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Beim Echten oder Winterjasmin handelt es sich um eine der wenigen Pflanzen, die im Winter ihre Blüten öffnen.
Der in den Laubwaldzonen Nordchinas beheimatete Winterjasmin gehört zur Familie der Ölbaumgewächse Oleaceae. Der sommergrüne Spreizklimmer mit seinen bis zu 4 m langen rutenförmigen, vierkantigen Trieben blüht von Dezember bis April. Die leuchtend gelben Blüten mit der tellerförmigen Krone werden einzeln an den vorjährigen Trieben ausgebildet. Oft gibt es während der frostigen Tage eine Unterbrechung des Blütenflors, doch sobald wieder wärmere Tage kommen entfalten sich wieder viele neue Knospen. Erst lange nach der Blüte entwickeln sich die beiderseits tiefgrünen und oberseits glänzenden lanzettähnlichen Blättchen.
Standort und Pflege
Winterjasmin liebt einen sonnigen, allenfalls leicht beschatteten Standort, der vor rauen Nord- und Ostwinden geschützt ist sowie einen gut durchlässigen, frischen und nährstoffreich Boden. Besondere Pflegemaßnahmen sind nicht erforderlich. Ältere Pflanzen sind etwa alle 2 - 3 Jahre etwas auszulichten, indem nach der Blüte zu dicht stehendes oder altes, vertrocknetes Holz herausgeschnitten wird. Dies fördert den Neuaustrieb dünner Ruten, die im folgenden Jahr dann üppig blühen.
Pflanzung
Sollte schon im nächsten Winter ein blühendes Gehölz im Garten gewünscht werden, dann empfiehlt sich eine Pflanzung im Frühjahr, also März oder April.
Die Pflanzen werden in der Regel von den Baumschulen in Containern angeboten. Beim Pflanzen ist darauf zu achten, dass der Wurzelballen nicht zerfällt.
Durch Aussaat, Absenker oder Stecklinge lässt sich die Pflanze vermehren. Da Triebe, die den Boden berühren ohnehin Wurzeln schlagen, sind diese nur noch abzutrennen.
Verwendung
Bedingt durch den eigenwilligen Wuchs eignet sich Winterjasmin zur malerischen Berankung von niedrigen Mauern, Treppenwangen und Böschungen. Aber auch zur Bekleidung von Hauswänden kann er mit Hilfe eines Klettergerüsts in die Höhe gezogen werden. Sehr elegant wirkt der Winterblüher vor dunklen Hintergründen wie Nadelgehölzen oder Wacholder. Auch eine Kultur in Kübeln oder geräumigen Kästen lässt diese rauchharte Pflanze zu.
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