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Wie verzaubert wirken die mit Raureif überzogenen Blätter und Gräser …
Wer glaubt, der winterliche Garten habe nichts zu bieten, der irrt: Wer sich mit offenen Augen auf dessen Faszination einlässt, entdeckt auch in der vierten Jahreszeit Gartenbilder, wie sie Künstler nicht schöner schaffen könnten.

Was üppiges Grün im Sommer verbirgt, tritt in der vierten Jahreszeit deutlich hervor - Schmuckelemente wie die verspielt wirkende Statue, die japanische Steinlaterne und vor allem viele Gehölze und Stauden werden jetzt zum malerischen Blickfang. Gerade im winterlichen Garten, in dem wenig blüht und Strukturen besonders auffallen, üben Immergrüne wie Schneeball, Buchs oder Ilex und natürlich die Nadelgehölze einen ganz besonderen Reiz aus - vor allem, wenn es über Nacht geschneit hat und sie mit einer pudrigen Schneeschicht bedeckt sind.

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Wintergrünen Stauden wie zum Beispiel der Taubnessel gibt Raureif reizvolle Konturen. Es lohnt sich, im Herbst nicht übereifrig alles Welke herunterzuschneiden: die dekorativen Samenstände von Stauden wie Hortensien, Herbst-Sedum oder Silberblatt, viele Gräser oder niedrig wachsende Blattschönheiten wie zum Beispiel die Walzenwolfsmilch haben mit Eiskristallen überzuckert eine wunderschöne Silhouette und erinnern an feinste Handwerkskunst.
Unser Tipp: Wer seinen Garten ganzjährig genießen will, der läßt sich vom Landschaftsgärtner die verschiedenen Jahreszeiten mit ihrem eigenen Charme planen! Der Landschaftsgärtner greift nur korrigierend in den Kreislauf ein; die Natur selbst zeigt sich als die große Künstlerin: Sie formt, gestaltet, überrascht - ihre Kunst ist anregend für die Fantasie, bietet Abwechslung vom Alltag und entspannt Körper und Seele. In harmonisch gestalteten Gärten sind die Übergänge zwischen Kunst und Natur fließend. Zu allen Zeiten bilden Gärten den Rahmen, in dem Kunst, Poesie, Musik und Malerei entstehen. In der kalten Jahreszeit fallen ganz andere Dinge ins Auge als dann, wenn alles grünt und blüht. Strukturen und Kontraste stehen an erster Stelle: In Form geschnittene immergrüne Gehölze wie Buchsbaum und Koniferen (Nadelgehölz)treten im winterlichen Garten besonders in den Vordergrund.

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Durch eine dünne Schnee- oder Rauhreifschicht werden die Umrisse und Formen noch verstärkt. Auch einige Laub abwerfende Pflanzen wie die Korkenzieherhasel haben im Winter ihren eigentlichen Auftritt und zeigen ihre wunderbar gewundenen Stämme. Ebenfalls einige Weiden, die leuchtend rote, gelbe oder orangefarbene, oft spiralförmig gedrehte Zweige haben, sind blattlos noch interessanter als im Sommer. Die vertrockneten Teile vieler Ziergräser sind besonders schön, wenn sie mit Schnee oder dichtem Winter reif bedeckt sind und Tausende weißer Eiskristalle in der Sonne funkeln lassen. Bei Bambus und vielen Staudengewächse sowie bei Engelwurz, Hortensien, Zierlauch und Pampasgras lässt man am besten die Stängel mit den abgestorbenen Spitzen und die auffälligen Blütenstände bis zum Frühjahr stehen.