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Gärten der Welt – Der Felsengarten von Ber Slangen

In mitten einer kleiner Ortschaft in der Nähe von Maastricht (Niederlanden), direkt an einer stark befahrenen Straße liegt das „Gebirge der Niederlande – gut versteckt hinter einer dicken, grünen Türe

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Das Gebirge ist  nicht einmal 150 Quadratmeter groß ist, war zunächst ein ganz normaler Reihenhaus-Garten. Obwohl  es Mitten im Städtchen liegt,  ist von der Terrasse aus kein einziges Gebäude sichtbar und  es  dringt kein Geräusch in diese Idylle ein – Grün in der Stadt.

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Wir hören nur das Wasser rauschen, das Zwitschern von Vögeln und das Zirpen von Grillen. Man ist förmlich von der Außenwelt abgeschlossen – man ist mit dem Betreten des Gartens inmitten des Gebirges. Dieses Bergabenteuer  begann 1950 als sich ein junger Mann mit Namen  Ber Slangen aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Maastrich in den Niederlande, sich auf sein Fahrrad setzte und nach Garmisch-Partenkirchen fuhr, um dort Urlaub zu machen. Fasziniert vom Berg, aber auch von der Blumenwelt des Gebirges, beschloss er das Gebirge nach den Niederlanden zu holen.

Er baute in seinen kleinen Reihenhausgarten das Gebirge nach – aber selbstverständlich mit richtigen Steinen. Er schleppte mit Freunden Granitsteine –die bis zu 3500 kg schwer waren - in seinen kleinen Garten. Mit Hilfe dieser Steine baute er die steilen Terrassen auf, die alle mit der typischen Gebirgsflora  bepflanzt  wurden.

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Während  Nachbarn und Freunden vom Urlaub in Bayern diese Gebirgspflanzen mitbrachten, studierte  Ber die Besonderheiten und die Ansprüche der Pflanzen zuhause in seinem kleinen Studierzimmer, dass heute – auch nach seinem Tod - völlig unverändert blieb.

Das Gebirge hat Ben nur ein einziges Mal gesehen - denn er wollte kein Geld für´s Reisen ausgeben, er brauchte die Gulden, um sein Gebirge anzulegen. Tatsächlich schafft er, dass ein 5 Meter hoher Gipfel entstand. Auf den Felsen wachsen an die 450 verschiedene Pflanzenarten, Sträucher, Büsche und Moose.

Zitat:
„Wichtig ist, dass man einen Garten genießt. Ich genieße meinen Felsengarten täglichen , aber ich genieße ihn sogar mehr, wenn es Besucher gibt, um dieses Gefühl mit mir zu teilen".

Bèr Slangen (1924-2001)

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1974 wurde der Garten  zum ersten Mal für das große Publikum geöffnet. Tausende von Besuchern und vielen Garten-Klubs  aus aller Welt haben „die Alpen der Niederlande“  besucht. Im Laufe der Jahre bekam Bèr viel Zuspruch und Hilfe von Freunden und aus der Nachbarschaft. Die Menschen waren von Ber, seiner Leidenschaft, seiner Bescheidenheit und seinem selbstangeeigneten Wissen über Pflanzen fasziniert.

Ein kleiner Junge  aus der Nachbarschaft kam mit seiner noch jüngeren Schwester  jeden Tag in den Garten um Ber zu helfen, auch als sie längst Erwachsene waren.

Am 10. März 2001 ist Bèr Slangen im Alter von 76  gestorben. 

Nico Tillie und seine Schwester Jessica  – heute längst bekannte Landschaftsarchitekten in Rotterdam - führen heute noch das Lebenswerk von Ber Slangen fort.  Sie hegen und pflegen den Steingarten und öffnen die Pforte kostenlos für alle Gartenfreunde – so wie es sich  Ber Slangen immer gewünscht hatte.

Öffnungszeiten: 15, 16, 22, 29 Mai; 5, 12, 19 Juni, von 10.00-12.00 Uhr und 14.00-17.00 Uhr. Gruppen können den Garten das ganze Jahr durch besuchen, nach vorheriger Anmeldung.
Eintritt frei.
Adresse:Ambyerstraat Noord 73
6225 EB Maastricht  Telefon:+31(43)3622918

Fotos: IZB

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