Zapfen finden Sie im Winter überall: Bei Spaziergängen im Wald, zur Dekoration von Weihnachtsgestecken und Adventskränzen. Selbst in Delikatessengeschäften werden jetzt im Winter Pinienzapfen angeboten, deren schmackhafte Kerne begehrt sind. In den Zapfen der Nadelbäume befinden sich oft noch zahlreiche Samen, die keimfähig sind. Also: Ziehen Sie sich Ihr Bäumchen selbst!
Reife Zapfen erkennen Sie daran, dass die Schuppen geöffnet sind. Viele Nadelgehölze produzieren aber auch in halbreifen Zapfen bereits keimfähige Saat. Grundsätzlich aber sollten die Zapfen schon braun und trocken sein. Wenn sie am Boden liegen, sind vielleicht schon einige Samen von Tieren gefressen worden. Aber wenn die Zapfen in einen warmen Raum gebracht werden, lösen sich alle Schuppen und geben den restlichen Samen frei. Falls sich harte Zapfen (wie die einiger Kiefernarten, die sich in ihrer Heimat erst nach Waldbränden öffnen) unbezwingbar zeigen, können Sie für kurze Zeit im Ofen bei 50°C behandelt werden. Schütteln Sie die Samen heraus oder ziehen Sie sie mit einer Pinzette aus den Zwischen räumen. Viele Koniferensamen hängen an kleinen pergamentartigen Flügeln, die die Verbreitung mit dem Wind über kurze Strecken fördern sollen. Das Anhängsel stört bei der Keimung natürlich nicht.
Für die Keimung ist es von Vorteil, den Samen erst zu stratifizieren: Dazu muss er in feuchten Sand oder Torf gebettet und in einem Plastikbeutel verstaut etwa drei Wochen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Jetzt im Winter kann die Saat auch im Freien stehen. Dort sollte die Temperatur aber nicht unter 1°C sinken. Oft beginnen die Samen schon im Beutel zu keimen.