerdem ist Kürbis reich an so genannten sekundären Pflanzenstoffen, und enthält neben den Carotinoiden so genannte Phytosterine. Das sind pflanzliche Hormone, die beispielsweise gutartige Prostatavergrößerungen in ihrem Heilungsprozess unterstützen können.
Kürbiskerne sind als Samen kalorienreich: 100 Gramm enthalten gut 500 Kalorien und mehr als 45 Gramm Fett.

Mit einer Portion von 20 Gramm nehmen Sie also die Energiemenge einer Zwischenmahlzeit und etwa so viel Fett wie ein Esslöffel Öl auf. Das Fett der Kürbiskerne zählt jedoch mit rund 50 Prozent ungesättigten Fettsäuren zu den wertvollsten Pflanzenölen und erleichtert dem Körper die Aufnahme der Nährstoffe aus dem Gemüse.
Das aus den Kürbiskernen gewonnene Kürbiskernöl ist reich an Vitamin E und enthält etwa 19 Prozent gesättigte, 28 Prozent einfach und 53 Prozent mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Es hat einen intensiven Eigengeschmack und ist nicht hoch erhitzbar. Das Öl eignet sich vor allem für Salate und Rohkostgerichte und sollte am besten im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Halloween Jack O. lässt grüßen

Halloween wurde am Vorabend von Allerheiligen vor allem in Irland gefeiert. Der Bräuche rund um das Fest basieren auf der uralten Legende von Jack O' Lantern. Jack hatte den Teufel betrogen, sodass er weder im Himmel noch in der Hölle Einlass fand. Dies fand selbst der Teufel so schrecklich, dass er Jack O. eine Rübe mit glühenden Kohlen aus dem Höllenfeuer für die ewige Wanderschaft schenkte. Seitdem wandelt seine verdammte Seele mit der Laterne durch die Dunkelheit.
Diese Wanderschaft durch die Dunkelheit hielt als Brauch in Amerika Einzug. Nur dass man dort Kürbisse statt Rüben als Laterne benutzte. Von denen gab es mehr und sie waren größer. Irgendwann schnitzte man schließlich Fratzen in die Kürbisse und es entstanden die legendären Jack-O-Laternen. Im Spätherbst bewirtete man nun traditionell "Besucher aus dem Jenseits" mit Kürbissen.

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Fotos: Buschmann&Winkelmann, IPP - NED.Work, Julia C. Modery