Schmucktanne (Araucaria araucana) – Andentanne

Die Schmucktanne hat viele Namen, unter die man sie auch in Baumschulen, Gärtnereien und Pflanzencentern erwerben kann. Häufig nennt man diesen Nadelbaum auch Andentanne, Schuppentanne, Affenschwanzbaum, aber ihr offizieller Name lautet Chilenische Araukarie.

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In Chile wächst sie in den Anden in Höhenlagen von 600 bis fast 2.000 Metern. Die Schmucktanne gehört zu den Nadelbäumen, obwohl ihre Blätter eher an große Schuppen als an Nadeln erinnern. Wegen ihrer Herkunft aus den Bergregionen Chiles verträgt sie kühlere Temperaturen und kann in Mitteleuropa auch im Freien wachsen. Für diesen ungewöhnlichen und dekorativen, immergrünen Baum ist ein vor austrocknender Wintersonne geschützter Standort wichtig. Die Schmucktanne hat einen auffallend aufrechten Mitteltrieb und in deutlichen Quirlen stehende Äste. Sie sind wenig verzweigt und haben eine fast schlangenähnliche Anmutung. Mit den ledrigen, an spitz zulaufende Schuppen erinnernden Nadeln wirkt die Schmucktanne wie ein Relikt aus einer anderen Zeit - und tatsächlich gehört sie zu einer der ältesten Pflanzenfamilien der Welt, die schon vor 180 Millionen Jahren existierte. Sie ist eng mit der "Wollemi-Pine" verwandt, einer uralten Nadelbaumart, die erst 1994 in einem schwer zugänglichen Tal in einem australischen Nationalpark entdeckt wurde und von der man glaubte, dass sie schon vor zwei Millionen Jahren ausgestorben sei. Der Baum wächst extrem langsam, pro Jahr nur etwa 30cm. Das ist mitunter auch der Grund, warum diese Bäume relativ teuer sind. Die Schmucktanne findet man häufig als Solisten,  denn sie zieht alle Blicke auf sich.

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Mein Tipp: Geben Sie der Araucaria viel Platz -  schließlich wird sie bis zu 15 Meter hoch. Späteres Verpflanzen ist ungünstig, da der Baum tiefgehende Wurzeln bildet. Die Gefahr, die Wurzeln zu beschädigen wäre einfach zu groß. Die Schmucktanne wächst auch kräftig in die Breite, denn die Zweige und Äste stehen waagerecht vom Stamm ab. Haben Sie gewusst,  dass die Schmucktanne ein Erbe des Jura-Erdzeitalters ist. Diese Geschichte geht sage und schreibe 180!! Millionen Jahre zurück. Die Schmucktanne ist übrigens mit unserer Zimmertanne (Araucaria heterophylla)  eng verwandt.

Je kälter die Winter werden, desto mehr muss der Baum vor Frosttrocknis geschützt werden. Am besten wäre, wenn die Araukarie so stünde, dass sie im Winter überhaupt keine direkte Sonneneinstrahlung bekommt. Je länger die Araukarie an ihrem Standort eingewurzelt steht, desto unempfindlicher wird sie auch gegen Frost.

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