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Ab ins Beet: Frühlingskribbeln im Herbst

Der Sommer ist kaum vorbei, da gibt es bereits die ersten Weihnachtsartikel zu kaufen. Doch der Garten und Blumenfreund gibt noch lange keine Ruhe. Den meisten kribbelt noch gewaltig in den Fingern - Kein Wunder - denn die Pflanzzeit für die im Frühjahr blühenden Knollen und Blumenzwiebeln hat begonnen.

Wer im Herbst keine Zeit für den Garten hat, kann zwar im nächsten Frühjahr vorgetriebene, kurz vor der Blüte stehende Zwiebelblumen im Topf kaufen, doch die Freude beim Pflanzen entgeht ihm - die Vorstellung, wie schön der Frühling wird, wenn man ihn jetzt vorbereitet. Und wer jetzt nicht pflanzt, verpasst noch etwas, denn Zwiebeln und Knollen machen den Garten schon ab Ende des Winters zu einem Paradies für Entdecker. Die kleinen Frühlingsboten lassen miterleben, wie der Garten wieder erwacht. Sie sprießen in Beeten, unter lichten Bäumen oder im Rasen und man kann bei ihrer Entwicklung vom ersten zarten Austrieb bis zur Blüte beobachtend dabei sein.
Für kleinste Ecken
Blumenzwiebeln und Knollen bringen den Frühling auch auf Balkone und Terrassen, denn viele eignen sich sehr gut für Töpfe oder Balkonkästen. Wer bei der Auswahl der Zwiebeln und Knollen auf die unterschiedlichen Blütezeiten achtet und entsprechend kombiniert, kann sich über mehrere Monate Farbe - von Februar bis in den Juni - im Garten freuen.

Sie können auch sehr gut mit Stauden kombiniert werden, die das Regiment übernehmen, wenn die Zwiebelblumen und Knollenpflanzen verblüht sind. Frühblühende Gehölze wie Forsythien, Zierkirschen oder Zierjohannisbeeren sind ebenfalls gute Partner für Blumenzwiebeln und Knollen. Wenn die Blütenfarben aufeinander abgestimmt sind, entstehen wunderschöne Kombinationen.
Schnell und einfach
Das Pflanzen der Zwiebeln und Knollen geht mit einer kleinen Pflanzkelle ganz schnell und einfach. Die Pflanztiefe ist normalerweise auf der Verpackung angegeben. Wer sie lose kauft, pflanzt die Zwiebeln und Knollen etwa zweimal mal so tief wie sie hoch sind, abhängig von der Bodenart.

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In leichtem Sandboden kann man sie tiefer pflanzen als in einem schwereren Boden. Für eine gute Farbwirkung pflanzt man Blumenzwiebeln und Knollen am besten in Gruppen. Sie sind im allgemeinen anspruchslos. Wichtig ist aber ein gut wasserdurchlässiger Gartenboden, denn Staunässe vertragen sie nicht. Beim Pflanzen ist keine Düngerzugabe notwendig - die kleinen Kraftpakete tragen die Nährstoffe, die sie zum Austrieb benötigen, schon in sich.
Voller Überraschungen
Die Pflanzsaison der im Frühling blühenden Zwiebeln und Knollen reicht von September bis November. Doch auch wenn noch etwas Zeit ist, lohnt es sich, früh zu pflanzen. Zu Beginn des Herbstes ist die Auswahl am größten und es ist auch noch leichter, besondere Arten oder Sorten zu bekommen. Wer sich im nächsten Frühling überraschen lassen möchte, sollte sich ruhig Zeit nehmen für die Blumenzwiebelauswahl, denn das Sortiment hält Blumenzwiebeln und Knollen bereit, die nicht jeder kennt.

Außergewöhnlich sind zum Beispiel Papagei-Tulpen mit bunten, geschlitzten Blütenblättern, Crispa-Tulpen mit gefransten Blütenrändern und die Zwergsterntulpe (Tulipa tarda) mit sternförmigen Blüten. Am eindrucksvollsten ist und bleibt die Vielfalt der Tulpen. Wegen dieser bekannten Zwiebelblumen lohnt es sich ebenfalls, frühzeitig im Blumenzwiebelsortiment zu stöbern und dabei Interessantes zu entdecken. Dann kann man sich beim Pflanzen der Zwiebeln und Knollen im Herbst schon auf einen Frühling voller Überraschungen freuen.

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Fotos: IZB
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