Pflanzenporträt: Palmfarn

Amaryllis

Es ist kein Farn- es ist keine Palme! Ihr Name: Palmfarn

Cycas – sein deutscher Name ist Palmfarn, stammt ursprünglich aus Südostasien. Es ist ein Dinosaurier unter den Pflanzen – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Früher, zu Zeiten von Tisaurus Rex und Co, gab es viele Cycas-Arten, die sogar auf der Speiseliste dieser Echsen standen Cycas  ist nicht nur von seiner Entwicklung her ein Fossil, sondern auch die einzelne Pflanze kann sehr alt werden. Botaniker gehen sogar von mehreren hundert Jahren aus. Heute beschränkt sich das käufliche Angebot auf eine einzige: Cycas revoluta.  Zwar findet man vor allem im asiatischen Dschungel wild wachsend noch einige weitere Arten, doch für die Kultur im Zimmer sind sie bedeutungslos. Wie der umgangssprachliche Name schon sagt, ist Palmfarn eine Weiterentwicklung der Farne, ohne aber die Evolutionsstufe der Palmen zu erreichen, also mitnichten eine Palme, als die er oft bezeichnet wird. Dieses Fossil gehört wie die Palmen zu den modernen Blütenpflanzen, anstatt sich wie die Farne über Sporen fortzupflanzen. Leider ist die Altersbestimmung schwierig, weil Palmfarn wie auch Palmen keine Jahresringe besitzt. Das Wachstum ist extrem langsam. Meist dauert es ein bis zwei Jahre, bis sich endlich ein neuer Blattkranz bildet. Und bis sich ein richtiger beschuppter Stamm entwickelt, gehen viele Jahre ins Land. Immerhin eignet sich der Palmfarn gut zum Vererben- er wird problemlos mehrere Hundert Jahre  alt. Die Blätter der Pflanze sind hart und ledrig. Das signalisiert, dass er trockene Luft verträgt.

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Licht: Palmfarn möchte einen hellen, möglichst vollsonnigen Standort. Nach der Überwinterung sollte er jedoch erst langsam an die Sonne gewöhnt werden, weil er sonst Sonnenbrand bekommen kann.

Temperatur: Am liebsten hat es der Palmfarn sehr warm, widersteht gleichzeitig aber auch problemlos kalte Nächte um den Gefrierpunkt. Ratsam ist, die Pflanze erst dann von Balkon, Terrasse oder Garten einzuräumen, wenn Nachtfröste angekündigt sind. Die Überwinterung sollte in einem kühlen Raum, der nicht notwendigerweise sehr hell sein muss, um 5 °C erfolgen. Bei höherer Temperatur muss man auch genügend Licht anbieten.

Bitte beachten Sie: Während der Ausbildung der Wedel darf die Pflanze keiner Standortveränderung unterzogen werden. Auch das Drehen des Topfes muß vermieden werden, weil sonst die Wedel krumm wachsen. Einzig die Verbringung vom Zimmer ins Freie ist sinnvoll und ratsam, sofern die Temperaturen dies zulassen.

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