Echte Quitte (Cydonia oblonga)

Jetzt ist Erntezeit und es lohnt sich, auch auf Wildobstgehölze oder etwas in Vergessenheit geratene Obstarten und -sorten zu achten. Sie bieten ungewöhnliche Geschmackserlebnisse, denn ihre Früchte, auch in verarbeiteter Form, gehören nicht zum Standardsortiment im Handel. Die Echte Quitte (Cydonia oblonga) ist so ein fast vergessenes Obstgehölz, das man nur noch recht selten in Gärten sieht. Dabei hat dieser Baum viel zu bieten: einen interessanten Wuchs, schöne Blüten und aromatische, leuchtend gelbe, apfel- oder birnenähnliche Früchte. Die Quitte ist ein attraktiver Obstbaum auch für kleinere Gärten, denn sie wird nur etwa vier bis sechs Meter hoch. Die weißen bis zart rosa überhauchten, dunkel geaderten Blüten erscheinen im Mai, im Herbst reifen die sonnengelben, duftenden Früchte. Man unterscheidet nach ihrer Form in Apfel- und Birnenquitten. Apfelquitten sind im allgemeinen härter als Birnenquitten, dafür aber etwas aromatischer. Direkt vom Baum gepflückt sind Quitten zu hart, um gegessen zu werden, doch verarbeitet sind sie eine Delikatesse, zum Beispiel als Marmelade oder Gelee.
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Holunder (Sambucus)

Auch die Früchte des Schwarzen Holunders (Sambucus nigra) sind erst genießbar, wenn sie verarbeitet wurden, zum Beispiel zu Saft, Wein, Likör, Gelee oder Marmelade.
Der Holunderstrauch gehört zu den so genannten Wildobstgehölzen. Das sind fruchttragende Bäume oder Sträucher, die bisher kaum züchterisch bearbeitet wurden. Der Schwarze Holunder war früher viel in Bauerngärten zu finden und die Beeren wurden wegen des hohen Vitamingehaltes gerne als Hausmittel bei Erkältungskrankheiten verwendet. Er fällt im Mai/Juni schon von weitem wegen der großen locker-duftigen Blütenstände auf, die aus unzähligen kleinen rahmweißen Einzelblüten bestehen. Es gibt mittlerweile verschiedene Garten-Holundersorten, darunter einige mit besonders großen Früchten. Die glänzend schwarzvioletten Beeren reifen je nach Sorte ab August bis September/Oktober. Normalerweise sind die Blätter des Holunders grün, doch es gibt interessante Neuzüchtungen, und so werden mittlerweile auch immer mehr Holunder wegen der interessanten Farbe rötlich oder gelb oder der Form ihrer Blätter gepflanzt.
Preiselbeeren (Vaccinium)

Preiselbeeren (Vaccinium vitis-idaea) haben ähnliche Standortansprüche wie Rhododendren, denn sie sind kalkempfindlich und wachsen am besten auf saurem, humosem Boden. Die Früchte der Preiselbeere sind herb-sauer und werden meistens in gekochter Form verwendet, z.B. mit überbackenem Camembert oder als Beilage zu Wildgerichten. Sie sind leuchtend rot und reifen etwas später als die Heidelbeeren. Wegen der ganzjährig grünen Blätter sind die kleinen Preiselbeersträucher ideal, um auch im Winter Farbe in den Garten oder auf den Balkon zu bringen. Wachsglocke (Kirengeshoma palmata)
Fotos: PdM
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