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Die Geschichte der Rosen oder:
Schuld hat nur Josephine

Wer so schön ist, der darf auch ein kleines Geheimnis haben. So weiß man wenige Jahre vor dem Jahr Zweitausend immer noch nicht, seit wann es Rosen gibt. Eines jedoch steht fest: Sie waren lange vor dem Menschen da! In Homers (etwa 750 bis 650 v. Chr.) Werk der "Ilias" - können wir nachlesen, dass Aphrodite den getöteten Hektor mit Rosenöl einbalsamierte. In einen wahren "Rosenrausch" stürzten sich die Römer. Bei ihren berühmt-berüchtigten Gelagen wurden die Gäste auf Rosenblüten gebettet, so dass die Diener durch kniehohe Rosenmeere waten mußten. Der Rosenleidenschaft der Römer verdanken wir schließlich unsere "Treibhäuser", da sie auch im Winter nicht auf Rosen verzichten wollten.

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Doch welche Sorten sie besaßen oder welche Pflegetipps damals schon bekannt waren, ist nicht überliefert. Fest steht, dass die Rose nach dem Ende des römischen Reiches an Bedeutung verlor. Es waren die Araber, die im frühen Mittelalter die übernommenen Traditionen der Antike wieder hegten und pflegten. Kreuzfahrer brachten die Rose schließlich wieder aus dem Nahen Osten nach Europa. Nicht unerwähnt bleiben darf, dass man die älteste bildliche Darstellung der Rose im Haus der Fresken im Palast von Knossos auf Kreta findet. Das "Fresko mit dem blauen Vogel" soll mindestens 3500 Jahre alt sein. Doch zurück zur Rosen-Geschichte: Da der Duft der Rosen und die Herstellung von Parfüm nahe beieinander liegen, ist es nicht erstaunlich, dass es Paris war, das die Rosen wieder zur Hochblüte brachte. Josephine, die Gemahlin Napoleons, hat bis zu ihrem Tod 1814 in Malraison Rosen gezüchtet und damit unbestritten zum Aufschwung der Rosenzucht beigetragen und die Rose wieder in Mode gebracht.

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