|

Erfolg ist keine Frage der Größe. Klein zu sein kann Punkte bringen, z.B. wenn es um die ’Blumenzwiebel des Jahres’ geht. Die Tulpe ’Red Riding Hood’, zu deutsch ’Rotkäppchen’, misst nur etwa 20 cm und ist doch eine von den ganz Großen. Niederländische Blumen- zwiebelspezialisten haben sie zur ’Blumenzwiebel des Jahres 2006’ gekürt. ’Red Riding Hood’ hat wunder- schöne, elegante Blüten in leuchtendem Rot und blaugrüne, am Rand gewellte Blätter mit einer für Tulpen außergewöhnlichen Eigenschaft: Sie weisen auf ihrer Oberseite dekorative violett-braune Streifen und Flecken auf. Wegen ihrer geringen Größe ist diese außer- gewöhnliche Tulpe ideal für Pflanzgefäße und den vorderen Bereich von Beeten.
|
|
Attraktive Zeichnung auf den Blättern
Durch Züchtung sind in den vergangenen Jahrhunderten so viele Tulpensorten entstanden, dass man das große Sortiment zur besseren Übersicht in verschiedene Klassen eingeteilt hat. Insgesamt gibt es 15 Klassen, die sich nach Herkunft der Tulpen, Blütenform oder Blütezeit unterscheiden. So gibt es z.B. die Klasse der Papagei-Tulpen, der Lilienblütigen Tulpen und der Gefüllten späten Tulpen. Eine große und interessante Gruppe, zu der auch die ’Blumenzwiebel des Jahres 2006’ gehört, sind die so genannten Greigii-Tulpen. Dies sind kleinere, nur 20 bis 35 cm hohe Tulpen, deren wilde Vorfahren aus Turkestan stammen. Ein besonderes Merkmal der Greigii-Tulpen ist die schöne, dunkle Färbung auf den Blättern. Die violett-braunen Streifen oder Flecken machen sie schon vor der Blüte zu einem Hingucker im Garten oder auf dem Balkon.

Ideal für Gefäße
Die Zwiebeln der Greigii-Tulpen können von September bis November gepflanzt werden. Die Blüten erscheinen im April und Mai. Für eine gute Wirkung ist es am besten, großzügig zu sein und die Zwiebeln in kleinen Gruppen von fünf oder mehr zu pflanzen. Sorten wie ’Red Riding Hood’ passen ausgezeichnet in den vorderen Bereich von Beeten und eignen sich auch gut für Natur- und Steingärten. In Schalen, Töpfe oder Kästen gepflanzt, verschönern sie Balkon, Terrasse oder den Hauseingang. Damit sie sich zu ihrer vollen Pracht entwickeln, benötigen sie einen sonnigen Standort und einen gut wasserdurchlässigen Boden, denn Staunässe vertragen die Zwiebeln nicht. Falls sich überschüssiges Gieß- oder Regenwasser unter den Gefäßen staut, kann man sie z.B. auf kleine Tonfüße stellen.
|