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Die Tulpenzeit hat begonnen: In den Gärten öffnen immer mehr dieser schönen Zwiebelblumen ihre Blüten und als Schnittblumen sind sie bei Floristen und auf Wochenmärkten in großer Auswahl erhältlich. In der Blumensprache steht die Tulpe unter anderem für Ruhm, Bewunderung und Vergänglichkeit. Sie könnte aber genauso gut auch für Eigenwilligkeit und Individualität stehen, denn so ließe sich diese Blumenpersönlichkeit durchaus charakterisieren.
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Wie es ihr gefällt
Die Tulpe ist keine Schnittblume wie jede andere, sie entwickelt in der Vase ein beeindruckendes Eigenleben. Ihre Blüten öffnen sich immer weiter und geben Schritt für Schritt den Blick auf ihr Innenleben frei. So werden die anfangs verborgen liegenden Staubgefäße, die oft einen schönen Kontrast zu den leuchtenden Blütenblättern bilden, langsam sichtbar. Doch damit nicht genug: Die Tulpe fügt sich nicht einfach in ihr Leben als Schnittblume. Ihre Stängel wachsen auch in der Vase noch weiter und werden immer biegsamer. Je nach Form der Vase wachsen sie in die Höhe oder lässig nach allen Seiten. In hohen schlanken Gefäßen bleiben die Stängel gerade. Ganz anders dagegen in niedrigen, breiten Vasen, in denen die Tulpen lockerer und leicht schräg liegen können. Darin haben sie relativ viel Spielraum und ihre Stängel winden sich in alle Richtungen.
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Eine Frühlingsblume mit vielen Gesichtern
Der Begeisterung für diese schöne Frühlingsblume haben diese aufregenden Jahre, in denen unzählige Menschen große Summen verloren, keinen Abbruch getan. Ganz im Gegenteil - die Tulpe faszinierte die Niederländer weiterhin so sehr, dass mit viel Leidenschaft unzählige neue Sorten gezüchtet wurden. Weil das Sortiment dadurch immer größer wurde, ist es in verschiedene Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe sind die Papageientulpen, deren Blütenblätter tief eingeschnitten und oft bunt wie die Federn eines Papageis sind. Die so genannten Lilienblütigen Tulpen haben elegante schlanke Blüten mit zugespitzten Blütenblättern. Bei anderen Tulpen sind die Blüten dicht gefüllt und erinnern mit ihrer Üppigkeit an Pfingstrosen. So ist durch züchterischen Fleiß über mehrere Jahrhunderte eine große und überraschende Vielfalt entstanden. Manche Tulpen wie die gelb blühende 'Monte Carlo', die rosa blühende `Angélique` und die rot blühende `Abba` verströmen sogar einen zarten, angenehmen Duft.

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Um länger Freude an einem Strauß Tulpen zu haben, gibt es einige Tricks:
Wer dem Charme der fröhlichen Frühlingsboten erlegen ist und einen Arm voll in seinen Lieblingsfarben ausgewählt hat, sollte darauf achten, dass die Blumen gut verpackt sind, wenn er seine Beute nach Hause trägt. Die Tulpen dürfen nicht zu knospig sein, sonst blühen sie nicht auf. Am längsten halten sich Tulpensträuße, deren Knospen bereits etwas geöffnet sind, um sich nach und nach zur vollen Pracht zu entfalten. Später, wenn sie aufgeblüht sind, gewähren sie sogar einen reizvollen Blick auf ihre anfangs verborgenen Staubgefäße. Tulpen sind äußerst lebhaft, denn sie wachsen auch als Schnittblumen noch mehrere Zentimeter weiter. Je nachdem, wie viel Spielraum man ihnen lässt, winden sich ihre Stiele dabei in alle Richtungen. In hohen, schlanken Vasen bleiben die Stiele gerade, niedrige Vasen hingegen fördern ihr Eigenleben. Welcher Vase man auch den Vorzug gibt: Bevor Tulpen hinein gestellt werden, sollten ihre Stiele mit einem sauberen, scharfen Messer angeschnitten werden, damit sie besser Wasser aufnehmen können. Auch die Vase muss absolut sauber sein! Blätter, die ins Vasenwasser hinein hängen, werden entfernt, da sie sonst faulen. Tulpen sind überaus durstig: Am besten ist es darum, täglich den Wasserstand zu kontrollieren und bei Bedarf frisches Wasser nachzufüllen. Kühle Raumtemperaturen mit ausreichender Luftfeuchtigkeit erhöhen die Haltbarkeit von Tulpen. Der Frühling ist auf dem Weg!