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In vielen Geschichten der Scheherazade spielt auch der Garten eine große Rolle der Orientalische Garten! Ein orientalischer Garten steht für die Gärten verschiedener Länder -von Nordafrika bis Indien- die durch den Islam verbunden sind.
Mit den Beschreibungen des Paradies im Koran wurden Gärten zu einem wichtigen Element der islamischen Kultur basierend auf altpersischen Grundformen, die regional abgewandelt wurden.

Diese Miniatur aus dem Jahre 1680 zeigt einen Garten aus Dschalalabad, der nach dem traditionellen Muster des „tschahar bagh“ angelegt wurde. Mit Wasserkanälen, die den Garten in 4 Quadranten einteilen und in Wasserbecken münden.
Noch heute ist ein traditionell islamischer Garten ein Ort der Harmonie, ein irdisches Paradies.
Geometrie und Proportionen sind Symbol der Einheit, der Ordnung und der Konzentration des Raumes auf „die Quelle des Lebens“.
Die Gestaltung
Als eine Grundform altperischer Gartengestaltung gilt der caharbagh (cahar: vier , bagh: Parzelle), der umfriedete und von Wasserläufen und Wegen viergeteilte Garten, der später auch Eingang in
islamaische Schriften gefunden hat: Laut Koran besteht das Paradies aus vier zu zwei Paaren gruppierten, umfriedeten Gärten, in welchen
symbolische Pflanzen wachsen: Feigen und Granatäpfel, Oliven und Datteln. Neben diesen vier Früchten gibt es auch vier Quellen. Ein System sich kreuzender Wege verläuft entlang von Kanälen, die die vier Ströme des Lebens repräsentieren: Wasser, Milch, Wein und Honig.

Dieser Orientalische Garten der vier Ströme hat an allen vier Seiten Tore sogenannte „Bab´s“ mit großen Holztüren. Man betritt ihn durch durch das große bab-al-janan das „Tor des Gartens“ Der Orientalische Garten ist immer von Mauern umgeben er ist somit ein Gartenhof ein „riyad“.
Die Mauern spenden Schatten, schützen vor Winden und verhindern so das Austrocknen der Pflanzen und die Verunreinigung des Wassers. Denn Schatten, Windschutz und Wasser bilden gerade in trockenen und heißen Gebieten die Voraussetzungen für Pflanzenwachstum und somit auch für die Lebensgrundlage für den Menschen.
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Die Pflanzenwelt
Die vier „Quadranten“ sind die Orte des Geschehens im paradiesischen Garten! Hier herrscht eine Vielfalt aus Farben und Düften. Nach alten Regeln sind hier auf engem Raum schöne und nützliche Pflanzen angeordnet.

In der heißen, kargen, oft wüstenähnlichen Landschaft des Orients schufen die Gestalter erlesene Gärten voller Pracht und Fülle ein Kontrast zur Wüstenlandschaft. Die Bepflanzung orientierte sich einerseits an den menschlichen Bedürfnissen nach Schatten, Farbe, Duft und Geschmack und andererseits an dem Bedürfnis nach Schönheit. Letztlich sind diese Gärten daher eine Verbindung von Zier- und Nutzgarten, wobei das Schöne mit dem Nützlichen kombiniert wird. Im Orientalischen Garten werden deshalb Ziergehölze, Stauden, aromatische Kräuter, Rosen und exotische Obstgehölze nebeneinander gepflanzt. Hierzu gehören Orangen, Granatapfel, Mispel, Oliven, Quitten, Maulbeerbäume und selbstverständlich auch Palmen, darunter Zwergdattelpalmen und Hanfpalmen. Für weitere Duft- und Farberlebnisse sorgen Flieder, Jasmin, Oleander und großblütige Magnolien.
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Der Kontrast zwischen diesem scheinbaren Durcheinander der Natur und den strengen Ornamenten drum herum ist der eigentliche
Reiz des Gartens, Jahrhunderte alt und doch aufregend neu.
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Ohne Wasser kein Paradies
Wasser ist das Lebenselement ! Ohne das feuchte Nass kann nichts wachsen und gedeihen. Zudem sorgt es für Kühle und Wohlbefinden. Somit durchzieht das Wasser den ganzen Garten und spiegelt in Kanälen und Becken das Licht.

Der Pavillion im Zentrum, dessen Decke mit farbigen Ornamenten reich verziert ist, beherbergt eine Brunnenschale, die Quelle des Gartens. In allen vier Himmelsrichtungen führen vier Strömen gleich Brunnenbecken von ihr fort.
Auf der Ost- West Achse gibt es Wasserbögen (sie symbolisieren den Lauf der Sonne), auf der Nord- Süd Achse zieren Wassersäulen die Kanäle.
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Das Wort pairidaeza stammt aus dem Altpersischen und heißt Ummauerung, Einfriedung und war der Begriff für den Garten. Der Begriff persische Gärten bezieht sich somit auf eine seit mehr als 3000 Jahren überlieferte Art, Gärten anzulegen. Diese hatten derartige Wirkung, dass der altiranische Begriff für Garten Paradaidha als „Paradies“ in viele europäische Sprachen sowie auch ins Hebräische entlehnt wurde, wo bis heute der Ausdruck Pardes verwendet wird.
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