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Schnecken
Gastropoda lautet der wissenschaftliche Name für Schnecken, wörtlich über-setzt in etwa „Bauchfüßler“. Allerdings würde auch die Bezeichnung „Magenfüßler“ durchaus treffen, denn die nackten Wilden haben einen gewaltigen Appetit. Mit ihrer Raspelzunge schaben sie an Pflanzen und Früchten, bis nur noch unappetitliche Reste zu erkennen sind. Vor allem die hauslose Wegschnecke, die Ackerschnecke und die Spanische Wegschnecke sind es, die in den Rabatten wüten. In feuchten Sommern machen sie sich Nächtens massenhaft über Salat, Kohlrabi und Kürbisgewächs her, wobei es ihnen insbesondere das frische Blattgrün angetan hat.
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Schnecken sind Zwitter und können sich gegenseitig befruchten. Somit kann auch jedes Tier Eier legen, nicht selten bis zu 400 Stück pro Kriechtier. Beste Voraussetzungen also für eine rasante Vermehrung, die dann innerhalb kurzer Zeit zu einem Massenbefall führen kann. Deshalb sind Experimente bei der Schneckenbe-kämpfung fehl am Platz.
Häufig empfohlene Abwehrmaßnahmen wie
- Bierfallen,
- Ausstreuen von Sägemehl,
- Kaffeesatz,
oder das nächtliches Absammeln oder das Anpflanzen von so genannten Abschreckpflanzen meist nicht den gewünschten Erfolg bringen. Auch vom Bestreuen der Schnecken mit Salz raten wir ab, weil dies ein qualvoller Tod für die Tiere ist und Salz zudem dem Boden und den Pflanzen schadet.
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Lediglich mit sachgerecht angebrachten Schneckenzäunen hat Schuster gute Erfahrungen gemacht. Sie schützen aber nur dann, wenn die eingezäunten Nacktschnecken gleichzeitig mit Schneckenkorn bekämpft werden. Dies gilt vor allem für die standorttreuen Ackerschnecken, die sich tagsüber im Boden verstecken. Laufenten können ebenfalls eine Alternative sein, ihre Haltung setzt jedoch gewisse Bedingungen voraus, über die man sich zuvor genauestens informieren sollte.
Als nach wie vor wirksamste Bekämpfungsmöglichkeit gilt der Einsatz von Schneckenkorn. Von den drei in Deutschland zugelassenen Wirkstoffen hat sich vor allem Metaldehyd bewährt, der in vielen Schneckenkorn- und Schneckenlinsenmitteln enthalten ist. Metaldehyd wirkt ausschließlich auf Schleimzellen, die nur Schnecken haben. Gegen diesen Zerstörungsprozess wehren sich die Schnecken durch eine verstärkte Schleimproduktion, die sie jedoch so schwächt, dass die Tiere schon nach kurzer Zeit keine Nahrung mehr aufnehmen, sich nicht mehr fortbewegen können und folglich auch keine Gefahr mehr für Pflanzen sind. Sie gehen dann meist dort ein, wo sie das Schneckenkorn aufgenommen haben.
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Nützlinge des Gartens werden durch dieses Schneckenkorn nicht gefährdet. Da es durch Bodenorganismen biologisch restlos abgebaut wird, belastet es auch den Boden nicht. Aufgrund dieser guten Naturverträglichkeit wird metaldehydhaltiges Schneckenkorn von Experten ohne Einschränkung empfohlen.

Da es sich bei Metaldehyd um einen schneckenspezifischen Wirkstoff handelt, der ausschließlich die Schleimzellen der Schnecken angreift, geht für andere Lebewesen des Gartens wie Regenwürmer, Laufkäfer, Igel und Vögel geht keine Gefahr aus. Nicht aufgenommene Körner werden von Bodenorganismen biologisch abgebaut, sodass auch der Boden nicht belastet wird.
Metaldehydhaltiges Schneckenkorn sollte stets gleichmäßig zwischen den Pflanzen ausgestreut werden. Da bereits etwa 50 Körner pro Quadratmeter genügen, ist diese Art der Bekämpfung eine sehr sparsame und preisgünstige Methode, die aber wirksam und sicher ist. Um die Zuwanderung von Schnecken aus Nachbargrundstücken einzuschränken, sollte Schneckenkorn stets auch an der Peripherie des Gartens ausgestreut werden
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