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Faszinierende Blütenbäume
Zu den Bäumen, die so veredelt wurden, dass ihre Blütenkronen sich etwas über das Grün erheben ohne aufdringlich zu sein, gehören: Tulpen-Magnolie (magnolia soulangiana - Höhe bis 5 m); Zierapfel (malus sargentii - Höhe bis 4 m oder malus "Van Eseltine); Zierkirsche (prunus "Kanzan" - Höhe bis 7 m; prunus "Shidare Sakura" - Höhe bis 5 m; prunus "Accolade" - Höhe bis 4 m), Herbstkirsche (prunus subhirtella "Autumnalis" - Höhe bis 4 m).
Am Anfang steht die Planung oder:
Wer die Wahl hat, hat die Qual
Eines steht fest: Die holzigen Gesellen geben dem Garten eine Struktur - ob als Hecke zur natürlichen Einfriedung, als Sicht- und Lärmschutz, als Blütenstrauch für Aug' und Nase oder als Einzelbaum. Kurz: Sie gehören zum Inventar eines Gartens. Wählen Sie Ihr Gehölz nicht nur nach Blütenschönheit, Form und Gestalt aus, sondern auch nach der Größe! Ausgewachsene Exemplare brauchen viel Platz. Erkundigen Sie sich vor dem Kauf, welche Höhe und Breite der Strauch einmal haben wird. Achten Sie genau auf den botanischen (lateinischen) Namen, da die Größe je nach Sorte erheblich variieren kann.
Was unterscheidet Sträucher von Bäumen und Hecken?
Bäume tragen auf einem Stamm das Astgerüst, die sogenannte Krone. Sie beginnen erst dann zu blühen, wenn das Astgerüst ausgewachsen ist. Sträucher hingegen wachsen mit vielen Trieben aus dem Boden. Diese Triebe haben - im Gegensatz zu Bäumen - meist nur eine kurze Lebenszeit, beginnen aber schon früh zu blühen. Hecken (vom Wortstamm "Hag" abgeleitet, bedeutet geschützter, gepflegter Bereich - "sich behaglich fühlen!" sind die natürlichste Abgrenzung eines Grundstückes durch Bäume und / oder Sträucher.
Heimisch oder exotisch?
Eines steht fest: Eine allzu große Auswahl an tatsächlich heimischen Blütensträuchern - wie Schneeball, Weiß- und Sanddorn, Kornelkirsche usw. - besitzen wir nicht. Unsere Gärten wären ohne den blühenden Charme so mancher "Einwanderer" um vieles ärmer. Längst sind Sträucher, wie der aus Ostasien stammende Schmetterlingsstrauch (buddleia alternifolia) oder die aus China stammende Hortensie (hydrangea macrophylla), um nur ein paar zu nennen, aus unseren Gärten nicht mehr wegzudenken. Aber: Keiner unserer heimischen Vertreter besitzt Duftstoffe, die Schmetterlinge und Vögel abweisen! Erkundigen Sie sich vor dem Kauf von Sträuchern und Bäumen, ob die "Auserwählten" abweisende Duftstoffe haben. In der sogenannten Blautanne (picea pungens clauca) werden sich in den seltensten Fällen Vögel und Insekten niederlassen. Der Nadelduft schreckt alle ab.
Was Hecken alles können
Hecken sind mehr als nur grüne Zäune. Sie haben sich als Sicht- und Lärmschutz bewährt, halten Wind und Kälte ab, filtern den Straßenstaub und sorgen für ein gutes Kleinklima im Garten. Sie bieten Tieren Unter- schlupf, spenden Schatten und Halbschatten. Wer sich für eine Hecke auf seinem Grundstück entschließt, sollte sich über den Zweck im Klaren sein. Wenn es nur um den Sichtschutz geht, bieten sich immergrüne Hecken - Eiben, Säulenwacholder - an. Als Lärmschutz eignen sich dichte Laubgehölze besser, da Blätter schall- dämmend sind. Sehr gut geeignet ist die Hainbuche, denn ihre welken Blätter sitzen noch den ganzen Winter über an den Zweigen. Wer eine schnellwachsende Hecke sucht, sollte Liguster pflanzen.
Sträucher, auf die unsere Vögel fliegen
Nicht nur durch das Anbringen eines Nistkastens, sondern auch durch die richtige Wahl von Sträuchern können wir unseren hilfreichen Schädlingsvertilgern, den Vögeln, eine Heimat bieten. Besonders wohl fühlen sich Piepmatz & Co. in dicht gewachsenen Hecken, in denen sie einen sicheren Nistplatz und etwas zu futtern finden. Ein Feinschmeckerparadies sind die roten Beeren des Gemeinen Schneeballs (viburnum opulus). Außerdem locken seine weißen Blüten im Frühjahr die Schwebfliegen an, die uns im Kampf gegen Schädlinge ebenfalls unterstützen. Beliebt sind bei unseren gefiederten Freunden auch die tiefblauen Beeren des Schlehdorns (prunus spinosa), die scharlachroten Hagebutten der Wildrosen (rosa canina, rosa carolina, .rosa multillora usw.). Nicht unerwähnt bleiben darf unter der Abteilung "mittelhoher Baum" der Vogelbeerbaum (sorbus aucuparia), vielen bekannt als Eberesche.
Holzige Riesen gehören in den Wald!
Egal ob Buche, Eiche, Linde, Fichte oder Kiefer - so schön und ökologisch wichtig diese Bäume sind, sie stellen mit zunehmendem Alter eine Belastung für den Gartenbesitzer dar. Der Grund dafür liegt in der Größe der Gärten: Diese Waldbäume brauchen Platz, um sich richtig entfalten zu können. Sie werden bald ihre Wurzeln unter die Steinplatten der Terrasse strecken, vielleicht sogar die Wasserleitung sprengen. Viele Besitzer blättertragender Riesen klagen über von Laub verstopfte Dachrinnen oder über die bereits tagsüber einsetzende Dunkelheit in den Zimmern - bedingt durch die mächtigen Kronen. Deshalb: Überlegen Sie bei Neupflanzungen, ob Sie Waldbäumen tatsächlich die passende Heimat geben können. Denn der Baum sollte mindestens den Abstand zum Haus haben, dass er im ausgewachsen Zustand (liegt bei den meisten Waldbäumen bei über 20 m!) auch bei Sturm keine Gefahr für Haus und Hof darstellt. Empfehlenswert sind nur die wesentlich kleineren Züchtungsformen!
Hecken vor Gericht
Hecken sind - wie schon gesagt - als lebende Grundstückseinfriedung besonders beliebt. Doch leider wird das Höhenwachstum der holzigen Gesellen unterschätzt - insbesondere wenn es sich um Gehölze mit Baumcharakter handelt. Die Fichte ist hierfür ein passendes Beispiel: Der Ärger mit den Nachbarn ist vorprogrammiert, wenn das "Grenz-Begleitgrün" nicht rechzeitig auf Heckengröße geschnitten wird. Mit geeigneten Schneidgeräten sollte eine Hecke auf einer bestimmten, vom jeweiligen Bundesland festgelegten Höhe gehalten werden. Aufgrund aktueller Rechtssprechung ist gegen eine Heckenhöhe zwischen 2 und 3 m bei gleichzeitiger pfleglich geschnittener Form wohl kaum etwas einzuwenden.
Auf gute Nachbarschaft:
Grenzkonflikt ist Ländersache
Verständlich, dass man sich im eigenen Garten vor neugierigen Blicken schützen möchte. Wer allerdings Bäume und Sträucher nahe an die nachbarliche Grenze rücken will, muss Gesetze beachten. Es gibt vorgeschriebene Grenzabstände (von Bundesland zu Bundesland verschieden), die Sie einhalten müssen. So gilt z. B. für Hecken über 2 m Höhe als Grenzabstand in Bayern 2 m, in Hessen 75 cm! Erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeinde, Stadt oder Landratsamt! Wer auf Ausnahmeregelung hofft, braucht eine schriftliche Einverständniserklärung des Nachbarn.
Sonnenanbeter und Schattenliebhaber
Tragen Sie den Bedürfnissen der verschiedenen Gehölze Rechnung! So fühlen sich Rhododendron, Kalmien und Lavendelheiden an der Nordseite sehr wohl; Frost unempfindliche Ziergehölze passen gut an die Ostseite, wo mit Morgensonne, aber auch mit Spätfrösten zu rechnen ist. An der warmen und trockenen Südseite gedeihen Schlitzahorn und Hibiskus, wachsen Blütenkirsche und Rosen, Eiben und Kiefern besonders gut. Im Westen gedeihen in manchen Gegenden sogar wärmeverwöhnte Ziergehölze wie Feigen und Rosmarin.
Minihecken - lebende Raumteiler
Sie fühlen sich wie in den Gärten von Sanssouci, wenn sich eine gerade einmal 15 cm hohe und formstreng geschnittene Buchsbaumhecke an den Blumenbeeten entlang schlängelt oder eine 30 cm hohe Hecke aus Strauchehrenpreis den Nutzgarten vom Rasen trennt. Rund um die Kräuterecke verbreitet eine niedrige Lavendelhecke den Duft und die Faszination der Provence.
Herbstzeit ist Pflanzzeit
Der Herbst - von Oktober bis zum ersten Frost - ist zum Anpflanzen hoher, mittelhoher und kleiner Gehölze gut geeignet. Dies gilt insbesondere für Ballen- und wurzelnackte Gehölze. Containerpflanzen können das ganze Jahr über gesetzt werden.
Drei Vorteile von Containerpflanzen
Bäume und Sträucher, die im Topf (der ab einer bestimmten Größe Container heißt) gezogen werden,
- können immer - von Frostperioden abgesehen gepflanzt werden,
- bleiben ohne Wurzelschäden beim Umpflanzen,
- wachsen nach dem Einsetzen ohne Verpflanzschock weiter.
Schön locker ...
Neben der richtigen Gehölzwahl ist es wichtig, den Boden sorgfältig vorzubereiten - er muss zunächst einmal tiefgründig gelockert werden. Greifen Sie am besten zum stabilen Spaten. Für die Pflanzung von Sträuchern sollten Sie die Erde 40 cm, von Bäumen 60 bis 80 cm tief lockern. In Neubaugebieten ist eine Bodenlockerung bis zu 1 m Tiefe empfehlenswert. Lockern Sie die Erde nicht nur um das Pflanzloch, sondern flächig darum auf.
Pflanzensitter
Egal ob unerwarteter Besuch kommt oder schlechtes Wetter die Pflanzung verhindert: Häufig passiert es, dass zwischen Kauf und Pflanzung Ihrer neuen Gartenbewohner eine gewisse Zeit vergeht. Deshalb brauchen die Neueinkäufe unbedingt Schutz vor Wind und Sonne. Stellen Sie Ballenpflanzen in eine wind- und sonnengeschützte Ecke am Haus. Erdlose Pflanzen solche mit nackten Wurzeln - sollten Sie in einen kühlen Raum legen und mit feuchten Tüchern oder Decken vor dem Austrocknen schützen. Viel Zeit können Sie sich mit ContainerpfIanzen lassen - vorausgesetzt Sie gießen ausreichend.
Großzügigkeit wird belohnt
Bäume und Sträucher können Ihre Erwartungen nur erfüllen, wenn sie sich am neuen Standort wohlfühlen. Also: Bemessen Sie die neue Wohnung der Pflanzen großzügig! Das Pflanzloch sollte mindestens doppelt so breit und tief sein als das Volumen des Wurzelballens bzw. der Wurzeln. Dann passen die Wurzeln gut hinein.
Raus, was nicht hineingehört
Entfernen Sie aus dem Bodenaushub, was die Pflanzen beim Wachsen stören könnte: Steine, Bauschutt, Abfälle usw. Zerkleinern Sie den Bodenaushub und reichern Sie ihn mit Zusätzen an. Mengen Sie je nach Bedarf Kompost, Rindenhumus oder Sand bei.
Nackte kommen unters Messer
Die Wurzeln von Sträuchern oder Hecken, die wurzelnackt angeboten werden (z.B. Liguster und Berberitzen), müssen vor dem Einpflanzen beschnitten werden. Dann bilden sich an den frischen Schnittstellen schnell neue Wurzeln. Aber auch abgeknickte, beschädigte und gequetschte Wurzeln müssen abgeschnitten werden. Alle stärkeren Wurzeln werden frisch angeschnitten, zu lange Wurzeln um etwa 1/3 eingekürzt - am besten mit einer Rosenschere. Nach dem Wurzelschnitt die Pflanzen bis über die Wurzeln in einen Eimer voll Wasser stellen, damit sie sich richtig vollsaugen können - das ist die Grundvoraussetzung für gutes Anwachsen.
Erst Stütze und Stab
In die leere Pflanzgrube wird erst der Haltepfahl geschlagen, damit Wurzeln und Zweige nicht verletzt werden. Größere Pflanzen brauchen die stützende Hilfe eines Pfahles, damit Wind, Regen und Schnee den Neuankömmling nicht aus der Erde hebeln können. Wichtig: Der Pfahl darf bei Zierbäumen nicht in die Krone hineinragen, weil sonst Schürfwunden gerissen werden, die Eingangspforten für holzzerstörende Pilzsporen sind.
Letzte Vorbereitungen
Bei den Containerpflanzen wird der Topf abgezogen oder durch Aufschneiden entfernt. Hat die Pflanze aber ein Ballentuch, so wird es nicht entfernt - sofern das Tuch aus verrottbarem Material besteht. Sobald die Pflanze gut in ihrer "neuen Wohnung" steht, wird das Tuch nur gelöst und an den Ecken zurückgeschlagen.
Die richtige Endposition
Die Pflanze muss in die richtige Höhe bzw. Tiefe kommen. Füllen Sie zunächst soviel der verbesserten Erde ins Pflanzloch, dass die richtige Pflanzhöhe erreicht wird. Beim Einsetzen in die Pflanzgrube sollte das Gehölz so hoch bzw. tief stehen, wie es in der Baumschule gewachsen ist. Zu tiefes Pflanzen begünstigt Pilzkrankheiten und Fäulnis! Während die Pflanzgrube gefüllt wird, können Sie das Gehölz leicht rütteln - so rieselt die Erde gut in die Wurzelzwischenräume und die Bildung von Hohlräumen wird vermieden.
Wichtige Anwuchshilfen
Ist die Grube geschlossen, erwartet das frisch gepflanzte Gewächs reichlich Wasser. Richtiges Wässern verdichtet die Erde der Pflanzgrube auf die natürlichste, der Pflanze angepasste Weise, es ist daher besser als jedes Antreten. Nur trockene und sehr leichte Böden werden - außerhalb der Wurzelzone! - kurz und kräftig mit den Absätzen angetreten. Treten Sie aber bitte niemals auf Ballen oder Wurzeln herum.
Finale mit der Schere
Der krönenden Abschluss einer Pflanzaktion ist der Griff zur Schere. Entfernen Sie Triebe, die schwächlich oder beschädigt sind. Das ist kein muss, hat sich aber in der Praxis bewährt.
Geben Sie Ihrem Gehölz den richtigen Schnitt
Schnitt-Maßnahmen dienen meistens der Verjüngung eines Strauches und beugen einem verkahlen im unteren Bereich vor. Mit jedem Schnitt sollte das Gehölz bis zum Boden hin wieder dichter werden. Aber: Die Schnittmaßnahmen dürfen nicht das arttypische Erscheinungsbild eines Strauches oder Baumes verändern oder gar zerstören!
Verjüngungsschnitt:
Dadurch soll das Wachstum junger Triebe gefördert werden. Alle überalterten Teile werden bis auf wenige "Augen" (Knospen) die neue Triebe bilden - herausgeschnitten. Durch einen radikalen Verjüngungs- schnitt können vergreiste oder verkahlte Laubgehölze zur Bildung neuer, kräftiger Triebe in Bodennähe angeregt werden. Man nimmt einen solchen Schnitt während des Winters oder im zeitigen Frühjahr vor.
Auslichtungsschnitt:
Abgestorbenes, schwaches oder zu dichtes Geäst muss entfernt werden, um ein gesundes Weiterwachsen zu ermöglichen.
Formschnitt:
Der starke Wuchs eines Gehölzes wird durch vor- sichtiges Zurückschneiden dem engen Platz angepasst.
Schneiden - nicht quetschen!
Damit der Schnitt gut gelingt und sich die Wunden an den Pflanzen schnell schließen und heilen, sind gute und scharfe Schnittgeräte besonders wichtig. Bitte achten Sie darauf, Äste immer direkt am Stamm zu schneiden. Eine Wundbehandlung sollten Sie bei Bäumen und Sträuchern nur dann vornehmen, wenn die Wunde größer als ein Fünfmark-Stück ist.
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Vorsicht - Vögel!
Wenn die Triebe von Sträuchern und Hecken allzu sehr über die Stränge schlagen, müssen wir zur Schere greifen und Ordnung schaffen. Aber: Kontrollieren Sie vor dem Schneiden, ob Vögel in der Hecke nisten! Im Zweifelsfalle legen Sie die Heckenschere bis Ende Juli zur Seite. Dann ist die Brutzeit der Vögel zu Ende, die letzten Jungvögel sind geschlüpft.
Faconschnitt der Hecken
"Oben hui - unten pfui" - das sollte man von Ihrer Hecke nie sagen müssen. Achten Sie darauf, dass die Pflanzen stets eine gleichmäßige Belaubung tragen. Das erreicht man, wenn der Schnitt so geführt wird, dass die Hecke unten breiter ist als oben. Nur so bekommen auch die unteren Partien genügend Licht und bleiben dicht. Damit keine hässlichen Lücken und Scharten geschnitten werden, empfiehlt es sich, eine straff gespannte Orientierungsschnur anzubringen. Damit keine Wellenlinie die Heckenhöhe ziert, spannt man vom Anfang bis zum Ende eine Schnur.
Radikaler Rückschnitt
Sommerflieder, Johannisstrauch und Roter Spierstrauch werden im Spätherbst oder Winter radikal wie Stauden zurückgeschnitten, da sie nur an den Spitzen der neuen Triebe blühen.
Erst die Blüte, dann der Schnitt
Frühjahrsblüher wie Forsythie, Blut-Johannisbeere, Weigelie, Scheinquitte, Ginster und Mandelbäumchen werden direkt nach der Blüte geschnitten. Um eine große Blütenfülle zu erzielen, sollten Sie alle über drei Jahre alten Triebe (sie sind in der Regel durch Dicke und das Ansetzen borkiger Rinde leicht zu erkennen) entfernen. Alle zweijährigen Triebe werden Sie dann mit einer überraschenden Blütenfülle erfreuen. Von unten bilden sich viele neue Triebe, die dann im übernächsten Jahr blühen.
Schönheitsschnitt für Rhododendren
Große Rhododendren-Büsche, die etwas aus den Fugen geraten sind, können Sie - wie andere Gehölze auch ohne weiteres zurückschneiden. Sollten Sie mehrere dieser Sträucher im Garten haben, dann schneiden Sie nicht alle auf einmal, sondern Pflanze für Pflanze von Jahr zu Jahr! Denn im ersten Jahr nach dem Rückschnitt gibt es keine Blüten! Wer nur das Abgeblühte entfernen will, sollte es besser nicht mit Messer oder Schere tun. Es genügt, wenn Sie mit der Hand die Blütenreste entfernen. Denn in unmittelbarer Nähe sitzen immer bereits die Blüten für das nächste Jahr.
Schnee-Schmelz-Schnitt fürs Sommerteam
Alle Sommer- und Herbstblüher lieben einen stärkeren Rückschnitt. Der beste Termin ist nach dem Winter bis kurz vor dem Austrieb. Denn ihre größte Blütenpracht entwickelt diese Blühzeit-Gruppe an jungen, diesjährigen Trieben.
Wässern, aber richtig!
Festgewachsene Bäume und Sträucher können - dank ihres intensiven Wurzelwerkes - längere Trockenzeiten problemlos überstehen. Wenn Triebspitzen in der Hitze erschlaffen, so kann das völlig normal sein - solange das Laub morgens wieder straff am Baum hängt! Hängen die Blätter aber bereits morgens um 10.00 Uhr schlaff am Baum, sollte gewässert werden. Dann aber richtig! Lockern Sie den Boden rund um das Gehölz etwas auf, formen Sie einen kleinen Gießrand und lassen Sie per Schlauch (ohne Brause oder Düse) das Wasser langsam über einen längeren Zeitraum laufen. Zur Not auch mal eine ganze Nacht - vorausgesetzt, es ist ganz schwach eingestellt.
Immergrüne haben immer Durst
Pflanzen wie Buchs, Eiben, Wacholder - um nur einige aus der Gruppe der Immergrünen zu nennen - ver- dunsten auch während des Winters ständig Feuchtigkeit. Der Boden kann das feuchte Nass aber nicht nachliefern. Die Folge: Die Immergrünen leiden unter der Wintertrockenheit. Nützen Sie frostfreie Tage im Winter, um diese Gruppe von Pflanzen zu wässern.
Weiße Pracht die Sorgen macht
Halten Schneefälle über längere Zeit an, sollten Sie stets einen Blick auf Ihre hölzernen Gartenfreunde werfen. Besonders Nadelbäume und immergrüne Laubgehölze bieten dem Schnee eine große Auflagefläche. Zweige und Äste werden durch das Gewicht nach unten gebogen und können abbrechen. Seien Sie deshalb rechtzeitig zur Stelle und schütteln Sie den Schnee ab. Besen und Bohnenstangen werden Ihnen dabei wertvolle Dienste leisten. Übrigens: Sollte das Gehölz bereits niedergedrückt worden sein, dann dürfen Sie erst im Frühjahr - wenn es wieder wärmer und der Boden nicht mehr gefroren ist - versuchen, es wieder aufzurichten. Die Gefahr des Abbrechens ist im Winter zu groß!
Sträucher aus eigener Nachzucht
Bis Anfang April lassen sich die Sträucher in Ihrem Garten kostenlos und ohne Aufwand vermehren. Als Arbeitsutensilien sollten Sie sich ein scharfes Messer sowie einen bzw. mehrere Töpfe mit einem Gemisch aus Sand und Torf bereitstellen. Achten Sie dabei auf ein ausgewogenes Mischungsverhältnis von 50:50 der beiden Substrate. Und so wird`s gemacht: Schneiden Sie zunächst lange Zweige aus dem Strauch. Entfernen Sie alle eventuell noch daran hängenden Blätter. Suchen Sie einen Zweigabschnitt, der mindestens 5 Knospen besitzt und zudem nach Möglichkeit noch gerade gewachsen ist. Schneiden Sie ihn mit dem Messer ab und zwar etwas schräg von oben nach unten.
Wichtig:
- Je glatter der Schnitt, desto größer sind die Erfolgs- chancen. - Bei den Steckhölzern sollte die Schnittfläche stets unterhalb einer Knospe liegen.
- Die Stecklinge werden nun so in die Töpfe gesetzt, dass nur noch zwei Knospen herausschauen. Stellen Sie die Gefäße an einen frostfreien Ort, der zudem noch etwas Licht hat. Im Frühjahr, wenn sich die Wurzeln bereits gebildet haben, setzen Sie die Stecklinge im Garten ein und verpflanzen sie nach zwei Jahren an den endgültigen Standort.
Verpflanzen von Gehölzen
Zu groß gewordene bzw. zu dicht stehende Laubgehölze lassen sich während der Winterruhe besonders gut verpflanzen. Man gräbt sie mit möglichst großem Wurzelballen aus und bringt sie an den neuen Standort, an dem bereits vorher ein genügend großes Pflanzloch ausgehoben wurde. Wichtig ist, dass der Ballen beim Transport möglichst unbeschädigt bleibt. Sie können dies unterstützen, indem Sie den freigelegten Ballen mit Wasser überbrausen und warten, bis er gefroren ist.
Mit blühenden Sträuchern durchs Jahr
Hier eine kleine Auswahl
auffallender Blütengehölze:
Blütezeit Januar
Japanische Zaubernuss (hamamelis japonica)
bringt mit ihren gelben Blüten Farbe in die triste Winterzeit. Ab September zeigt der bis zu 5 m hohe Strauch seine reizvolle Herbstfärbung. Die Zaubernuss liebt weder Rückschnitt noch Schattenplätze.
Winter-Duft-Schneeball (viburnum farreri)
verströmt herrlichen Vanille-Duft aus seinen rosa-weißen Blüten. Der Sonnenanbeter wird bis zu 3 m hoch und ist für allen Bodentypen geeignet. Seine älteren Triebe wollen nach der Blüte ausgeschnitten werden.
Blütezeit Februar
Winter-Kirsche (prunus subhirtella, Autumnaliso)
gehört zu den Bäumen, die maximal 5 m hoch werden. Neben den hellrosa Blüten imponiert die gelb-orange Herbstfärbung.
Schmuck-Mahonie (mahonia bealii)
ist eine Vertreterin der Gruppe der immergrünen Sträucher. Die gelben Blüten, die in 15 cm langen Trauben an den Zweigen sitzen, duften nicht nur angenehm, sondern geben dem etwas sperrigen Strauch (bis zu 1,5 m hoch) ein apartes Outfit.
Lichtmess-Zaubernuss (hamamelis mollis)
zeigt rund 4 Wochen ihre goldgelben Blüten. Der bis zu 2 m hohe Strauch besitzt zudem unterseits graufilzige Blätter, die sich im Herbst goldgelb verfärben.
Blütezeit März
Kornelkirsche (cornus mas)
ist mit ihren kleinen, gelben Blütenbällen an den noch kahlen Ästen der Frühlingsbote unter den Sträuchern. Im Sommer lieben es die Vögel, an ihren kirschgroßen, leuchtend roten Früchten zu naschen. Das bis zu 6 m hohe, heimische Gehölz sollte im Juni und Juli geschnitten werden, wenn das Holz noch nicht zu hart ist.
Stern-Magnolie (magnolia stellata)
lässt ihre weißen Blütensterne leuchten und duften! Selten erreicht diese Magnolie die 2 m Grenze und liebt - wie alle Magnolien - keinen Einsatz von Scheren und Sägen.
Seidelbast (daphne mezereum)
imponiert durch seinen betörend süßen Duft. Ab Juli präsentiert dieser Zwergstrauch (bis 1,5 m hoch) seine leuchtend roten, sehr giftigen Beeren. Die recht seltenen Früchte sollten im - noch ungiftigen - grünen Stadium abgepflückt und vernichtet werden. Seidelbast liebt keinen Rückschnitt!
Blütezeit April
Forsythie, Goldglöckchen (forsythia intermedia)
zeigen auf fast allen Bodentypen ihr Können - vorausgesetzt es ist ein Platz mit viel Sonne. Die ältesten Zweige sollten direkt nach der Blüte herausgeschnitten werden. Wer die Forsythie als Hecke möchte, muss auf die gelbe Blütenpracht verzichten.
Frühlings-Spiere (spiraea thunbergii)
trägt unzählige weiße Blütensternchen. Die hüfthohe Pflanze liebt geschützte, sonnige Plätzchen.
Blutjohannisbeere (ribes sanguineum)
bringt mit ihren auffallend weinroten Blüten Farbe in jeden Garten. Der bis zu 2 m hohe Strauch sollte im zwei- bis dreijährigen Turnus ausgelichtet werden. Mit zuneh- mendem Alter darf die Schere nur noch bedingt eingesetzt werden!
Blütezeit Mai
Flieder (syringa vulgaris)
ist für den verführerischen Duft seiner lilafarbenen Blütenrispen bekannt. Der Großstrauch, der seine Triebe bis in 6 m Höhe schiebt, hasst verdichteten Oberboden. Abgeblühte Rispen sollten sofort herausgeschnitten werden, damit keine Kraft in die Samenbildung investiert wird, sondern vielmehr in die Neublüten-Knospenbildung. Zahlreiche Züchtungsformen!
Wolliger Schneeball (viburnum lantana)
und Gewöhnlicher Schneeball (viburnum opulus) tragen ihre cremeweißen Blütenbälle mindestens 4 Wochen. Die 3 bis 4 m hohen Sträucher fühlen sich auf allen Standorten wohl und zeigen eine wunderbare Herbstfärbung (v. lantana = zinnoberrot; v. opolus = orange). Ein radikaler Verjüngungsschnitt ist auch bei älteren Pflanzen erfolgversprechend.
Weigelie (weigela florida)
hat dank der Züchtung über ein halbes Dutzend Hybriden (siehe "Gärtner-Chinesisch" hervorgebracht, deren Glockenblüten von dunklem Rubinrot bis zu leuchtendem Rosa reicht. Die rund 2 m hohen Sträucher, die sich auf beinahe jedem Gartenboden wohlfühlen, sollten kurz nach der Blüte geschnitten werden, weil die meisten Blütenknospen schon im Jahr vor der Blüte angelegt werden.
Blütezeit Juni
Besen-Ginster (cytisus scoparius)
zeichnet sich durch seine blattlosen Zweige und gelben Blüten aus. Der Ginster braucht unbedingt eine windgeschützte Ecke und einen leicht sauren Boden (siehe "Gärtner-Chinesisch). Sofort nach dem Verblühen wird der rund 1,5 m hohe Strauch auf ca. 40 cm Höhe zurückgeschnitten.
Grüner Perückenstrauch (cotinus coggygria)
hat seinen Namen von den wuscheligen, rötlichen Samenständen, die zusammen mit den herbstlich verfärbten, orangefarbenen Blättern einen farblichen Akzent im Garten setzen. Der 3 bis 5 m hohe Strauch liebt kein Eingreifen der Schere, da die natürliche Wuchsform verloren geht.
Kalmien-Deutzie (deutzia x kalmiiflora)
ist mit seinen sternchenförmigen Einzelblüten (innen weiß-rosa, außen kräftig rosa) an langen Doldenrispen eine der auffälligsten Blütensträucher im Garten. Dieser "Sternchenstrauch" (Höhe zwischen 1 und 2 m) zeigt nach kräftigem Rückschnitt (direkt nach der Blüte) größere und noch mehr Blüten!
Blütezeit Juli
Hortensie (hydrangea macrophylla)
zeigt ihre Blütenpracht - je nach Sorte - in weiß , blau oder rosa Tönen. Der bis zu 2 m hohe, windempfindliche Strauch legt nach jedem Rückschnitt eine Blühpause ein.
Schmetterlingsstrauch (buddleja davidii)
bekommt immer mehr Sorten durch Neuzüchtungen hinzu. Die Farbpalette der bis zu 3 m hohen Sträucher reicht von violett bis purpurrot. Ein radikaler Rückschnitt zum Winterausgang ist Voraussetzung für eine schöne Blütenfülle (friert ohnehin meist stark zurück).
Schwarzer Holunder (sambucus nigra)
bildet aus seinen weißen Doldentrauben blau-schwarze Beeren, die als Saft sehr geschätzt sind. Einen radikalen Rückschnitt verträgt der bis zu 6 m hohe Strauch ohne Probleme und stellt in puncto Standort keine besonderen Ansprüche.
Blütezeit August
Eibisch (hibiscus syriacus-Hybriden)
fasziniert durch die herrlichen Malvenblüten, die es - dank Züchtung von weiß, violett, rosa bis tiefrot gibt. Der langsam wachsende, bis 2 m hohe Strauch muss in den ersten Jahren mit Laub gegen Frost geschützt werden! Stärkerer Rückschnitt (im zwei- bis dreijährigen Turnus) fördert Blütengröße.
Fiederspiere (sorbaria sorbifolia)
zeigt selbst auf mageren Böden ihre weißen Blütenrispen. Je nach Bodenqualität wird der Strauch bis zu 2 m hoch. Wichtig: Seine Ausläufer müssen unter Kontrolle gehalten werden.
Blütezeit September
Heide-Tamariske (tamarix pentandra)
braucht für ihre bogig weit ausladenden Äste etwas mehr Platz - ihre rosafarbenen Endrispen entschädigen jedoch dafür. Der kalkliebende Strauch wird bis zu 4 m hoch und möchte nicht beschnitten sein.
Fingerstrauch (potentilla fructicosa)
gehört zu den flachen, dichtbuschigen Sträuchern (max. 1 m Höhe), die aber durch ihre gelb/weißen Blüten zu überzeugen wissen! Sie eignen sich besonders gut zum Unterpflanzen im lichten Schatten. Ein radikaler Rückschnitt wird besonders gut vertragen, da es die Dichte, Blütenfülle und -größe fördert.
Blütezeit Oktober
Hoher Johannisstrauch (hypericum moserianum)
zeigt seine gelben Blüten bis zum Frost. Der niedrige Zwergstrauch (bis 50 cm Höhe) bekommt durch einen stärkeren Rückschnitt im Frühjahr eine größere Blütenfülle.
Besenheide (calluna vulgaris)
eher als Balkonpflanze für die Herbstmonate bekannt und nicht so sehr als Zwergstrauch. Je nach Sorte zeigen sich ihre Blüten von weiß über rosa und rot bis tiefrot. Der 20 bis 80 cm hohe Zwergstrauch liebt saure Standorte und hasst mineralischen Dünger.
Blütezeit November und Dezember
Herbstblühende Zaubernuss (hamamelis virginiana)
öffnet ihre gelben, spinnenartigen Blüten bereits im November. Die Winterschönheit wird bis zu 6 m hoch! Eigenschaften wie bei Japanischer Zaubernuss (siehe Blütezeit Januar).
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