Sie fragen – Mo antwortet
Thema Zimmerpflanzen

Frage:

Lieber Mo, ich bin Angestellte in einer kleinen Klinik. Wir sitzen in einem Büro, wo nicht viel Tageslicht hat. Möchten aber auf Zimmerpflanzen nicht verzichten. Was gibt es für Pflanzen, die mit sehr wenig Tageslicht auskommen? und die nicht allzu empfindlich sind, da wir alle keinen grünen Daumen besitzen. 

Mo's Rat:

Liebe Brigitte,
Mit relativ wenig Licht kommen Baumfreund (Philoden- dron z.b. Philo scandens), Kolbenfaden (Aglaonema), Efeutute (Epipremnum), Yuccapalme und Bogenhanf  (Sansevieria) aus. Sie brauchen nur etwa 500 Lux. Mittlere Lichtansprüche stellen Gummibaum, Drachen- baum und der berühmt berüchtigte Ficus benjaminii.


Frage:

Liebes Mo Team!
Ich habe ein Problem mit meinem Bananen Baum. Ich stelle ihn im Frühjahr auf den Balkon und er wird prächtig. Doch im Herbst  (ich hole ihn wieder ins Zimmer) werden  seine Blätter von der Spitze her braun und das passiert mit jedem Blatt.

Bis zum Frühjahr ist die ganze Pracht dahin, so dass ich mich kaum traue in wieder raus zu stellen. Wissen Sie vielleicht einen Rat?

Vielen lieben Dank Maik

Mo´s Rat:

Hallo Maik,
Ihre Banane stammt ursprünglich aus den Tropen – entsprechend hoch ist ihr Bedarf an Luftfeuchtigkeit und Licht.  Gerade die fehlende Sonne im Winter macht den Bananen  ordentlich zu schaffen. Die Folge: Die Blätter beginnen zu verbraunen.  Mein Tipp: Gönnen Sie den Pflanzen eine Ruhepause , indem Sie sie zwar hell, aber kühler stellt (12 bis 15 Grad Celsius) und das Gießen stark einschränkt. Denn sonst könnten die Wurzeln faulen. Der Topfballen darf aber nicht völlig austrocknen. Verwöhnen Sie die Banane durch regelmäßiges Besprühen mit Wasser.

Nicht vergessen: Das Wasser muss weich bzw. kalkarm sein (Regenwasser).

Frage:

Muß ich orchideen umpflanzen,ich dünge sie nie und sie blühen herrlich,sie stehen am fenster und gießen tue ich 1 mal in der woche,sgie auch meine kakteen möchte ich mal gern umtopfen aber sie blühen super wann ist günstigste zeit?

Mo's Rat:

Auch Orchideen müssen hin und wieder umgetopft werden – am besten nach der Blüte. Nicht vergessen: Blühende Pflanzen sollte man nicht umtopfen. Wenn jedoch der Zeitpunkt für das Umtopfen da ist - das sogenannte Orchideen-Substrat verdichtet es sich und behindert die Luftzufuhr an den Wurzeln-  aber ein Ende der Blüte nicht in Sicht ist, dürfen wir den Blütenstand abschneiden und die Pflanze anschließend umtopfen.

Ein paar Tipps zum Umtopfen:

  • Der neue Topf sollte etwa 1 cm größer sein als der alte
  • Die Pflanze nach dem 2. Auge, also der zweiten Verdickung, abschneiden
  • Aus dem alten Topf herausnehmen, dabei alle Wurzeln mitnehmen
  • Das alte Orchideensubstrat vollständig entfernen
  • Die Wurzeln in den neuen Topf geben, hineindrehen
  • Das neue Substrat zwischen die Wurzeln einklopfen, nicht andrücken – das ist wichtig für eine gute Durchlüftung

Frage:

Lieber Andreas Modery, ich habe einen großen Weih- nachtskaktus geschenkt bekommen. Nun sind alle Blüten abgefallen, wie soll ich ihn weiter "gut" behandeln, soll er kalt stehen ,hell,oder warm,wie wird er gegossen? Von oben oder von unten? Ich würde mich riesig über eine Antwort von Ihnen freuen.Ich habe Ihre Seite im Internet durch das Fernsehen entdeckt, bin begeistert.

Mo's Rat:

Liebe Erika!
Im Gegensatz zu den echten Kakteen, mit denen er nur den Namen gemeinsam hat, benötigt der Weihnachts- kaktus einen halbschattigen Standort. Keinesfalls dürfen Sie ihn der direkten Sonneneinstrahlung ausge- setzt – er wäre sofort beleidigt. Die Folge: Die Spross- glieder beginnen schnell zu vergilben!

Während der Blütezeit gießen Sie  mit kalkarmem Wasser. Alle zwei Wochen wird mit einem handels- üblichen Blumendünger gedüngt.

Ganz kommt das Wichtigste:  Nach der Blütezeit muss der Weihnachtskaktus eine Ruhephase  haben, in der er bis Mitte März in ein helles, aber kühles Zimmer (ca. 15 Grad Celsius) gestellt wird. Nun  gießen wir  nur sehr wenig, gedüngt wird gar nicht.

Bis Mitte Mai kann man die Pflanze wieder in einen warmen Raum stellen, den Sommer verbringt sie an einem schattigen Plätzchen im Garten.

Damit auch im nächsten Jahr wieder reichlich Blüten zur Weihnachtszeit erscheinen, muss man die Pflanze ab September in einen kühlen Raum mit ca. zehn Grad Celsius stellen, denn nur bei diesen Temperaturen setzt sie Knospen an. Nach reichlichem Knospenansatz holt man den Weihnachtskaktus im November/Dezember wieder ins warme Zimmer. Damit er die Knospen nicht abstößt, stellt man ihn so zum Licht, wie er auch im kühlen Raum gestanden hat.

Übrigens. Die Vermehrung ist kinderleicht: Sie schneiden oder brechen ausgewachsene Triebe von der Pflanze ab und steckt sie in Kakteenerde. Nach einigen Wochen beginnt die Bewurzelung und man behandelt die jungen Pflanzen wie oben beschrieben.


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