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Eiben

Die Europäische Eibe (Taxus baccata) kann sehr alt werden. Es gibt Eiben , die ein Alter von 3000 Jahren erreicht haben. Damit gehört die Eibe zu den am längsten lebenden Pflanzen der Erde.
Der Gattungsname Taxus geht wahrscheinlich auf das griechische Wort „toxon" zurück. Es bedeutet „Bogen". Eiben holz wurde früher wegen seiner Härte und Elastizität gerne für Waffen, vor allem für Bögen, verwendet. Schon „Ötzi", der Mann aus dem Eis, der vor circa 5000 Jahre lebte, führte einen Bogen aus Eiben holz mit sich. Langbögen aus Eiben holz wurden vor der Einführung der Feuerwaffen in so großer Menge benötigt, dass die einst umfangreichen Eiben bestände besonders in England um 1500 herum von der Ausrottung bedroht waren. Eiben holz für die Bögen musste zeitweilig sogar aus dem Ausland eingeführt werden.
Eiben sind außerordentlich schnittverträglich und sind deshalb schon seit langem als Form- und Heckengehölze beliebt, die besonders gerne in den Gärten des Barock und Rokoko verwendet wurden. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts gab es eine regelreche Eiben manie: Eiben waren ganz groß in Mode, denn als Tierfiguren, in geometrischer Form, als Hecke für die sehr beliebten großen Labyrinthe oder als streng geformte Beetumrandung waren sie damals in vielen großen Parks und Schlossgärten zu finden.
Die Eibe war früher so weit verbreitet, dass sogar einige Orte nach ihr benannt wurden. Namen wie Eibsee, Eibach, Iburg und möglicherweise auch Ibbenbüren gehen wahrscheinlich auf die früher weit verbreitete Eibe zurück. Bei den Germanen galt Eiben holz als guter Schutz gegen bösen Zauber und Geister. Die Eibe war früher wegen ihrer immergrünen Nadeln auch ein Symbol der Ewigkeit.
Dichtverzweigte, immergrüne Laub- und Nadelgehölze sind aus gestalterischer Sicht von großer Bedeutung, denn sie sind ein ganzjähriger Sichtschutz und verleihen dem Garten auch im Winter Struktur. Für Vögel und andere heimische Tiere sind diese Gehölze ebenfalls wichtig, denn sie bieten ihnen auch im Winter Schutz. Die Gewöhnliche Eibe (Taxus baccata) ist ein immergrünes Nadelgehölz, das gleich in mehrfacher Hinsicht für Vögel von großem Wert ist: Es bietet Nistmöglichkeiten und die leuchtend roten Früchte werden gerne gefressen. Die Samen in den Früchten sind zwar giftig, da sie jedoch von den Vögeln wieder ausgeschieden werden, schaden sie ihnen nicht. Eiben sind pflegeleichte Gehölze, die sehr schnittverträglich sind. Sie werden darum schon seit langem gerne für Hecken und den Formschnitt verwendet. Die Höhe kann stark variieren, sowohl niedrige, nur 60 bis 100 cm hohe Hecken als auch zwei Meter hohe, nicht überschaubare grüne Wände lassen sich aus Eiben formen. Wegen ihrer immergrünen, dunklen Nadeln sind sie ein schöner, kontrastreicher Hintergrund für hellere Pflanzen, zum Beispiel zu gelblaubigen Gehölzen oder Stauden mit weißen Blüten. Von der Gewöhnlichen Eibe gibt es eine Vielzahl an Sorten, manche haben sogar gelbgrüne Nadeln. Die Wuchsform der Eiben variiert stark: Vom Bodendecker über breit ausladende Sträucher wie die Adlerschwingen-Eibe bis hin zu markanten, von Natur aus säulenförmig wachsenden Pflanzen reicht das Sortiment. Diese Vielfalt bietet eine Fülle an Gestaltung
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